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Prignitz Sommer-Hochwasser verlangt Konsequenzen
Lokales Prignitz Sommer-Hochwasser verlangt Konsequenzen
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19:09 16.08.2017
Auch kleine Flüsse wie die Panke in Groß Pankow traten in diesem „Sommer“ über ihre Ufer und überschwemmten Flächen. Quelle: Andreas König
Pritzwalk

Konsequenzen aus den Starkregen- und Hochwasserereignissen der vergangenen Wochen und Monate wollen der Wasser- und Bodenverband und die übrigen verantwortlichen Stellen ziehen. Das sagte Frank Schröder, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Prignitz.„Solche Zustände auf den Flächen, wie wir sie jetzt beobachten, sind mir in den Jahren meiner Tätigkeit noch nicht begegnet“, sagt der 4. Sei man in früheren Jahren froh gewesen, wenn im Hochsommer insgesamt 50 Liter Regen pro Quadratmeter fielen, musste man in diesem Jahr „seit sechs Wochen alle fünf Tage mit solch einer Menge rechnen“, sagt Frank Schröder.

Einmal Mähen reicht offenbar nicht mehr

Bislang habe der Wasser- und Bodenverband die Unterhaltung der Flüsse und Gräben – also vor allem das Mähen der Sohle – lediglich einmal im Jahr vorgenommen. „Es hat sich gezeigt, dass in den Gewässern 2. Ordnung, in denen wir bereits im Juni gemäht hatten, also in Wittenberge, Pritz­walk, Putlitz oder Meyenburg, der Abfluss des Wassers besser gegeben war“, sagt der Geschäftsführer. In Gewässern 1. Ordnung wie der Karthane, Stepenitz oder Löcknitz, wo die Grabenpflege erst später im Jahr vorgenommen wird, habe es Probleme gegeben.

Selbst die Verbandsfahrzeuge kommen an ihre Grenzen

In der Konsequenz stehe das Wasser vor allem auf landwirtschaftlichen Flächen, was nicht nur zu Schwierigkeiten bei der Ernte führe, sondern auch den Verband selbst vor Probleme stelle. „Wenn wir unsere Mähtechnik nahe an den Gräben einsetzen, kommen wir teilweise selbst nur mit Mühe heran“, sagt Frank Schröder. Dass dieser Sommer ein äußerst niederschlagsreicher war und ist, hat sicher jeder mitbekommen.

Zweite Gewässerschau geplant

Belastbare Zahlen liegen hingegen noch nicht vor, so dass die Verantwortlichen vom Landesumweltamt, der Unteren Wasserbehörde, den betroffenen Kommunen und dem Wasser- und Bodenverband zu einer Herbstgewässerschau aufbrechen wollen. „Wahrscheinlich werden die Gewässer in zwei Teilen inspiziert“, kündigt der Geschäftsführer an. „Zuerst soll der Bereich an der Löcknitz angeschaut werden und Ende September sollen dann die anderen Nebenflüsse wie die Stepenitz begutachtet werden“, sagt Frank Schröder.

Abwägung zwischen Kosten und Nutzen nötig

Schon jetzt lasse sich sagen, dass die Extremereignisse zunehmen und die bisherige Vorgehensweise bei der Unterhaltung der Gewässer überdacht werden muss. Wurde bisher vor allem bei den Gewässern 1. Ordnung aus Kostengründen nur einmal im Spätsommer entkrautet und auch nur dort, wo es absolut notwendig war, zeigt sich jetzt, dass es damit nicht mehr getan ist. „Die Alternative wäre eine intensivere Unterhaltung, die möglicherweise früher beginnen muss oder gar eine zweite Grabenmahd“, sagt Frank Schröder. Doch das sei mit dem bisherigen Budget des Verbandes nicht mehr hinzubekommen. „Es muss also sehr genau zwischen Kosten und Nutzen abgewogen werden, um den bestmöglichen Schutz und den dafür nötigen finanziellen Aufwand unter einen Hut zu bringen“, erklärt der Verbandsgeschäftsführer. Bewohnern von gefährdeten Gegenden, bei denen jetzt die Keller vollgelaufen sind, empfiehlt er den Kauf von Pumpen.

Von Andreas König

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