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Prignitz Schönheitskur fürs Königsgrab
Lokales Prignitz Schönheitskur fürs Königsgrab
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10:18 21.01.2014
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Seddin

Trotz des neblig-nasskalten Wetters: Die weite Ebene rund um das Königsgrab Seddin (Groß Pankow) zieht den Besucher in ihren Bann. Kein Wunder, dass die bronzezeitlichen Menschen des ausgehenden 9. Jahrhunderts vor Christus diesen Ort für den Grabhügel ihres machtvollen Anführers gewählt haben. Mit 64 Metern Durchmesser und einer ehemaligen Höhe von zehn Metern ist das Königsgrab nicht nur markanter Punkt in der Landschaft, sondern auch der größte Grabhügel in Norddeutschland.

Heftige Proteste und sogar eine Petition im Internet, die immerhin knapp 450 Unterstützer fand, richteten sich gegen eine komplette Umgestaltung von Grabhügel und Landschaft. Die Umgestaltung sollte im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Archäologieparks stattfinden: Neben einer umfassenden Durchforstung des Baumbestandes rund ums Königsgrab war auch die Neugestaltung eines Sitzbereichs geplant – zum Entsetzen jener, die sich gegen die Umgestaltung wehrten.

Inzwischen ist die Umgestaltung einigermaßen weit fortgeschritten. Die Proteste sind inzwischen abgeflaut, denn das Konzept wurde verändert. „Im Gegensatz zu den geplanten Sitzgruppen aus Edelstahl wurde nun auf Stein zurückgegriffen“, sagt Katharina Zimmermann vom Tourismusverband Prignitz. „Das passt auch viel besser zur Atmosphäre.“ Noch sind die Sitzgruppen aus Granitblöcken nicht fertig, allerdings gibt es inzwischen einen offenporig befestigten Rundweg um den Grabhügel. Die Forst war bereits am Werk: Das Unterholz und einige Bäume sind entfernt, die Form des prägnanten Grabhügels wieder besser zu sehen. Auch wenn die Fällaktion für Kritik sorgte: Die alten, moosbewachsenen Bäume sind stehen geblieben und prägen auch weiterhin die Atmosphäre des Ortes. Zudem wurden die alten Feuerkuhlen, deren Zweck bislang unklar ist, für die Besucher gekennzeichnet.

Der Grabhügel wird Ausgangspunkt des „Archäologischen Parkes Seddin“, in dem bronzezeitliche Grabstätten, Kultplätze, Siedlungs- und Handwerksplätze der Umgebung für Besucher erschlossen werden sollen. Darüber hinaus ist ein Informationszentrum zur Bronzezeit geplant. „Das Gelände soll in weiteren Bauabschnitten touristisch, archäologisch und museal erschlossen werden“, sagt Ortrud Effenberger, Sachgebietsleiterin der unteren Denkmalbehörde beim Landkreis Prignitz. „Der nächste Schritt wird die Ausstattung mit einem Informationssystem sein.“ Für dieses Jahr ist zudem eine weitere archäologische Grabung geplant. Perspektivisch sollen weitere Punkte – etwa Grabhügel in der Umgebung – ins Konzept einbezogen werden.

Eines der bedeutendsten jungbronzezeitlichen Bodendenkmäler Brandenburgs

Das Königsgrab von Seddin ist eines der bedeutendsten jungbronzezeitlichen Bodendenkmäler im Land Brandenburg. Das Grab besteht aus einer neuneckigen, aus Findlingen errichteten Kammer. Sie wurde im September 1899 gefunden und ge öffnet – bei der Materialgewinnung für den Bau von Chausseen in der Prignitz.
In dem Grab befanden sich drei Urnen – eine Bronze-Amphore mit Leichenbrandresten eines Mannes sowie zwei weitere Gefäße, deren Inhalt von Experten als Leichenbrandreste jeweils junger Frauen eingeordnet wird. Hinzu kamen vier Tongefäße, ein Bronze schwert sowie zahlreiche kleine Grabbeigaben wie Beil und Meißel, Ringe, Rasiermesser, Nadel und Bronzeblechgeschirr.
Originale beziehungsweise Nachbildungen der Funde sind im Prignitz-Museum in Havelberg, im Schlossmuseum Wolfshagen, im Stadt- und Regionalmuseum Perleberg sowie im Archäologischen Landesmuseum im Paulikloster in Brandenburg (Havel) zu sehen.

Von Claudia Bihler

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