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Prignitz Solarparkverfahren laufen parallel
Lokales Prignitz Solarparkverfahren laufen parallel
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02:15 31.01.2016
Nach wie vor laden Bürger ihren Müll illegal in der Kiesgrube ab. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Im Oktober soll die in der Meyenburger Kiesgrube geplante Solaranlage ans Netz gehen. Bis dahin ist allerdings noch eine ganze Menge zu tun. Über den aktuellen Stand des Projektes informierten die Projektplaner am Mittwochabend in der öffentliche Sitzung des städtischen Bau- und Wirtschaftsausschusses.

Die Firma IBC Solar aus Bad Staffelstein hatte nach dem so genannten Freiflächenausschreibungsverfahren den Zuschlag für das Gelände erhalten, erklärte Projektentwicklerin Antje Gärtner am Donnerstag am Rande einer Vor-Ort-Begehung. „Das heißt, dass wir die Planungen innerhalb von 18 Monaten umsetzen müssen.“ Ein straffes Programm, räumt sie ein. Geplant ist auf etwa zehn Hektar Fläche eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 7,5 Megawatt, die die IBC Solar nicht nur plant und baut, sondern später auch betreiben will. Etwa ein Drittel der Fläche dient Artenschutzmaßnahmen und wird nicht mit Modulen belegt.

Derzeit sei das Unternehmen in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Prignitz dabei, die geforderten Artenschutzbestimmungen umzusetzen. Gärtner: „Die Biotope sollen möglichst im Februar fertiggestellt werden.“ Dazu gehöre die Beräumung und Bereinigung des Geländes. Es werden Böschungen angeglichen, ein kleines Gewässer angelegt und Steinhaufen aufgehäuft. Diese sollen als Rückzugsort für die Zauneidechsen dienen. „Einen Teil der Tiere haben wir schon im Herbst umgesiedelt, wenn die Winterruhe vorbei ist, folgen die nächsten“, sagt Antje Gärtner.

Als sehr problematisch haben sich die Beräumungsarbeiten erwiesen. Was belastet ist, muss entsorgt werden. Bekanntlich nutzen etliche Bürger die ehemalige Kiesgrube als Müllhalde, was illegal ist. „Und wir fahren mitunter drei Hänger voll Müll ab und am nächsten Tag liegen zwei neue Haufen da“, schildert die Projektentwicklerin. Deshalb sei eines der nächsten Ziele, einen Zaun um die Fläche zu errichten. Über Grundwassermessstellen wird das Gelände laut Antje Gärtner regelmäßig beprüft.

Damit der straffe Zeitplan eingehalten werden kann, laufen nun bereits mehrere Verfahren parallel. „Wir sind jetzt schon in der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange“, erläuterte Meyenburgs Bauamtsleiterin Uta Nebert. Schon am 9. März sollen die Stadtverordneten über den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den Flächennutzungsplan befinden. Der Bebauungsplan wird im Nachgang verabschiedet.

Derzeit liegt auf der Fläche noch das Bergrecht, weshalb die Kommune eigentlich gar keine Planungshoheit hat. „Wir bereiten aber in enger Abstimmung mit der Bergaufsicht alles vor“, so Nebert. Die Kiesgrube wird aus dem Bergrecht entlassen, wenn sie unter anderem von den Schadstoffen beräumt wurde. In den vergangenen Jahren waren hier rund 3000 Kubikmeter illegal abgekippter Müll gefunden worden.

Von Beate Vogel

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