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Prignitz Schweinefleisch mit regionaler Qualität
Lokales Prignitz Schweinefleisch mit regionaler Qualität
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15:19 21.02.2018
Ralf Remmert (l.), Geschäftsführer von Prignitzer Landschwein, erklärt der Agrarsekretärin Carolin Schilde (r.) detailliert die neuen Methoden zur Aufzucht der Schweine. Quelle: Fotos (2): Marcus J. Pfeiffer
Neudorf

Unter dem Motto „Regionales Qualitätsfleisch vom Fleischer aus Berlin und Brandenburg“ beweist der Betrieb Prignitzer Landschwein in Neudorf (Amt Groß Pankow) als mittelgroßer Produktionsbetrieb mit belegbaren und sichtbaren Schritten, dass Tierwohl und ein attraktiver Preis der Fleischprodukte eine erfolgreiche Allianz eingehen. Kosten senken, möglichst billig produzieren und viel Umsatz machen ist die Devise einiger untereinander konkurrierender Betriebe. Der Wettbewerb zu den Discountern rückt bei den ländlichen Unternehmen immer mehr in den Fokus.

Doch der Betrieb Prignitzer Landschwein mit der Neudorfer Fleischerei hat es sich auf die Fahnen geschrieben, das Tierwohl und die Qualität zusammenzubringen. Geschäftsführer Ralf Remmert entwarf dazu ein völlig neues Gesamtkonzept, das sich derzeit in der Probe befindet. Alle Maßnahmen aus dem Ende 2017 entworfenen Tierschutzplan des Landes Brandenburg fließen darin ein. Über die Möglichkeiten zur Umsetzung informierte sich am Dienstag Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde. „Ökologische und konventionelle Schweinehaltung muss es beiderseits geben“, so Schilde.

Neudorfer Betrieb hat sich für Tierschutzplan engagiert

Doch wenn man die Möglichkeit zu einer herkömmlichen Methode habe, solle man diese auch nutzen und den Rahmen dafür schaffen. Mit ihrem Besuch in dem Betrieb möchte sie vor allem darauf aufmerksam machen. Denn das Land Brandenburg hat Ende vergangenen Jahres als eines der ersten Bundesländer einen Tierschutzplan erarbeiten lassen. Einschließlich von Teilmaßnahmen werden in dem Plan mit dem Ziel, Verbesserungen in der Nutztierhaltung zu erreichen, über 140 Maßnahmen vorgeschlagen.

Der Betrieb aus Neudorf gehört zu denen, die sich 2017 bei der Erarbeitung des Tierschutzplans engagiert haben, gemäß dem Anspruch: Auch die konventionelle Schweinehaltung muss neue Wege gehen. In einer regionalen Vermarktung von hochwertigem Schweinefleisch sieht der Betrieb große Chancen. „Wir schufen eine gesamte Neuordnung, die sich immer weiter entwickelt. Wir wollten keine einzelnen Drehschrauben“, so Remmert. Schweine seien sehr sensible Tiere, umso behutsamer müsse man bei deren Haltung sein.

Schilde: „Die Tiere haben es gut“

Derzeit hält der Betrieb Prignitzer Landschwein 1400 Sauen. Sie verfügen über 500 Jungsauenaufzuchtplätze sowie 4500 Mastplätze. Der neue Abferkelstall bietet ein modernes Haltungskonzept mit viel Bewegungsfreiheit, Familiengruppenhaltung, Besamung ohne Kastenstand sowie Geschwistergruppen in der Aufzucht. „Die Tiere haben es gut. Somit wird die regionale Wertschöpfung erhöht“, sagt Carolin Schilde.

Aus einer ehemaligen DDR-Zuchtanlage heraus entstand vor zwölf Jahren der Betrieb mit einem möglichst geschlossenen System. So schließt sich gleich die Neudorfer Fleischerei mit 15 Läden in der Region und einem umfangreichen Sortiment an. Der gesamte Prozess sei ein langer Weg, denn auch die Verbraucher müssten umdenken. Denn nur Achtung und Anerkennung des Berufs sowie Wissen über deren Vorgehen bringe Interesse an den hochwertigen Produkten. „Ein gutes Gefühl beim Verbraucher lässt ihn einen höheren Preis dafür zahlen“, sagt Schilde.

Von Marcus J. Pfeiffer

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