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Smileytafel soll mal Tempo messen

Anwohner der Pritzwalker Schlachthausstraße sind unzufrieden Smileytafel soll mal Tempo messen

Der Zustand der Pritzwalker Schlachthausstraße verärgert die Anwohner schon lange. Nach einem kurzzeitigen Tempo-30-Versuch wünschen sie sich jetzt auf der Haupteinfahrtsstraße in die Stadt eine Geschwindigkeitsmesstafel. Die soll nach Angaben von Vizebürgermeister Ronald Thiel kommen – aber nur vorübergehend.

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Frank Gragert am Rand der viel befahrenen Schlachthausstraße in Pritzwalk. Er fordert für die Straße Tempo 30.

Quelle: Foto: Andreas König

Pritzwalk. Frank Gragert ärgert sich nicht zum ersten Mal über den Zustand der Schlachthausstraße, in der er und seine Familie wohnen. Die viel befahrene ehemalige Bundesstraße dient vielen Verkehrsteilnehmern als Schnelltrasse. Die Anwohner fürchten um die Sicherheit ihrer eigenen Kinder und all derer, welche die Straße zum Beispiel für den Schulweg zum und vom Gymnasium benutzen.

Im vergangenen Jahr keimte ein wenig Hoffnung auf, als die Höchstgeschwindigkeit in der Schlachthausstraße quasi über Nacht auf 30 Kilometer pro Stunde herabgesetzt wurde. Doch von einer dauerhaften Temporeduzierung konnte keine Rede sein. Das Tempo-30-Schild diente lediglich dazu, Bauarbeiten vorzubereiten. Dass die dann noch gar nicht beginnen konnten, weil die Baugenehmigung abgelaufen war, ist inzwischen vergessen. Der harte Übergang zwischen dem asphaltierten Abschnitt und dem Kopfsteinpflaster ist geglättet, es gibt eine Querungshilfe und in der ­ganzen Straße herrscht wieder Tempo 50.

„Das ist eindeutig zu viel“, findet Frank Gragert. Inzwischen ist er Vater eines dritten Kindes geworden – eines Jungen – und wünscht sich mehr denn je, dass in die Schlachthausstraße mehr Ruhe einzieht. „Es kann ja nicht die Lösung sein, dass die einseitig parkenden Pkws zur Verkehrsberuhigung beitragen müssen“, sagt der Pritzwalker. Das habe nämlich so gut wie keinen Effekt. Im Gegenteil, „meiner Meinung nach wird mehr gerast als vorher“, sagt Frank Gragert. Die Folge sind Zusammenstöße, die bisher zum Glück mit Blechschaden abgingen. „Meinen Außenspiegel hat mir schon jemand abgefahren“, ärgert sich Frank Gragert.

Für ihn ist der Fall klar: In der Schlachthausstraße müsste Höchst-Tempo 30 angeordnet werden. „Ich habe echt Angst um unsere Kinder und die der anderen“, sagt Frank Gragert.

Vizebürgermeister Ronald Thiel sieht aktuell keinen Handlungsspielraum für die Stadt: „Wir haben die Straße ausgebessert und mit einer Querungshilfe versehen, mehr können wir nicht tun“, sagt er. Ein Erlass von Verkehrsminister Dobrindt, wonach Straßen mit Altenheimen, Krankenhäusern oder Schulen auf Tempo 30 heruntergestuft werden können, greife im Fall der Schlachthausstraße nicht, weil es diese Einrichtungen dort nicht gibt. „Wo bleibt eigentlich diese Geschwindigkeitsmesstafel der Stadt?“, fragt sich Frank Gragert. Damit könnte man zu schnell fahrenden Fahrzeugführern zumindest moralisch heimleuchten, ist er überzeugt. „Der Einsatz der Smileytafel ist auch in der Schlachthausstraße geplant“, sagt Ronald Thiel. Voraussichtlich im ersten Halbjahr soll sie aufgestellt werden, aber nur vorübergehend. Wenn die Messungen ständige Überschreitungen ergeben, müsse man das Thema neu angehen.

Von Andreas König

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