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Schutzwall für den Gewerbepark

Wittenberge Schutzwall für den Gewerbepark

850 000 Euro kostete sie, 60 Prozent davon bezahlt der Bund, 40 Prozent das Land. Nun ist die neue Hochwasserspundwand fertig, die das Veritas-Gelände in Wittenberge vor dem Wasser der Stepenitz schützen soll. Brandenburgs Landwirtschafts- und Umweltminister Jorg Vogelsänger kam am Freitag aus diesem Anlass in die Elbestadt.

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Vor der neuen Hochwasserspundwand stehen hier (v.l.n.r.) Ralf von Hagen, Oliver Hermann, Erich Schlotthauer, René Herrmann, Jörg Vogelsänger und Torsten Uhe.

Quelle: Foto: Atzenroth

Wittenberge. Das wird Ralf von Hagen nie vergessen: Als 2013 die Elbefluten Wittenberge bedrohten und auch auf den Veritas-Park zurollten, tat er als Verwalter des Gewerbeparks alles, um diesen zu retten. Sage und schreibe 220 000 Liter Wasser pro Minute mussten abgepumpt werden, um das Schlimmste zu verhindern. Dass dies gelang, ist ihm heute noch einen Dank an die vielen Helfer wert, zumal es allein aufwändig war, überhaupt passende Pumpen organisieren zu können. Und es ist für ihn ein Meilenstein dabei, die 200 Arbeitsplätze auf dem ehemaligen Nähmaschinengelände gerettet zu haben.

Nunmehr, drei Jahre später, wurde entlang des Stepenitzlaufs eine 285 Meter lange Spundwand zum Hochwasserschutz eingeweiht. Dafür war Minister Jörg Vogelsänger nach Wittenberge gekommen. Mit dabei waren unter anderem auch Landrat Torsten Uhe, Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann, von Hagen sowie René Herrmann, Wittenberger Niederlassungsleiter von Eggers Umwelttechnik, auf deren Gelände die Zeremonie stattfand.

„Davon können andere lernen“

Vogelsänger bezeichnete das neue Bauwerk als vorbildliche Maßnahme. Die Bauzeit habe unter einem Jahr betragen, „da können andere von lernen“. Die Wand schütze nun den Gewerbepark, denn Menschen brauchten Arbeit und Perspektive.

Die Kosten für die Hochwasserschutzmaßnahme haben insgesamt 850 000  Euro betragen. 60 Prozent davon hat der Bund übernommen und 40 Prozent das Land Brandenburg. Vogelsänger weiß aber auch, dass es im Hochwasserschutz immer noch einiges zu tun gibt – sein folgender Termin sollte ihn deswegen nämlich an die Oder führen. Und vor allem gehe es derzeit darum, nach den großen Strömen jetzt auch ihre Einzugsgebiete mehr zu schützen, wie zum Beispiel all die Gebiete, die nahe Wittenberge an der Stepenitz liegen. Uhe betonte, dass dies auch aus Sicht des Landkreises Prignitz ein guter Tag sei. 2013 habe es hier einen Zustand gegeben, der bedrohlich gewesen sei. Er hob dabei noch einmal von Hagens Verdienste daran hervor, dass nicht nur das Veritas-Gelände, sondern die ganze Stadt geschützt worden sei. In seiner Rede erwähnte Torsten Uhe auch, dass derzeit die Deichbauarbeiten bei Bälow weiter fortgeführt werden. Auch Bürgermeister Oliver Hermann freute sich aus Sicht der Stadt über die neue Spundwand und erinnerte an das Hochwasser vor drei Jahren. Sein Dank ging an die Firma Eggers, „ohne deren Knowhow wir abgesoffen wären“.

Von Bernd Atzenroth

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