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Prignitz So funktioniert die Rettung aus großer Höhe
Lokales Prignitz So funktioniert die Rettung aus großer Höhe
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13:04 30.09.2016
Die Rettung aus schwindelerregender Höhe wurde am Donnerstag an einem Windrad bei Putlitz geprobt. Quelle: Julian Stähle
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Putlitz

Was passiert, wenn sich ein Arbeiter in mehr als 100 Meter Höhe an einem Windrad verletzt und er dann aus dieser schwindelerregenden Höhe geborgen werden muss? Für die Höhenrettung müssen die hiesigen Katastrophenschützer um Amtshilfe bei der Technischen Einsatzeinheit der Landespolizei in Potsdam ersuchen. Nur dort gibt es Höhenretter. Eigentlich sind sie Polizeitaucher, aber ihrer Fitness wegen werden sie nunmehr auch für die Höhenrettung eingesetzt. Wie so etwas abläuft, muss geübt werden. So wie am Donnerstag an einem Windrad in der Nähe von Putlitz, wo ein Windkraftbetreiber seine Anlage für eine solche Übung zur Verfügung stellte.

Hier lassen sich die Dimensionen der Aktion gut ermessen. Quelle: Julian Stähle

Es war die erste derartige gemeinsame Übung von Polizei und Feuerwehr. Und ein solcher Einsatz ist ja auch durchaus heikel. Schließlich musste der „Verletzte“ aus dieser großen Höhe abgeseilt werden. Auch der Rettungsdienst war natürlich zur Übung vor Ort. Im Ergebnis waren alle Beteiligten zufrieden – so sieht es jedenfalls Volker Lehmann, beim Landkreis Prignitz im Brand- und Katastrophenschutz für die Koordination von Ausbildung und Technik zuständig: „Das hat allen etwas gebracht. An der ein oder anderen Stelle besteht aber auch noch Nachbesserungsbedarf.“ Geübt wurde in zwei Durchgängen. Zunächst ging es um die Rettung im Turm und danach um die Rettung an der Außenseite. „Alle Höhenretter, die wir hatten, waren eingebunden“, erzählte Volker Lehmann. Er freut sich allein deswegen über diese Übung, weil sie sich nicht beliebig oft wiederholen ließe.

Es war die erste Übung dieser Art in der Prignitz. Quelle: Julian Stähle

Die Konzeption für einen solchen Einsatz, für den es bislang glücklicherweise noch keinen Ernstfall gab, hat Fred Dumke geschrieben, seines Zeichens Leiter der Technischen Einsatzeinheit. „Die ganze Sache ist vor drei Jahren ins Rollen gekommen“, erklärt er auf MAZ-Nachfrage. Die Ausbildung von Höhenrettern ist auch Bestandteil eines Kooperationsvertrages mit der Firma Vattenfall, die selbst 60 Höhenretter hat, von denen übrigens auch in Putlitz welche dabei waren. Überhaupt ist ein jährlicher Satz von 72 Stunden für Übungen und Einsätze Pflicht. Zum Einsatz kommen in der Regel Vierertrupps, wobei zehn Helfer dafür die nötige Ausbildung haben. Die Einsatzpalette von Fred Dumkes Einheit ist breit gestreut. Schließlich liegt ihr Hauptbetätigungsfeld eher in der Tiefe: So musste der Trupp in diesem Jahr zum Beispiel aus einem 13 Meter tiefen Brunnen Leichenteile bergen. Sie halfen auch schon Kriminaltechnikern in die Tiefe, damit diese dort ihre Arbeit machen konnten, und sorgten auch schon einmal für die Sicherheit des Außenministers. Aber sie sind an anderer Stelle auch schon in die Höhe gegangen, etwa um Plakate von Häusern abzunehmen.

Auch von der Ausrüstung her müssen die Helfer absolut höhentauglich sein. Quelle: Julian Stähle

Von Bernd Atzenroth und Julian Stähle

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