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Staatssekretärin hatte 1,4 Millionen im Gepäck

Stadtumbau in Perleberg Staatssekretärin hatte 1,4 Millionen im Gepäck

Kurz vor Weihnachten erlebte am Montag Perleberg eine besondere Bescherung. Baustaatssekretärin Katrin Lange hatte bei einem Besuch der Rolandstadt 1,4 Millionen Euro im Gepäck. Mit den Fördermitteln können 2016 die Wittenberger Straße ausgebaut, für Flüchtlinge 29 Wohnungen hergerichtet und mehrere Gebäude in der Altstadt saniert werden.

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Bei der Fördermittelübergabe im Stadtmuseum: Annett Jura (l.) und Katrin Lange.

Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Für die Rolandstadt ging am Montag ein besonderes Adventstürchen auf. Staatssekretärin Katrin Lange aus dem Bauministerium war ins Perleberger Stadt- und Regionalmuseum gekommen, wo gerade eine große Ausstellung mit Adventskalendern zu sehen ist. Die Fördergeldbescheide, die sie an Bürgermeisterin Annett Jura überreichte, belaufen sich auf eine Gesamtsumme von 1,4 Millionen Euro. „Das ist etwas ganz Tolles“, freute sich Annett Jura. „Das ist, als würden wir heute am 21. das 21. Adventstürchen öffnen.“

Vier Förderungen

760 000 Euro fließen aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“.

85 000 Euro stehen aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau-Ost – Teilprogramm zur Herrichtung von Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung.

350 000 Euro kommen aus dem Programm „Stadtumbau Ost – Teilprogramm Aufwertung.

250 000 Euro sind eine Förderung aus dem Programm „Stadtumbau Ost – Teilprogramm Sanierung, Sicherung und Erwerb.

Katrin Lange entschuldigte sich, dass sie sich um einige Minuten verspätet hatte. Sie habe erst spät in Potsdam losfahren können, weil das Kabinett noch über den Nachtragshaushalt beraten habe. Thema sei die Verteilung zusätzlicher Mittel für den Wohnungsbau gewesen, die der Bund zur Verfügung stellt. Auch die vier Fördergeldbescheide, die sie nach Perleberg mitbrachte, stehen für Sanierungsprojekt zur Verfügung. „Seit 25 Jahren fließt sehr viel Geld in die Städtebauförderung. Die Erfolge in Perleberg können sich sehen lassen“, erklärte die Baustaatssekretärin.

Mit der jetzt zur Verfügung gestellten Förderung kann im nächsten Jahr der Ausbau der Wittenberger Straße vom Marienplatz bis zur Feldstraße fortgeführt werden, Auch der angrenzende Grahlplatz wird saniert. Ein Teil der Mittel wird zur Herrichtung von Wohnungen für Flüchtlinge bereit gestellt. In einem Wohnblock am Berliner Weg sollen 29 Wohnungen saniert werden. Bereits jetzt stellt Perleberg mit 74 Wohnungen im Landkreis den meisten Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern zur Verfügung.

Baustelle Karl-Marx-Straße – die Rückseite

Baustelle Karl-Marx-Straße – die Rückseite.

Quelle: Beeskow

Wie Bauamtsleiter Hagen Boddin berichtete, fließt das jetzt eingetroffene Geld in weitere Sanierungsvorhaben in der Altstadt. Es steht jetzt zur Sanierung des Gebäudes Kirchplatz 4 (neben dem Pfarramt) zur Verfügung. Das einsturzgefährdete Haus ist seit Jahren ein Schandfleck in der Innenstadt, der im nächsten Jahr beseitigt wird. Ein großes Bauvorhaben soll ebenfalls in den nächsten zwölf Monaten abgeschlossen werden. Nachdem die Heilige-Geist-Straße 5 saniert wurde, will die Wohnungsbaugesellschaft GWG nun auch die beiden Häuser Karl-Marx-Straße 9 und 10 fertigstellen. Geschäftsführer Klaus Neumann geht davon aus, dass im Frühjahr oder im Sommer die Wohnungen in den sanierten Gebäuden bezogen werden können. Damit wäre zwischen Heilige-Geist-Straße und Karl-Marx-Straße ein ganzes Quartier saniert. Perleberg liegt damit im Trend. Denn die Staatssekretärin erklärte: „Die Quartiersbetrachtung rückt in den Fokus.“ Eine wichtige Rolle spiele dabei die energetische Sanierung ganzer Wohnkomplexe.

Klaus-Dieter Steuer, der das Büro der Big Städtebau in Perleberg leitet, verwies auf die Städtebauförderung, mit der auch das Stadtmuseum saniert werden konnte. Anfang 2015 war der dritte und letzte Bauabschnitt fertig geworden. Generell habe sich jedoch ein Wandel in der Städtebauförderung vollzogen. Stand vor 25 Jahren der Erhalt von Gebäuden im Vordergrund, so gehe es heute vor allem um deren Nutzung.

Von Michael Beeskow

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