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Prignitz Sotschi-Palmen gedeihen prächtig
Lokales Prignitz Sotschi-Palmen gedeihen prächtig
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00:18 31.10.2016
Heidrun Schmidt unter den beiden Palmen, die sich in Lockstädt richtig heimisch fühlen. Quelle: Foto: Michael Beeskow
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Lockstädt

Die Folgen eines Sotschi-Urlaubs zweier Lockstädter sind unübersehbar, und sie wachsen sich in zunehmender Größe noch aus. Nachgemessen hat Heidrun Schmidt nicht, aber die beiden Fächerpalmen vor dem Fachwerkhaus in Lockstädt dürften vier Meter hoch sein, wenn nicht sogar darüber hinaus. Über die Dachrinne des Prignitzer Bauernhauses sind sie längst hinaus gewachsen. „Natürlich bleiben die Leute stehen“, berichtet Heidrun Schmidt. Wohl nur in Lockstädt kann man unter derart prächtigen Palmen wandeln.

Ja, wie alt sind sie eigentlich? überlegt Heidrun Schmidt. Älter als ihr Sohn – und der ist 28. Aber dann erinnert sie sich: „Das war 1987.“ Mit Jugendtourist waren Heidrun und Andreas Schmidt nach Sotschi gefahren. „Es war ein schöner Urlaub.“ Der blaue Himmel, das Meer und jeden Tag kauften sie sich auf dem Markt eine Melone. „Das kannten wir bis dahin gar nicht.“ Und als der Urlaub zu Ende ging, kauften sie sich zur Erinnerung an die mit Palmen bestandenen Straßen drei kleine Fächerpalmen. „Die passten in einen Trinkbecher“, erzählt Heidrun Schmidt.

Im Winter kommen die Palmen in die Werkstatt

Gut verstaut im Koffer überstanden die drei Exoten die Flugreise. In Lockstädt fanden sie eine neue Heimat. Eine der drei Palmen ging ein, aber zwei wurden immer üppiger. Dabei wendet Heidrun Schmidt keine botanischen Kniffe an. „Im Kübel befindet sich ganz normale Blumenerde.“ Einmal in der Woche wird die Zehn-Liter-Kanne geleert; in der heißen Zeit jeden zweiten Tag.“

Die beiden Fächerpalmen finden es in Lockstädt prima. Die eine sogar so sehr, dass sie begonnen hat zu blühen. „Die Blüten haben ein helles Gelb“, berichtet die Palmen-Pflegerin. Jetzt sind noch die verwelkten Blütenstände am Stamm der Palme zu sehen. Lange werden die Palmen aber nicht mehr vor dem Fachwerkhaus stehen. „Ein wenig Frost vertragen sie. Sie haben sogar schon Schnee gesehen.“ Doch im Winter werden sie immer in ein Werkstattgebäude auf den Hof gefahren. „Da muss schon ein Radlader kommen“, berichtet Heidrun Schmidt. Mit Muskelkraft lassen sich die Kübel nicht mehr bewegen. Im Frühjahr kehren sie dann wieder auf ihren angestammten Platz vor dem Haus zurück. Bräunliche, welk gewordene Fächer werden dann abgeschnitten. „Dazu muss ich schon die Säge nehmen“, berichtet Heidrun Schmidt. Daran, dass Fächerpalmen je nach Art zehn Meter hoch werden, mag sie gar nicht denken. Denn schon jetzt stoßen die beiden Urlaubserinnerungen bis an die Decke ihres Winterquartiers.

Von Michael Beeskow

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