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Singschwan beschossen

Freyenstein Singschwan beschossen

Ein schwer verletzter Singschwan wurde am Sonnabend auf dem Areal des Gasthofes Hirschhof in Freyenstein gefunden. Er hatte tiefe Bisswunden. Erst bei einer Röntgenuntersuchung stellte sich heraus, dass auf den Vogel geschossen worden war. Er erlag inzwischen seinen Verletzungen.

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Singschwan beim Abheben von der Wasseroberfläche.

Quelle: Pleul

Freyenstein. Wieder Schüsse auf einen Singschwan: Am späten Sonnabendnachmittag wurde ein schwer verletzter Singschwan auf dem Gelände des Hirschhofes in Freyenstein gefunden. „Das am Bauch blutende Tier leistete keine Gegenwehr, als es zwischen Strohballen getrieben worden war und keine Chance mehr hatte zu fliehen“, sagt Angie Löblich von der Wildtierauffangstation in Struck (Prignitz). Zunächst habe alles nach einer Bissverletzung ausgesehen, die sich auch bis auf den Rücken zog. Erst beim Röntgen in der Tierklinik in Pritzwalk habe sich herausgestellt, dass auf den Vogel geschossen wurde, denn es fanden sich sechs Schrotkugeln im Inneren des Körpers.

Schwan konnte sich nicht mehr wehren

„Das wäre gar nicht aufgefallen, wenn der Schwan nicht geröntgt worden wäre.“ Angie Löblich schätzt das Alter der Verletzungen auf ein bis zwei Tage. Ihrer Meinung nach muss der Schwan zunächst beschossen und dann von einem Raubtier angefallen worden sein. Durch die Schussverletzung war der Schwan so geschwächt, dass er sich kaum wehren konnte. Daher die Biss-Spuren. Der Schwan war nicht mehr zu retten. Er verendete inzwischen. Angie Löblich schließt es nahezu aus, dass ein Singschwan aus Versehen ins Visier eines Jägers kommen kann, denn diese Vogelart sei an der gelben Schnabelwurzel gut zu erkennen.

Tier könnte verletzt aus Osteuropa gekommen sein

Bereits im Januar hatte es bei Laaske nahe Putlitz Schüsse auf Singschwäne gegeben. Der Schütze konnte nicht ermittelt werden. Wo im aktuellen Fall auf das Tier gefeuert wurde, ist nicht zu sagen, denn es kann trotz der Verletzung noch eine gewisse Strecke zurückgelegt haben. Ornithologe Jürgen Kaatz hält es sogar für möglich, dass der Vogel in Osteuropa angeschossen wurde, weil die meisten Singschwäne von dort kommen, um hier zu überwintern. Oftmals komme es durch die Jagd mit Schrot dazu, dass neben einem tödlich getroffenen Vogel noch weitere Tiere Kugeln abbekommen und erst später an Bleivergiftung sterben. „Wer mit Schrot jagt und das in Kauf nimmt, geht nicht ehrenwert mit Tieren um. Vielleicht wissen es auch manche Jäger gar nicht“, sagt Jürgen Kaatz.

Von Björn Wagener

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