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Sonderausstellung zum Handwerk eröffnet

Wittstock Sonderausstellung zum Handwerk eröffnet

Gucken, Anfassen und Ausprobieren – Das ist das Motto der neuen Sonderausstellung „Handwerk – Werke von Hand“ im Museum in der „Alten Bischofsburg“ in Wittstock. Bei der Eröffnungsveranstaltung am Samstag erfuhren die Besucher zudem allerhand Interessantes darüber, welchen Einfluss das Handwerk heute noch auf unsere Alltagssprache hat.

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Lothar Binger und Susann Hellemann haben die Ausstellung mit dem Museum gestaltet.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Wer damals das Garn zu schnell um die Haspel wickelte, konnte sich dabei leicht „verhaspeln“ – heute wird der Begriff eher für jemanden gebraucht, der zu schnell redet. Verhaspelt haben sich die Schüler der Diesterweg-Grundschule am Samstag nicht, als sie in historischen Kostümen über das Handwerk und seinen Einfluss auf unsere heutige Alltagssprache referierten. Immerhin hatten die Jungen und Mädchen sich in einem Schulprojekt am Museum „Alte Bischofsburg“ über Monate hinweg mit historischem Handwerk theoretisch und praktisch beschäftigt. „Hineingepfuscht“ hatte ihnen bei dem Projekt auch niemand, dafür konnten sie dem Publikum zu Eröffnung der Sonderausstellung „Handwerk – Werke von Hand“ erklären, was Pfuscher waren: nämlich nichtautorisierte Leute, die ihre Dienstleistung dazu oft auch noch mangelhaft ausführten.

Wie funktioniert ein historischer Webstuhl

Wie funktioniert ein historischer Webstuhl? Davon konnten sich die Besucher am Samstag ein Bild machen.

Quelle: Christian Bark

Eröffnet wurde die Ausstellung von Vize-Landrat Werner Nüse, die Geschäftsführerin der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte, Brigitte Faber-Schmidt, sowie Museumsleiterin Antje Zeiger. Faber-Schmidt betonte, dass die Sonderausstellung hervorragend zum diesjährigen Motto des von ihrer Gesellschaft organisierten Festivals „Kulturland Brandenburg“ passe: „Handwerk zwischen gestern und übermorgen“. Die Gesellschaft hatte die Ausstellung zudem mit 7000 Euro unterstützt. Weitere 5000 Euro hat die Sparkasse OPR beigesteuert. Werner Nüse hob ebenso wie der Vorsitzende der Wittstocker Stadtverordnetenversammlung, Burkhard Schultz, die Bedeutung des Handwerks für die Region und die Tuchmacherstadt Wittstock hervor.

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Die am Samstag eröffnete Ausstellung „Handwerk – Werke von Hand“ ist naoch Bis Anfang März in Wittstock zu sehen. Viele Exponate verlangen gerade danach, ausprobiert zu werden.

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Die Ausstellung lud die Besucher zum Angucken, Anfassen und zum Ausprobieren ein. „Gleich zu Beginn zeigen Schaukästen in Gestalt eines Schweines und eines Schafs, wie sehr das Handwerk zeitlebens auf tierische Produkte angewiesen war“, erklärten die Kuratoren Lothar Binger und Susann Hellemann. Es ist bereits die vierte Ausstellung der Kleinmachnower Historiker in Wittstock. „Aber die erste, die wir zusammen mit dem Museum gestaltet haben“, so Binger. An Infotafeln wird die Rolle der Frau im Handwerk beleuchtet. „Leider liegt ihr Verdienst auch heute noch unter dem der Männer“, bedauerte Hellemann.

Die Ausstellung

Über 300 Exponate sind in der Ausstellung zu betrachten und auszuprobieren.

Gut 14 000 Euro kostete es, die Ausstellung auf die Beine zu stellen. Sie wurde vom Kulturland Brandenburg, von der Kreissparkasse OPR und vom Museum finanziell unterstützt.

Bis 5. März 2017 ist die Ausstellung dienstags und donnerstags von 9 bis 16, mittwochs von Mi. 9 bis 17, freitags von 9 bis 14, samstags von 13 bis 16 und sonntags von 11 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Andere Exponate luden zu Geschicklichkeitsübungen ein. Zum Beispiel ein Kasten, in dem man, allein auf das Gefühl der Hände angewiesen, Muttern zu Türmchen stapelt. „Handwerk ist eben Feingefühl“, sagte Binger. Ziel der Ausstellung sei es zudem, junge Leute für die Gewerke zu begeistern.

Wenn im März ihre Zeit in Wittstock endet, wird die Ausstellung wahrscheinlich durch ganz Brandenburg wandern, wie Binger ankündigte. „Sie ist wie ein Baukastensystem veränderbar“, beschrieb Antje Zeiger die Vorteile der Exponate, deren historische Originale zum Großteil aus den Magazinen des Museums stammen.

Von Christian Bark

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