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Prignitz Sommerstimmung beim New Healing Festival
Lokales Prignitz Sommerstimmung beim New Healing Festival
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00:17 21.08.2016
Meditation und Badevergnügen am See: Die Besucher des New Healing Festivals genossen den Spätsommer in der Prignitz. Quelle: Atzenroth
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Preddöhl

Dreadlocks begegnen einem auf Schritt und Tritt, schon auf der Straße zwischen Pritzwalk und Preddöhl kommt einem dieser Tage manchmal jemand damit entgegen, was in diesen Breiten ja sonst eher die Ausnahme ist. Die klassische jamaikanische Haartracht ist aber nun oft zu sehen rund um das Gelände des New-Healing-Festivals, und wer will, kann sich dort diese Lockenform drehen lassen. Ansonsten dominieren eher fernöstliche und indianische Einflüsse auf dem Festivalgelände. Alles ist bunt, fantasievoll und hippieesk. Seit Anfang der Woche genießen viele an diesem schönen Ort die Spätsommerstimmung in der Prignitz. So ist der Mittwoch genau der richtige Tag, um am Stausee zu chillen und im See zu baden, der mit einer gigantischen Blüte geschmückt ist.

Tuulia animierte ihr Publikum zum gemeinsamen Wechselgesang. Quelle: Bernd Atzenroth

Erstaunlich, wie voll es bereits jetzt hier ist, und wie viele Menschen die verschiedenen Workshop-Angebote rund um ein erfülltes Leben in „Tipi-Town“, dem zentralen Platz auf dem Gelände mit vielen Zelten und Ständen sowie einer kleinen Bühne, wahrnehmen. Gut 300 solcher Termine gibt es über die ganze Woche. Knallvoll ist das „Klang-Tipi“ zum Beispiel, wenn es die finnische Sängerin Tuulia Jaik-Singing zum besten gibt. Sie animiert ihre Zuhörerschaft zum Mitmachen. Im Verlauf der Darbietung entspinnt sich ein indianischer Wechselgesang zwischen der Sängerin und allen anderen im Zelt.

„Gandalf der Bunte“ und seine Energiebällchen. Quelle: Bernd Atzenroth

Nur ein paar Meter weiter geht es um Dichtung. Viola Livera gibt am Barden-Tipi einen Poesie-Workshop. Sie diskutiert im kleinen Kreis, wobei Kreis hier wörtlich zu nehmen ist, über das Spiel mit den unterschiedlichen Bedeutungen von Worten und die Möglichkeiten, seinen Emotionen sprachlich Ausdruck zu verleihen. Daneben, im „Heiler-Tipi“, lässt Yvonne beim Chakra Balancing die Stimmgabel erklingen. Auf der freien Wiese wiederum, ebenfalls nur ein paar Meter weiter, unterweist Manuel Scherzer das geneigte Publikum im Shaolin-Kung-Fu. Und es passiert noch so viel mehr, das sich alles gar nicht aufzählen lässt. Wer sich nun stärken möchte, hat die Auswahl – kommt gerade „Gandalf, der Bunte“ vorbei, dann kann man bei ihm aus seinem Bauchladen Energiebällchen erwerben. Ein Stück weiter wiederum sitzen und liegen einige Healing-Jünger auf dem „Energy Island“. Aber im Grunde ist ja das ganze Gelände eine Insel der Energie und des Friedens.

Auch Kinder werden hier gut gechillt. Quelle: Bernd Atzenroth

Am Montag hatten Jens Zygar und die Healing-Family die Woche in Tipi-Town feierlich und mit Ambient Music eröffnet. Jeder Healing-Tag beginnt seitdem frühmorgens mit einer Feuerzeremonie, Meditation und Yoga. Noch ist es ruhig auf dem Gelände, denn bis Donnerstag dominieren hier die leiseren Töne. Der Mainfloor, die „Trance Area“, auf der von Freitag an die eigentliche Tanzparty steigen wird, ist noch im Aufbau.

Aber nicht nur in Tipi-Town ist schon einiges los. Ständig reisen neue Gäste an, sowohl der Campingplatz auf dem Festivalgelände als auch ein großer Parkplatz auf dem Feld an der Straße zwischen Preddöhl und Gerdshagen füllen sich zusehends. Der Besuch übertrifft bislang sogar die Erwartungen der Veranstalter, wie Sebastian Enkelmann erfreut berichtet: „Aktuell sind 700 Menschen da, wir haben mit etwa 500 bis zu diesem Zeitpunkt gerechnet.“ Damit sind die Veranstalter sehr zufrieden, auch mit der reibungslosen Organisation. Und die wirkt wie die Gäste: sehr entspannt. Enkelmann: „Wir sind sehr glücklich, wie sich die Woche entwickelt.“ Und dabei kommt das Hauptevent noch.

Von Bernd Atzenroth

Besuch aus Velten (Oberhavel) sah sich am Mittwoch in Pritzwalk um. Auf Empfehlung des Kulturministeriums besuchten Vertreter des Fördervereins vom Ofen- und Keramikmuseum die Dömnitzstadt. Vor allem die Frage, wie es gelang, die Tuchfabrik zu erwerben und auszubauen, interessierte die Gäste. Die Stadt muss ins Boot lautete der wichtigste Rat aus Pritzwalk.

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