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Stadt Meyenburg ändert Sanierungsplan

Marktstraße 40 ist eingerüstet Stadt Meyenburg ändert Sanierungsplan

Um die vorhandenen Fördermittel aus dem städtebaulichen Sanierungsprogramm noch, so gut es geht, abschöpfen zu können, ändert Meyenburg jetzt die Prioritäten: So wird etwa die Marktstraße 40 in den Plan aufgenommen. 

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Eingerüstet:Am Kaufhaus geschieht zwar vorerst nichts, dafür aber am gegenüberliegendenWohn- und Geschäftshaus in der Marktstraße 40.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Die Stadt Meyenburg ist dabei, ihren Sanierungsplan zu ändern: So könnten die Restmittel aus dem städtischen Sanierungs- und Entwicklungsprogramm noch ausgeschöpft werden. Drei Objekte sollen aus dem Plan gestrichen, neue dafür aber aufgenommen werden. Immerhin stehen aus dem Förderprogramm noch gut eine Million Euro zur Verfügung ‒ für den privaten oder den kommunalen Bereich. Die Endabrechnung wird für das erste Halbjahr 2015 angestrebt. Wird das Geld nicht ausgegeben, muss die Stadt es zurückgeben. Und nach den neuen Förderrichtlinien ist es gar nicht so einfach, einen Zuschuss für Sanierungsmaßnahmen zu bekommen.

Ende September sahen sich Vertreter des Landesamtes für Bauen und Verkehr, der Amtsverwaltung und der Stadt an, was über das städtebauliche Sanierungsprogramm in den vergangenen Jahren alles geschafft wurde: Der öffentliche Raum ist demnach fast vollständig saniert. "Wir müssen als Kommune vorangehen", erklärte Nebert, "deshalb haben wir auch die Marktstraße 56 gemacht ‒ wenn auch nur die Fassade." Es sei der Stadt wichtig gewesen, die privaten Bauherren ins Programm aufzunehmen, die an ihrem Gebäude etwas machen wollten. Leider seien es immer zu wenige Antragsteller gewesen, bedauert die Bauamtsleiterin. "Im Hochbau hätten wir uns gerade in der Marktstraße mehr gewünscht."

Ein hoffungsloser Fall: Das Wohnhaus in der Baustraße 9.

Quelle: Beate Vogel

Gerade da könnte sich jetzt noch etwas bewegen: So soll als privates Objekt das Wohn- und Geschäftshaus in der Marktstraße 40 ‒ direkt gegenüber dem einstigen Kaufhaus Schraermeyer ‒ in den Umsetzungsplan aufgenommen werden. Seit Kurzem ist das Gebäude, in dem einer der Gebrüder Schraermeyer vor 100 Jahren ein Lebensmittelgeschäft führte, eingerüstet. Außerdem stehen eine Scheune am Hagenplatz und die Bahnhofstraße 1 im neuen Plan. Auch die Stadt hat neue Projekte in der Liste: die Marktstraße 6 und den zweiten Bauabschnitt der Stadtmauer, die dringend gesichert werden muss, sowie die Freiflächengestaltung der Marktstraße 50. "Wir wissen aber noch nicht, ob die Kofinanzierung klappt und ob wir Mittel aus dem Finanzausgleichsgesetz bekommen", erklärt Nebert. Denn jede Förderung setzt Eigenmittel voraus. Nach Ansicht des Landesamtes soll die Stadt auf jeden Fall einen Antrag stellen.

Am Eigenkapital scheiterten wohl einige Projekte, die auf der Liste standen. Die Marktstraße43/44 etwa, das einstige Kaufhaus Schraermeyer, wird nach der Einschätzung im Ergebnisprotokoll zur Gesamtmaßnahmeberatung bis zum Abschluss derselben wohl nicht mehr saniert werden. Das Objekt Wilhelmsplatz 6 musste die Stadt herausnehmen, weil wegen des Haushaltssicherungskonzeptes nicht die nötigen Eigenmittel zur Verfügung stehen. Im schlimmsten Fall muss am Ende wegen Gefahr im Verzug gesichert werden ‒ so wie in der Baustraße 9. "Es ist sehr schade, dass sich für dieses schöne Gebäude niemand gefunden hat", sagt Nebert. Die Änderungen im Sanierungsplan sieht das Landesamt positiv ‒ ebenso wie die Mitglieder des Bauausschusses. Morgen wird der städtische Hauptausschuss darüber befinden.

Von Beate Vogel

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