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Schützen setzen auf Sicherheit

Pritzwalk Schützen setzen auf Sicherheit

„Sicherheit“ war nicht nur das meistgebrauchte Kommando beim Tag der offenen Tür der Pritzwalker Schützengilde, es ist auch der bestimmende Gedanke bei den Schützen. Während sich interessierte Bürger am Bogen, an Luftgewehren und -pistolen sowie Softair-Waffen ausprobierten, trainierte auch ein vielversrechendes Nachwuchstalent am Sommersberg.

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Stolz auf Nils Neumann (Mitte), der sich für die Landesmeisterschaften in Berlin qualifiziert hat, sind Vorsitzender Henry Bahlke (l.) und natürlich Vater Klaas Neumann.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Das am häufigsten gebrauchte Wort heißt „Sicherheit“. Dieses Kommando gibt der Verantwortliche am Schießstand, wenn sich ein Mensch in der potenziellen Schussbahn befindet. Und das geschieht regelmäßig beim Tag der offenen Tür der Schützengilde Pritz­walk 1990. Sei es beim Bogenschießen, beim Schießen mit Softair-Waffen oder mit dem Luftgewehr.

Waffen sind für die Schützen Sportgeräte

„Für uns sind die Waffen Sportgeräte“, versichert Henry Bahlke, der Vorsitzende der Gilde. Bis zu 20 Besucher tummeln sich – natürlich unter Anleitung – auf dem weitläufigen Gelände der Gilde am Pritz­walker Sommersberg. Großen Spaß macht das Bogenschießen der elfjährigen Xenia. Sie hat schon im Wettbewerb um den Jugend-Bürgerschützenkönig einen guten dritten Platz belegt und möchte das Bogenschießen künftig in der Gilde betreiben. Bei Mutter Sabrina und Vater Dirk rennt sie damit offene Türen ein. Einerseits schießen auch die Eltern gern, andererseits ist die ­Anwesenheit der Erziehungsberechtigten die Voraussetzung dafür, dass Kinder und Jugendliche Mitglied der Schützengilde werden dürfen.

Training für die Landemeisterschaften

Nicht nur Spaß am Umgang mit der Waffe, sondern auch sportlichen Ehrgeiz verbindet Nils Neumann mit seinem Hobby. Der 15-Jährige ist erst seit einem Jahr Mitglied in der Schützengilde, hat aber bereits beachtliche sportliche Erfolge erzielt. „Nachdem Nils erfolgreich an den Bezirksmeisterschaften teilgenommen hat, geht es am Sonntag nach Berlin-Wannsee zur Berlin-Brandenburgischen Landesmeisterschaft“, berichtet stolz Vater Klaas Neumann. Nils’ Paradedisziplin ist das Schießen auf die Fallscheibe. Dabei kommt es darauf an, fünf im Falle des Treffers umklappende (Fall-)Scheiben mit der Kleinkaliberpistole in möglichst kurzer Zeit zu treffen. Nils’ Sportgerät ist eine Vereinswaffe. Trotz der großen Konkurrenz von vermutlich etwa 300 Schützen aus ganz Berlin und Brandenburg bleibt er gelassen. Das Ergebnis erfahren die Teilnehmer allerdings erst in einigen Wochen.

Schützen wehren sich gegen Klischees

43 Mitglieder zählt die Pritz­walker Schützengilde derzeit. Es gibt Klischees, die laut Vorsitzendem Henry Bahlke nichts mit der Realität zu tun haben: „Wir sind keine para- oder vormilitärische Truppe, tragen keine Tarnanzüge und sind auch kein Rekrutierungsverein für die Bundeswehr“, sagt der Vorsitzende. Rechtes oder anderweitig extremes Gedankengut habe ebenfalls nichts zu suchen. Stattdessen fördere der Schießsport Konzentration und Fitness.

Von Andreas König

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