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Solarparkbetreiber entschuldigt sich

Wutike Solarparkbetreiber entschuldigt sich

Mit seiner Standortwahl für eine Stromübergabestation hat der Betreiber des Solarparks Dahlhausen die Gemeinde Gumtow überrascht. Für den Platz direkt am Wutiker Ortseingang gab es keine Absprachen. Nun sollen die Gemeindevertreter entscheiden, ob die Station dort bleiben kann. Immerhin hat sich das Unternehmen entschuldigt.

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Der Elektrokasten des Anstoßes am Wutiker Ortsrand.

Quelle: Alexander Beckmann

Wutike. Davon wurden die Wutiker dann doch etwas überrascht. Sie wussten zwar, dass der Solarpark Dahlhausen am Ortsrand eine Übergabestation für Strom errichten wollte – es gab auch entsprechende Absprachen, doch dann lief einiges anders als erwartet.

„Die Station sollte eigentlich weiter hinten stehen, auf den Wiesen“, sagt Ortsvorsteherin Helga Scheibner auf Anfrage. „Aber da ist es ja so nass.“ Das ausführende Unternehmen entschloss sich jedenfalls kurzfristig, die Anlage direkt an die Straße vorm Ortseingang zu stellen.

„Die Gemeinde war über diesen geplanten Standort zuvor nicht informiert worden“, heißt es in einer Beschlussvorlage, mit der sich jetzt die Gemeindevertreter in Gumtow befassen. Wenn jemand öffentliche Flächen nutzen will, ist zumindest so eine Information natürlich Pflicht. Die Gemeindeverwaltung stellt darüber hinaus klar: „Zur Regelung der damit verbundenen Fragen ist ein Gestattungsvertrag zwischen der Gemeinde und dem Vorhabenträger abzuschließen.“

Stromübergabestation sollte eigentlich an anderem Standort stehen

Da der Betonkasten für die Elektrotechnik nun schon mal an dem vom Unternehmen gewünschten Standort steht und da auch nicht weiter stört, will man den Vertrag ausnahmsweise nachträglich unterzeichnen – falls die Gemeindevertreter zustimmen. Immerhin, so heißt es aus der Gemeindeverwaltung, habe sich der Solarparkbetreiber für sein Vorgehen entschuldigt.

Und er bietet Wiedergutmachung an. Zum einen soll der Wutiker Ortsbeirat Vorschläge zur Gestaltung der Übergabestation unterbreiten dürfen. Das könnte auf eine Bemalung hinauslaufen wie bei vielen Trafostationen der Edis. Auch bei Einfriedung und Bepflanzung bestehe Verhandlungsspielraum. Zudem stellt der Solarpark eine Spende im mittleren vierstelligen Bereich für Wutike in Aussicht. Der Ortsbeirat soll über die Verwendung entscheiden.

Solarparkbetreiber bietet Wiedergutmachung an

Ortsvorsteherin Helga Scheibner hat gegen den veränderten Standort der Elektrostation prinzipiell wenig einzuwenden – auch angesichts der Zugeständnisse des Unternehmens: „Das bringt ja was fürs Dorf.“

Die Angelegenheit wird am kommenden Dienstag, dem 13. Februar, um 19 Uhr Thema der Hauptausschusssitzung in der Gumtower Gemeindeverwaltung sein, allerdings unter hinter verschlossenen Türen. Öffentlich geht es an diesem Abend vor allem um den Gemeindehaushalt 2018. Die Entscheidung fällt bei der Gemeindevertretersitzung am 6. März.

Von Alexander Beckmann

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