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Prignitz Schwofen mit den Schwestern
Lokales Prignitz Schwofen mit den Schwestern
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00:17 22.02.2017
Der Heimkasper-Chef Hans Peter Stein in seiner Paraderolle als bajuwarisches Tanzmädel beim Schuhplatteln. Quelle: Kerstin Beck
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Lenzen

Gar nicht so weitab vom Schützenhaus und dessen Karnevals-Glamour des LCC gibt es in Lenzen eine weitere karnevalistische Truppe, die kaum von sich reden macht: die Heimkasper. Deren Auftritte sind auf die am Volksplatz 4 gelegene Einrichtung „Lebenskreis“ beschränkt. Seit 24 Jahren gibt es diese Gruppe schon - und dazu existiert auch eine feste „Fangemeinde“ in der Stadt.

„Wir werden immer mal im Laufe des Jahres gefragt, ob und wann wir denn zum nächsten Karneval zu sehen sind, und da sagen wir dann, dass wir mit Gewissheit auftreten werden, und die Rentner freuen sich dann schon das ganze Jahr darauf“, sagt Petra Stein aus den Reihen der lustigen Truppe. Und „Nachwuchsprobleme“ gibt es hier nicht. „Bei unserem diesjährigen Programm sind zwei neue Akteurinnen mit dabei, es sind Cordula Hain und Erika Otto, die hier ehrenamtlich mitmachen“, erzählte die Heimkasper-„Chefin“ dazu.

Das bedarf einer Erklärung: Die Kasperletruppe rekrutierte sich von Anfang an aus den Reihen der aus Pflegepersonal und Schwestern bestehenden Lebenskreis-Angestellten. Lediglich der „Chef“ Hans Peter Stein gehört nicht zu der Crew - der 62 Jahre alte Lenzener ist als Lehrer an einer Schule beschäftigt.

Und immer steht die Revue, wie beim „großen Karneval“ nebenan, unter einem bestimmten Motto. Ob nun „Modenschau“, „Reise durch die Kontinente“ oder andere Entdeckungen, ein hoher Stimmungspegel und Lachtränen sind dabei garantiert. Wie auch beim diesjährigen Auftritt der elfköpfigen Garde, die am vergangenen Samstagnachmittag mit dem Slogan „Urlaub ist ein Muss, mit ’ner Kaffeefahrt im Bus!“ die mehr als 100 Zuschauer bei Kaffee und Kuchen bis hin nach Tirol entführte.

Dazu liefern die „Kasper“ auch die nötige Dekoration wie diesmal Busse und Koffer aus Pappe auf den Tischen, eine fröhliche, papierne Almwiese auf der Bühne samt den vielen Kostümen und Requisiten.

Und wenn man sich nach der Vorstellung im vergangenen Jahr bereits wieder Gedanken zur nächsten Aufführung macht, fallen auch die Ideen dementsprechend humorvoll aus: Da warteten „späte Mädchen“ auf den Bus, da tafelten zwei Tratsch-Tanten genüsslich „aber bitte mit Sahne“, da traten Cancan-Damen auf, da diskutierte ein Ehepaar über ihre ehelichen Bettprobleme und deren Lösung mit bunten Pillen und schicken, aber völlig unpassenden Dessous. Und überhaupt zeigte im Verlauf der „Reise“ ein „echtes bajuwarisches Mädel“ einen gekonnten Schuhplattler. Spätestens, nachdem sich „Fräulein“ Hans Peter Stein in den „alten Holzmichel“ verwandelt hatte, der zwar noch lebte, aber doch recht zahnleidend war, gab es kein trockenes Auge mehr.

„Mir macht es einfach Spaß, älteren Leuten Freude zu machen“, meinte der Verwandlungskünstler in einer Verschnaufpause. Dann ging es wieder weiter, denn der Bus war ja noch längst nicht am Ziel.

Von Kerstin Beck

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