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So wird die Zeitung gemacht

Tag der offenen Tür So wird die Zeitung gemacht

Redaktionsdesk, Kundencenter, Reporterbüros – am Mittwoch konnten Leser und Interessierte einen Einblick in die Arbeit gewinnen, die im Medienhaus Neuruppin geleistet wird. Dort entstehen vier Lokalausgaben der MAZ und der Wochenspiegel. Neben Information gab es für die 200 Besucher auch viel Unterhaltung.

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Redakteurin Juliane Becker zeigt den Besuchern, wie die Zeitung produziert wird; im Hintergrund Kathrin Gottwald.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Mit einer Mischung aus Unterhaltung und Information lockte der MAZ-Regionalverlag Prignitz-Ruppin am Mittwoch viele Interessierte und treue Leser ins Medienhaus nach Neuruppin zum Tag der offenen Tür. Rainer Boddin etwa ist eigens aus der Prignitz gekommen, um zu erfahren, wie die MAZ entsteht. Der Langnower bedankte sich persönlich bei den Zeitungsmachern mit Weihnachtsblume und -karte für den Tag der offenen Tür.

Hier, in der Schaltzentrale der lokalen Zeitungsproduktion, wurde noch fleißig an der Donnerstagsausgabe gearbeitet, während die 200 Besucher immer wieder in geführten Gruppen den Redakteuren bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen konnten. Redaktionsgeschäftsführerin Kathrin Gottwald erklärte ihnen, wie die Lokalseiten geplant werden, wie das neue Redaktionssystem Eidos funktioniert und dass der Redaktionsschluss eine „heilige Zeit“ für die Reporterteams ist. Einige MAZ-Leser hatten noch eine ganze Reihe von Fragen, der 89-jährige Karl Hintze zum Beispiel, der mit wachem Interesse an der Führung teilnahm.

Ein Blick auf die Zeitung von morgen

Ein Blick auf die Zeitung von morgen.

Quelle: Peter Geisler

Verlagsgeschäftsführer Christian Koletzki und Christina Zahn hatten den vielen Interessierten schon einen Einblick in die anderen Abteilungen des Medienhauses in Neuruppin gegeben. Das Kundencenter für MAZ und Wochenspiegel im Erdgeschoss zum Beispiel, wo Anzeigen entgegengenommen und Fragen beantwortet werden. Auch Tickets kann man hier erwerben.

Direkt nebenan wird der Wochenspiegel produziert. Immerhin 96 000 Exemplare der drei verschiedenen Ausgaben liegen samstags in den Briefkästen. „Warum kommt der Wochenspiegel nicht mehr mittwochs, sondern samstags?“, wurde gefragt. Christian Koletzki erklärte dies: Alle größeren Werbekunden wünschen sich den Samstag als Erscheinungstag. Auch MAZ-Leserin Lilo Gericke mag nicht unbedingt Reklameberge in der Zeitung. Aber nachdem ihr Christian Koletzki erklärt hatte, warum das so ist, zeigte sie dafür volles Verständnis: Die Zeitung wäre nämlich sonst fünf bis sechs Mal teurer.

Volontärin Luise Fröhlich, Korrektorin Elisabeth Niering und Anke Baumann vom Kundencenter

Volontärin Luise Fröhlich, Korrektorin Elisabeth Niering und Anke Baumann vom Kundencenter.

Quelle: Peter Geisler

Sehr interessant waren auch die Ausführungen von Guido Fischer über die Zustellung der MAZ. Etwa 80 Zusteller bringen die Zeitung im Altkreis Neuruppin in die Haushalte, während in den Bereichen Kyritz, Wittstock und Prignitz 200 Zusteller im Einsatz sind. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir diese Menschen haben, die die Zeitung zustellen“, lobte Fischer. Einige Fakten merkten sich die Besucher besonders. Sie waren die richtigen Antworten im MAZ-Weihnachtsquiz. Der fünfjährige Glücksengel Sophia loste die Gewinner aus: Je zwei Freikarten für ein City-Konzert gewannen Dagmar Müller aus Neuruppin und Gerhild Rembges, ebenfalls aus Neuruppin. „Das hat sich doch gelohnt, herzukommen und mitzumachen“, freute sich Gerhild Rembges. Hermann Schröder aus Kyritz gewann ein Udo-Jürgens-Buch, während Helga Knothe aus Neuruppin jetzt einen Kunstkalender besitzt.

Redaktionsgeschäftsführerin Kathrin Gottwald an ihrem Arbeitsplatz

Redaktionsgeschäftsführerin Kathrin Gottwald an ihrem Arbeitsplatz.

Quelle: Peter Geisler

Doch es gab nicht nur Information. Christel Weimar trug Märchen und Geschichten aus der alten Grafschaft Ruppin vor, aus einem Band, den Matthias Zágon Hohl-Stein und seine Frau Julia gestaltet haben. Zuvor schon hatten die Fontane-Knirpse im Kundencenter „Schneeglöckchen, Weiß Röckchen gesungen“. Als Dank für diese kleine Darbietung hatte Christel Weimar auch für sie eine kleine Geschichte gelesen.

Hatten ihren Spaß

Hatten ihren Spaß: Die Fontane-Knirpse und der Weihnachtsmann.

Quelle: Peter Geisler

Direkt am Eingang wurden die Gäste vom Weihnachtsmann und einem Weihnachtsengel empfangen. Auf dem Hof des Verlagshauses tönte derweil weihnachtliche Musik. Den ganzen Nachmittag über gibt es hier Bratwurst, Buletten und Glühwein. Im Keller hatten Mitarbeiterinnen des Verlags ein gigantisches Kuchenbuffet aufgebaut, von dem viele Gäste schlichtweg begeistert waren, etwa die alteingesessenen Neuruppinerinnen Lilo Gericke und Edeltraud Reuter. Doch treue Leser kamen nicht nur wegen des Kuchens, wie zum Beispiel Renate Nehls betonte. Für sie war der Tag der offenen Tür ein fester Termin, weil sie mehr über ihre Zeitung wissen wollte. Denn ein Frühstück ohne Zeitung gibt es für sie nicht.

Von Bernd Atzenroth

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