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Prignitz Mit Dipel ES gegen Spinnerraupen
Lokales Prignitz Mit Dipel ES gegen Spinnerraupen
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17:33 03.05.2018
Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners mit Brennhaaren. Quelle: dpa
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Prignitz

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind geschlüpft. Das haben die Beobachtungen der befallenen Eichen ergeben. Wegen der Witterung und dem Eichenaustrieb sind die Larven genau jetzt in einem günstigen Stadium für die Bekämpfung. Deshalb starten die Behörden nun ihre diesjährige Kampagne.

Wie in den vergangenen Jahren soll mit dem biologischen Insektizid Dipel ES gegen den Schädling vorgegangen werden. Das Biozid ist ein in der Natur vorkommendes Bakterium, das in einer wässrigen Lösung ausgebracht wird. Bei Regen kann nicht gesprüht werden, da das Mittel dann gleich wieder abgespült wird. Für andere Insekten und für Menschen ist das Mittel nicht gefährlich, so Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg.

Vorübergehende Sperrungen der Straßen

Dessen Dienststätte Kyritz startet am heutigen Mittwoch an den Bundes- und Landesstraßen, an denen befallene Bäume stehen, mit der Bekämpfung. Die Fachfirmen bringen das Mittel Dipel ES ausschließlich vom Boden aus zum Einsatz. Immer wieder müssen deshalb Autofahrer mit vorübergehenden Sperrungen rechnen. Voraussichtlich bis zum 15. Mai – je nach Wetter – werden die Raupen vom Landesbetrieb bekämpft. Grundlage für die Einsatzorte ist eine im Februar durchgeführte Beprobung.

Die Kommunen im Landkreis Prignitz koordinieren die diesjährige Kampagne über den Kreis, der 75 Prozent der Kosten übernimmt. In der Prignitz sind 2100 Eichen auf 420 Hektar vom Spinner befallen. Gesprüht wird aus der Luft (etwa 320 Hektar) und vom Boden (etwa 100 Hektar). Auf welchen Flächen Dipel ES zum Einsatz kommt, lässt sich ab dem heutigen Mittwoch kurzfristig auf der Internetseite des Landkreises Prignitz unter www.landkreis-prignitz.de unter dem Button Aktuelles/Eichenprozessionsspinner beziehungsweise unter „Geoportal“ einsehen.

Brennhaare auch für Menschen gefährlich

Gesprüht wird voraussichtlich drei bis vier Tage lang, je nach Wetter. Die Kreisverwaltung informiert regelmäßig über die aktuellen Einsatzorte. Laut Sabine Kramer, zweite Beigeordnete des Landrats, gilt während der Ausbringung des Mittels Dipel ES grundsätzlich ein Betretungs- und Befahrungsverbot auf den behandelten Flächen. Die betroffenen Abschnitte werden vorübergehend gesperrt.

Die Spinnerraupen können nicht nur ganze Eichenbestände kahl fressen, ihre Brennhaare, die sie in einem späteren Stadium entwickeln, sind gefährlich für Mensch und Tier: Sie können allergische Reaktionen auslösen.

Der Eichenprozessionsspinner wurde im vergangenen Jahr im Landkreis Prignitz auf 290 Hektar aus der Luft und an rund 2500 Bäumen vom Boden aus bekämpft.

Von Beate Vogel

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