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Prignitz Speed-Dating für Schwerbehinderte
Lokales Prignitz Speed-Dating für Schwerbehinderte
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00:18 04.12.2016
Kathrin Brier (vorn links) aus Pritzwalk spricht mit Andrea Reinbothe von der Genesis GmbH Wittenberge. Quelle: Andreas König
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Perleberg

Aus romantischen Komödien der frühen 2000er Jahre kennt man das Speed-Dating. Erwachsene auf Partnersuche bekommen im Minutentakt mehr oder weniger geeignete Bewerber an den Tisch gesetzt und müssen sich in kürzester Zeit möglichst gut verkaufen. Ganz so hektisch ging es am Donnerstag nicht zu – im Jobcenter Prignitz in Perleberg beim ersten Speeddating für Menschen mit Behinderungen, aber die Grundidee war dieselbe.

„Arbeitgeber suchen dringend Fachkräfte und denken dabei nicht immer gleich an Menschen mit Behinderungen“, sagte Ina Kaiser-Hagenow, Teamleiterin des Arbeitgeberservice bei der Agentur für Arbeit in Perleberg. Gemeinsam mit dem Jobcenter Prignitz wurde nun erstmals diese kurze aber intensive Form gewählt, um potenzielle Arbeitgeber mit schwerbehinderten Arbeitsuchenden in Verbindung zu bringen. „Wir haben versucht, die Anforderungen der Unternehmen mit den Qualifikationen und Wünschen unserer Kunden abzugleichen“, sagte die Teamleiterin. Leider seien kurzfristig zwei Firmen abgesprungen, so dass im Besprechungsraum hinter der Falttür letztlich Vertreter von drei Unternehmen saßen. Außerdem hielt sich Kai Arlt vom Integrationsamt des Landes Brandenburg bereit, Fragen zu beantworten.

Gastronomie hat immer Bedarf

Bevor die schwerbehinderten Arbeitslosen mit den Vertretern der Firmen ins Gespräch kamen, wurden die potentiellen Arbeitgeber samt der Profile der zu besetzenden Stellen kurz vorgestellt.

Das „Sir Franz“, die Gastronomie in der Kristall- Kur- und Gradiertherme Bad Wilsnack, hat zwar gegenwärtig alle Stellen besetzt, aber „erstens gibt es in der Gastronomie ein ständiges Kommen und Gehen und zweitens planen wir, die Gastronomie zu modernisieren und zu erweitern“, sagte Daniel Gillner, der gastronomische Leiter. „Perspektivisch sollen drei bis vier Stellen zusätzlich geschaffen und besetzt werden“, ergänzte Robert Lad. Der Unternehmensberater steht dem Sir-Franz-Chef bei der Personalentwicklung zur Seite.“ Wir wollen neue Wege gehen und würden für schwerbehinderte Menschen einen an ihre Bedürfnisse angepassten Arbeitsplatz einrichten“, sagt Daniel Gillner. Das Unternehmen setzt darauf, einen auf diese Weise umworbenen Mitarbeiter länger halten zu können als solche, die ihre Tätigkeit in der Therme lediglich als Karriere-Sprungbrett betrachten.

Erst zu wenig Berufserfahrung, dann zu alt

Die Pritzwalker Filiale der Zeitarbeitsfirma Randstad konnte keine genaue Beschreibung der zur Verfügung stehenden Stellen geben – der großen Zahl und des breiten Spektrums wegen, wie Jerrit Kahmann sagte.

211 schwerbehinderte Arbeitssuchende gibt es derzeit offiziell in der Prignitz. Einer von ihnen ist Holger Kalinowski aus Perleberg. Er hat eine Ausbildung die heute mit dem Begriff Mechatronik bezeichnet wird und sogar einen Abschluss als Diplomingenieur für elektrische Energietechnik. Bis auf seine Behinderung erfüllt er viele berufliche Anforderungen und müsste eigentlich längst Arbeit gefunden haben. „Es ist immer dasselbe“, sagt er resigniert. „Wenn man was findet, dann meist außerhalb. Früher sagten die Firmen, ich hätte zu wenig Berufserfahrung. Jetzt bin ich vielen zu alt.“ Ob das Speed-Dating für Menschen mit Behinderungen etwas bringt? „Ich hör’ mir das an. Mal sehen, ob was dabei rauskommt.“

Von Andreas König

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