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Schuttberg anstelle des Schulgebäudes

Gerdshagen Schuttberg anstelle des Schulgebäudes

Die Abrissarbeiten an der alten Schule in Gerdshagen gehen gut voran. Frank Albrecht, Vorarbeiter bei der Firma Baumec aus Groß Haßlow, erklärt, wie die einzelnen Bestandteile des Gebäude fürs Recycling vorbereitet werden. Die Gemeinde hat dafür 120 000 Euro zurückgelegt.

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Wie auf einer Festung mit Burggraben aus Schlamm steht der Bagger, der die Bestandteile im Schutt trennt.

Quelle: Beate Vogel

Gerdshagen. Nichts als Schlamm und Schutt finden sich an der Stelle, an der gut 30 Jahre lang die Schule in Gerdshagen (Amt Meyenburg) gestanden hatte. Wie auf einer Festung steht der Bagger, umgeben von einem Graben voller Schlamm. Seit etwa zwei Wochen ist hier die Firma Baumec aus dem Wittstocker Ortsteil Groß Haßlow im Einsatz. Abrissarbeiten gehören zu den Angeboten des Unternehmens, erklärt Vorarbeiter Frank Albrecht.

Mit dem Greifer hatten die Mitarbeiter der Firma zunächst die oberen Stockwerke abgetragen. Nun steht der Bagger auf dem Schuttberg über dem einstigen Kellergeschoss. „Das ist schon ungewöhnlich, dass der Keller sozusagen ebenerdig liegt“, findet Albrecht. Die Seitenwände des Kellers waren zum Park hin sanft aufgeschüttet, so dass die Schule wie auf einem kleinen Hügel stand.

Entkernt wurde das Gebäude schon im Frühjahr

Fein säuberlich zieht der Greifer Metallteile wie den Bewehrungsstahl aus den Betonbrocken und legt sie separat auf einem Haufen ab. „Alle Bestandteile werden getrennt und recycelt“, erklärt der Vorarbeiter. Die beauftragte Firma übernehme auch die Entsorgung, so Frank Albrecht. Entkernt sei das viergeschossige Gebäude bereits gewesen, das hatte eine andere Firma im Frühjahr übernommen.

Eigentlich sollte die Firma Baumec bereits im Frühjahr mit dem Abriss der Schule beginnen, dann habe sich das aber verzögert. Ungewöhnliche Vorkommnisse habe es bisher bei der Arbeit nicht gegeben, sie geht zügig voran.

Ein Rodelberg soll vielleicht dort entstehen

Seit knapp zehn Jahren bemüht sich die Gemeinde Gerdshagen zusammen mit dem Gemeindekulturverein, die Mitte des Ortes um das alte Gemeindehaus zu verschönern. So wurden der historische Park hergerichtet, die Mehrzweckhalle saniert und im Backhaus ein Treff eingerichtet.

An der 1983/84 errichteten Schule geschah all die Jahre nichts. Die Grundschule war 2003 wegen Schülermangels geschlossen worden. Seitdem stand sie leer. Der Abriss des Gebäudes ist das größte Projekt der Gemeinde Gerdshagen in diesem Haushaltsjahr. Über mehrere Jahre hinweg hatte die Kommune Rückstellungen gebildet, um die 120 000 Euro Gesamtkosten aufbringen zu können. Eine Idee für die Nachnutzung ist ein Rodelberg an der Stelle der Schule, der die Parkanlage komplettieren soll.

Von Beate Vogel

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