Solarpläne an der Bahn bei Wutike
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Prignitz Solarpläne an der Bahn bei Wutike vorgestellt
Lokales Prignitz Solarpläne an der Bahn bei Wutike vorgestellt
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00:37 10.03.2018
Solarmodule, ähnlich wie diese an der A 24, könnten bei Wutike aufgestellt werden. Quelle: Beate Vogel
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Wutike

Die Pläne für eine Photovoltaikanlage wurden am Dienstagabend bei der Gemeindevertretersitzung in Gumtow vorgestellt. Sie soll an der Bahnstrecke in der Gemarkung Wutike an der Grenze zur Gemarkung Rosenwinkel entstehen.

Geplant sei eine Drei-Flächen-Photovoltaikanlage mit 7,5 Kilowatt Peak (kWp) auf 1,09 Hektar Fläche, war von Erik Heyden zu erfahren. Er ist Projektentwickler bei der Firma Naturstrom aus Düsseldorf, die als Investor für die Anlage steht.

Module an der Bahnlinie

Die Module sollen im sogenannten 110-Meter-Streifen entlang der Bahnlinie aufgebaut werden. Die Installation von 2418 Platten ist laut Planzeichnung vorgesehen. Für die seiner Meinung nach verhältnismäßig kleine Anlage müsste die Gemeinde laut Heyden nur einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen. „Der ist Grundlage für den Bau der Anlage“, erklärte Heyden.

Warum gerade an dieser Stelle? Das wollten die Gemeindevertreter wissen. Heyden sagte „Weil der Bau solcher Anlagen nur noch an bestimmten Stellen wie entlang von Autobahnen, Bahnstrecken, auf Deponien oder Konversionsflächen erlaubt ist.“

Gefragt wurde auch, ob die Einwohner von Wutike schon über das Vorhaben informiert wurden? „Bisher nicht“, sagte Ortsvorsteherin Helga Scheibner. Sie habe sich zunächst allein mit dem Ansprechpartner vor Ort der Firma Naturstrom, Dieter Fellerhoff, darüber verständigt. Die Ortsvorsteherin will zeitnah eine Einwohnerversammlung einberufen, bei der sie die Pläne vorstellt.

Ortsvorsteherin sieht keine Bedenken

Sie selbst hat keine Bedenken, da die Anlage außerhalb von Wutike steht und ihrer Meinung nach sehr klein ist. Die Größe sei gewählt worden, weil dafür keine öffentliche Auslegung notwendig ist. Zudem gehöre es zur Unternehmensphilosophie. „Wir wollen weg von den Großanlagen und lieber kleinere Projekte“, so Erik Heyden. Zudem hätten auch die Flächeneigentümer für die kleinere Variante gestimmt. Eine Vergrößerung sei jederzeit möglich, sagte Heyden.

Auf die Frage, wie es denn nun weiter geht, erklärte er, dass die Gemeindevertretung zunächst eine Stellungnahme dazu abgeben muss. Ist sie positiv, könnte noch in der gleichen Sitzung der Beschluss für die Aufstellung des Bebauungsplanes gefasst werden. Das Verfahren dauere laut Heyden etwa ein halbes Jahr und sei anschließend baureif.

Noch keine Stellungnahme der Gemeinde

Weil es bisher noch keine Stellungnahme der Gemeinde gibt, habe sich der Investor auch noch nicht um einen Einspeisepunkt ins 20 kV-Netz gekümmert. Das Verfahren sei sehr aufwendig und würde erst in Gang gebracht, wenn klar ist, ob geplant werden darf, so der Projektentwickler.

Er betonte auch, dass das Unternehmen das Solarfeld 20 Jahre lang selbst betreuen und nicht verkaufen wird. In Sachen Ausgleichsmaßnahmen ist es bereit, einen Beitrag für die Gemeinde zu leisten. Jedoch sei es laut Heyden oftmals nicht so einfach, darüber mit der Unteren Naturschutzbehörde Einigkeit zu finden.

In der Sitzung sollte noch über eine weitere Photovoltaikanlage gesprochen werden. Sie soll in der ehemaligen Kiesgrube von Görike entstehen. Bereits im Hauptausschuss lagen Informationen darüber vor, dass die Regionalplanung innerhalb der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange Einwände gegen den Bau hat.

Rohstofffreiheit muss nachgewiesen werden

Sie will eine Bestätigung dafür, dass alle Flächen der ehemaligen Kiesgrube rohstofffrei sind. Sonst könnten die Gebiete nicht aus dem Bergbaurecht entlassen werden. Speziell geht es um zwei Areale. Solange der Nachweis durch erneute Bohrungen in dem Bereich nicht vorliegt, darf dort nicht gebaut werden.

Angesichts dieser ungeklärten Situation beantragte Bürgermeister Stefan Freimark die beiden Beschlüsse zur Photovoltaik in der Kiesgrube Görike von der Tagesordnung zu nehmen. Das wurde von den Gemeindevertretern anschließend einstimmig beschlossen. Es handelte sich um den Teilflächennutzungsplan und den Bebauungsplan für den geplanten Solarpark.

Von Sandra Bels

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