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Prignitz Solaranlage in der Kiesgrube steht
Lokales Prignitz Solaranlage in der Kiesgrube steht
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00:17 17.10.2016
Die Solarmodule der Firma IBC Solar stehen in der Kiesgrube. Nun fehlt noch der Netzanschluss. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Knapp zehn Hektar Fläche bedecken die blauen Solarmodule der Firma IBC Solar aus dem bayerischen Bad Staffelstein in der Kiesgrube nördlich von Meyenburg. Damit gehen die Bauarbeiten auf dem Gelände dem Ende entgegen, sagt Projektleiter Andreas Döpp. Baubeginn war Anfang September. „Mit der Hardware sind wir jetzt fast am Ende.“ IBC wird auch der Betreiber sein.

Was fehlt, ist der Netzanschluss. „Wir planen einen Einspeisepunkt südlich von Krempendorf“, erklärt er. Das bedeutet, dass IBC Solar sieben Kilometer Leitung verlegen muss, um die zu erwartende Strommenge von 7,5 Megawatt ins Netz einspeisen zu können. Ziel ist, noch in diesem Jahr ans Netz zu gehen. „Realistisch ist aber eher der Januar“, so Projektleiter Döpp. Denn Tiefbauarbeiten seien natürlich witterungsabhängig.

Illegale Müllablagerung endete

Bereits zu Jahresbeginn hatte die Solarfirma angefangen, das Areal am Waldrand für die Errichtung der Photovoltaikanlage vorzubereiten. Das Gelände hatte sich im Laufe der Jahre zu einer illegalen Müllkippe entwickelt: Die Baufirma fand hier nicht nur Gartenabfälle, sondern auch Schutt, Autoreifen, Farbreste und vieles mehr. „Das ging noch während der Bauphase so weiter“, erzählt Andreas Döpp. Erst, als das Gelände eingezäunt war, hörten die illegalen Müllablagerungen auf. „Damit werten wir die Fläche mit unserem Projekt auf“, so der IBC-Mitarbeiter.

Auch die von der unteren Naturschutzbehörde geforderten Ausgleichsmaßnahmen tragen zu einer Aufwertung der Kiesgrube bei: Nachdem die Schadstoffe entsorgt waren, ließ IBC Solar an den Hängen etliche Biotope für Eidechsen anlegen. An der Ostseite entstand zudem ein Feuchtbiotop, in dem sich Lurche wohlfühlen können. „Diese Ausgleichsmaßnahmen sind aber üblich“, erklärte Andreas Döpp.

Ziel sind 400 Megawatt pro Jahr

Für IBC Solar, die seit 1982 in der Branche tätig ist, sei die Anlage in der Kiesgrube die erste gewesen, die nach dem neuen Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur umgesetzt wurde. Photovoltaik-Freiflächenanlagen müssen seit 2015 über die Bundesnetzagentur ausgeschrieben werden. Ziel ist, im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einen Zubau von Freiflächenanlagen in Höhe von rund 400 Megawatt pro Jahr zu erreichen. Als Gebotsmenge gilt die Stromleistung, die eine Anlage produzieren soll.

„Wir wollen uns auch beim Landkreis, bei der Amtsverwaltung und bei der Stadt bedanken, dass alles so rasch bearbeitet wurde.“ Immerhin hatte die Kiesgrube, bevor die Stadt Meyenburg die Planungshoheit bekommen hat, aus dem Bergrecht entlassen werden müssen. Erst dann konnte sie im Teilflächennutzungsplan als „Sondergebiet Photovoltaik“ ausgewiesen und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Dass mehrere Verfahren parallel abliefen, beschleunigte das Vorhaben erheblich.

Von Beate Vogel

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