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Der vorgezogene Jahreswechsel

Pritzwalk Der vorgezogene Jahreswechsel

Es ist in jedem Jahr das vorweggenommene Silvesterfeuerwerk: Wie immer am 28. Dezember kamen hunderte Pritzwalker am Donnerstagnachmittag zum Hagebaumarkt, um sich die neuesten Silvesterböller vorführen zu lassen. Und als Kulturbeitrag steuerten wie im Vorjahr Groß Pankower Grundschüler ihre Trommelkünste bei.

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Ja, ist denn schon Neujahr? Nein, drei Tage vor dem Jahreswechsel gab es in Pritzwalk wieder die Vorführung der neuen Kollektion an Feuerwerkskörpern.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Ja, ist denn schon Neujahr? Das mag sich der ein oder andere unbedarfte Bürger am Donnerstagnachmittag in Pritzwalk gefragt haben. Denn gegen 17 Uhr ging ein formidables Feuerwerk in die Höhe. 20 Batterien mit den unterschiedlichsten Formen und Farben erleuchteten den frühen Abendhimmel und die Gesichter der zahlreichen Zuschauer. Aber wer schon daran zweifelte, dass er sich mit dem Tag vertan hatte, kann beruhigt sein: Es handelte sich um nichts anderes als die alljährliche Vorführung der neuen Feuerwerkskollektion vor dem Pritzwalker Hagebaumarkt.

Die trägt immer mehr Züge eines kleinen Volksfestes, was man auch am leichten Verkehrschaos rund um die ganze Einkaufsmeile im Umfeld des Marktes während der Veranstaltungszeit ermessen kann. Die Besucher nutzten auch alle Kapazitäten auf den Parkplätzen der benachbarten Märkte.„Ich fühl mich wie an Silvester“, ließ denn auch DJ André Krull, der durch den Nachmittag führte, gleich mehrfach verlauten. Glühwein gab es natürlich auch wieder, und der kam bei durchaus kühler Witterung vielen Menschen gerade recht.

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Drei Tage vor dem Jahreswechsel wurden sdchon eimal in einer Schauvorführung vor dem Pritzwalker Hagebaumarkt die Knaller der Saison abgeschossen. Hunderte ließen sich das nicht entgehen. Sie bekamen als I-Tüpfchen noch ein Trommelprogramm der Grundschule Groß Pankow geboten.

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Auch in diesem Jahr ging es mit einem Kulturbeitrag los. Dafür waren erneut die Kinder der Grundschule Groß Pankow gewonnen worden. Doch war diesmal bei dem Auftritt alles anders. „Wir sind inzwischen um einiges gewachsen“, erzählte der betreuende Lehrer Roland Demgensky. Waren es im vergangenen Jahr noch 17 Mülltonnen, auf denen alle möglichen bekannten Lieder getrommelt wurden, so warteten viel mehr Mädchen und Jungen diesmal mit 43 Tonnen auf, die auf dem zur Verfügung stehenden Platz gerade so aufgestellt werden konnten. „Das ist bei den Kindern dermaßen gut angekommen, dass es ein Selbstläufer geworden ist“, berichtet Demgensky erfreut. Dabei sind die Trommler aus dem vergangenen Jahr gar nicht mehr dabei. Aber es sind so viele aus vielen Klassen dazu gekommen, dass das ganze Ensemble sich enorm vergrößert hat, was auch für ein größeres Besucheraufkommen sorgte, weil Eltern und Großeltern auch dabeisein wollten. Begünstigt wurde dies dadurch, dass nach einem Auftritt in Groß Woltersdorf ein Sponsor weitere 25 Tonnen spendiert hatte, darunter zwei riesige, die verschiedene Farben tragen und unterschiedlich klingen. Eine halbe Stunde lang trommelten sich die Schüler mit ihren Händen oder Holzstöcken auf den gelben und grünen bunt verzierten Tonnen durch das reiche Repertoire, das vom „Flieger“ über One Republic bis zu „We will rock you“ in der Zugabe reichte.

Auf Mülltonnen sorgten etwa 50 junge Trommlerinnen und Trommler von der Grundschuzle Groß Pankow für die rhythmische Begleitung bei einer Feue

Auf Mülltonnen sorgten etwa 50 junge Trommlerinnen und Trommler von der Grundschuzle Groß Pankow für die rhythmische Begleitung bei einer Feuerwerksvorführung in Pritzwalk.

Quelle: Bernd Atzenroth

Dann begann das, worauf offenbar halb Pritzwalk gewartet hatte: Die erste Batterie ging in die Luft. Was folgte, war ein etwa 20 Minuten langes Feuerwerk, bei dem alle Register gezogen wurden. Dass etwa doppelt so viele Zuschauer da waren wie 2016, wie es Krull gesehen haben will, stimmt vielleicht nicht ganz. Aber der Platz vor dem Markt war rappelvoll mit Menschen, und selbst auf der anderen Seite der angrenzenden Straße drängte sich auf dem Bürgersteig die Zuschauerschar. Für die Sicherheit sorgten nicht nur die Feuerwehrmänner beim Abbrennen des Feuerwerks. Als sich die Böller in Luft aufgelöst hatten und das Publikum begann, den Platz zu verlassen, versuchte es dann ein Pritzwalker doch noch mit dem Scherz des Tages und wünschte laut „Prost Neujahr!“

Von Bernd Atzenroth

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