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Prignitz Sie steht für frischen Wind in Groß Pankow
Lokales Prignitz Sie steht für frischen Wind in Groß Pankow
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00:18 02.04.2016
Annett Röhl will frischen Wind im Groß Pankower Rathaus. Quelle: Foto: König
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Groß Pankow/Dannhof

Frau, vier Kinder, Haus und Hof, berufstätig, Feuerwehrmitglied und Gemeindevertreterin. Niemand kann sagen, dass sich Annett Röhl schont. Dennoch begegnen viele Groß Pankower der Linken-Politikerin aus dem Ortsteil Dannhof zunächst einmal mit ein wenig Skepsis. „Schafft sie das?“ Das überlagert zumindest am Anfang sogar die inhaltlichen Fragen“, sagt Annett Röhl. Sie hat ihren freien Tag. Den braucht sie auch, denn der Wahlkampf allein hält einen Kandidaten schon in Trab. Bei der 35-jährigen kommen die eingangs erwähnten Verpflichtungen noch hinzu. „Ich musste in meinem Leben schon oft beweisen, dass ich das kann und noch viel mehr“, sagt die Verwaltungsfachangestellte.

Parteipolitik interessiert die Einwohner der Gemeinde Groß Pankow mit ihrer großen Fläche und den viele Ortsteilen so gut wie gar nicht. „Hier auf dem Land ist eher wichtig, woher man kommt, was man macht, mit wem man verwandt ist“, sagt Annett Röhl. Dennoch ist sie Linken-Politikerin mit Leib und Seele und als solche stark an Gerechtigkeit interessiert. „Viele Bürger der Ortsteile aus dem Altkreis Perleberg sehen sich bei Investitionen benachteiligt“, sagt Annett Röhl. Als Gemeindevertreterin hat sie selbst an Entscheidungen mitgewirkt. Dass nicht jeder alles haben kann, ist ihr klar. „Aber als Bürgermeisterin will ich für den Ausgleich sorgen. Wenn eine Gemeinde oder ein Verein in einem Jahr nichts bekommen konnte, muss man dafür sorgen, dass es beim nächsten Mal anders langgeht“, sagt sie.

Die Kooperation von Groß Pankow mit Pritzwalk beim Standes- und Einwohnermeldeamt hält sie noch immer für vorteilhaft, „aber man darf die Bürger von Tangendorf, Tacken oder Baek nicht abhängen“, sagt sie. Busverbindungen orientieren sich dort noch immer nach Perleberg.

Die Wirtschaft fördern will die studierte Wirtschaftsingenieurin mit einfachen Mitteln. „Viele Firmen sind für sich allein genommen zu klein. Wenn sie sich zusammenschließen, könnten sie sich um Aufträge gemeinsam bewerben. Sie hofft, dass nach der Bürgermeisterwahl am Sonntag ein frischer Wind durchs Rathaus weht.

Persönliches: Annett Röhl hat Verwaltungsfachangestellte in Pritzwalk gelernt, ihr Fachabitur nachgeholt, Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Sie arbeitete im Möbelwerk Meyenburg und im Zahnradwerk Pritzwalk. Jetzt ist sie im Amt Putlitz-Berge tätig. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder.

Von Andreas König

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