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Schweizerin dirigiert Berliner Chorfrauen

Gesang in Mödlich Schweizerin dirigiert Berliner Chorfrauen

Franziska Welti, Schweizer Sängerin und Chorleiterin, dirigierte beim Auftritt der Berliner Chorfrauen in Mödlich. Es waren nicht nur Berliner Sängerinnen dabei.

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Das Neujahrskonzert mit Teilnehmerinnen aus drei Ländern unter der Leitung von Franziska Welti (l.) begeisterte die Zuhörer in der Mödlicher Kirche.

Quelle: Kerstin Beck

Mödlich. Für die einen ist das Neujahrskonzert der Anlass, am 1. Januar den Fernseher bereits kurz vor Mittag einzuschalten, für die andren aber der Grund dafür, am 2. Januar in die Lenzer Wische nach Mödlich zu kommen.

Bis auf den letzten Platz war die dortige Kirche dann am Nachmittag auch besetzt - trotz der recht frischen Temperaturen zwischen Altar und Gestühl und trotz der aufgestellten Heizkörper. Hier gab es unter der Leitung der renommierten Schweizer Sängerin und Chorleiterin Franziska Welti einen Auftritt der Berliner Chorfrauen. Wobei der Begriff „Berliner“ das aus interessierten singfreudigen Damen bestehende Ensemble nicht richtig ausdrückt: Die anwesenden Sängerinnen kamen aus England, der Schweiz sowie aus allen Teilen Deutschlands. Und so bunt zusammengesetzt wie die Chorgruppe war dann auch das mit Akribie, engagiertem Stimmeneinsatz sowie unverkennbarer Freude am Singen vorgetragene Programm: 19 Lieder aus Deutschland, Nord- und Südeuropa, Afrika, Russland und aus dem Kaukasusgebiet und als obligatorische Zugabe dann noch der nach Mozart intonierte Kanon „Alleluja“. Ganz besonders am Herzen lagen der hauptsächlich in Winterthur arbeitenden und mehrfach ausgezeichneten Künstlerin dabei Weisen von kaum bekannten Volksgruppen, wie der an der südöstlichen Schwarzmeerküste siedelnden sunnitischen Lasen etwa, deren Sprache vom Aussterben gefährdet ist.

„Denn ich sehe unser Konzert als eine wichtige Möglichkeit zur Völkerverständigung“, sagte Franziska Welti. Die Musik dieser teils in der Türkei und teils in Georgien lebenden Minderheit gilt als sehr leidenschaftlich, die viel über die Liebe erzählt. Und so wurden die beiden traditionellen lasischen Weisen „Kulanishi destane“ sowie „Ele mele kismeti“ auf ergreifend herkömmliche Art vorgetragen - und spontan mit großem Beifall des Publikums bedacht.

Und so wie die Zuhörer vom Konzert „einfach wunderbar“ beeindruckt waren, waren die Sängerinnen auch von der Mödlicher Kirche angetan, „die uns zum Singen hier einfach angeboten wurde, und wo wir jetzt schon das dritte Mal zum Neujahrskonzert auftreten.“

Nächste Berliner Frauen-Singewoche im September

„Ich sehe es als ein großes Geschenk an, dass wir hier auftreten dürfen“, meinte eine Frau aus Bielefeld.

Vielleicht wird es dieses „Geschenk“ bereits in acht Monaten wieder geben. Denn bereits für den Monat September ist unter dem Motto „Un poquito cantas“ wieder eine Frauen-Singe- und Übungswoche - buchbar bei einem Berliner Frauen-Reiseveranstalter - auf Burg Lenzen angekündigt. Deren Höhepunkt könnte dann sicherlich wieder ein Konzert in der Lenzer Wische in Mödlich sein.

Von Kerstin Beck

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