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Prignitz Schule soll saniert werden
Lokales Prignitz Schule soll saniert werden
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00:22 08.09.2017
Das kleine Nebengebäude stammt aus den 1960er Jahren und war einst Toilettentrakt. Quelle: Beate Vogel
Meyenburg

Das Nebengebäude zwischen Haupthaus und Turnhalle der Meyenburger Geschwister-Scholl-Grundschule soll im kommenden Jahr grundlegend saniert werden. Dafür sprachen sich am Montagabend ohne Gegenstimme die Mitglieder des Meyenburger Amtsausschusses aus – obwohl die Kosten für das seit längerem geplante Projekt um einige zehntausend Euro gestiegen sind.

Bereits mehrmals haben die Bürgermeister des Amtes über eine Renovierung gesprochen, die die Schulleitung als dringend nötig anmahnt, erinnerte Amtsdirektor Matthias Habermann. „Das Gebäude war einst als Toilettentrakt gebaut worden und wird jetzt für das Unterrichtsfach WAT (Wirtschaft, Arbeit, Technik) genutzt.“ Leider passen in den Werkraum nicht alle Kinder einer Klasse. In dem Flügel befinden sich der Raum für den Hausmeister und ein Lager. „Das Haus ist in die Jahre gekommen“, so Habermann. Laut Schulleiterin Margit Strüfing gehört WAT aber zum Stundenplan und zum Ganztagskonzept der Schule: „Wir brauchen diese Räume unbedingt.“

Preissteigerungen bei Baufirmen

Das Gebäude stammt laut Bauamtsleiterin Uta Nebert aus den 1960er Jahren. „Es war schon einmal für den Abriss vorgesehen.“ Aber es sei für die Ganztagskonzeption gebraucht worden. „Es hat keine Isolierung und zu kleine Fenster, da es eben für einen anderen Zweck gebaut wurde.“

Der Amtsausschuss hatte deshalb bereits im vergangenen Jahr die Sanierung des Gebäudes mit einem Kostenvoranschlag in Höhe von 290 000 Euro auf die Projektliste für das Förderprogramm „Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit“ (KLS) in der Kooperation Pritzwalk/ Wittstock (Dosse) setzen lassen. Außerdem stand der dritte Bauabschnitt für den Schulhof in der Liste, der zu 100 Prozent gefördert werden könnte. Das Problem: Die Kostenschätzung für den Seitentrakt von vor einem Jahr ist inzwischen überholt. Die gute Konjunktur hat bei den Baufirmen zu einer enormen Preissteigerung geführt.

Schulhofgestaltung noch mal verschoben

Bauamtsleiterin Uta Nebert hatte jetzt das gleiche Ingenieurbüro mit einer aktuellen Kostenschätzung beauftragt. Das Ergebnis war, dass das Projekt jetzt 336 000 Euro kosten soll. Das Projekt wird vom Landesamt laut Nebert weiter unterstützt. Die Kostensteigerung kann aber in der Prioritätenliste der Kooperation nicht ausgeglichen werden. „Wir dürfen die gesamte Fördersumme nicht überschreiten.“

In Absprache mit der Schule hat das Amt 10 000 Euro herausgerechnet, die für Einrichtungsgegenstände gedacht war. „Die Werkbänke und die Waschmaschine funktionieren noch“, so Schulleiterin Strüfing. Die Schulkonferenz habe sich auch einverstanden erklärt, die Schulhofgestaltung noch einmal zu verschieben. „Der Unterricht ist unsere Hauptaufgabe, den können wir dort nicht ordentlich umsetzen.“ Den Umbau des Schulhofs habe man unter anderem mit Geld aus Sponsorenläufen in der Vergangenheit bereits Stück für Stück angepackt.

Kredite in zwei Jahren abbezahlt

„Am Ende bleibt bei einer Fördersumme von 175 000 Euro ein Eigenanteil von 152 510 Euro für das Amt“, erklärte Habermann. Für die Schule laufen zwar noch Kredite, doch die seien 2019 abgezahlt. Das Projekt könne das Amt Meyenburg aus Eigenmitteln finanzieren, so Kämmerin Sigrun Kern. Für die Amtsausschussmitglieder war es keine Frage, dass die Sanierung umgesetzt werden muss.

Von Beate Vogel

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