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Prignitz Stadt erhält Fördermittel für die Elblandschule
Lokales Prignitz Stadt erhält Fördermittel für die Elblandschule
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02:18 24.03.2018
Stellten Minister Christian Görke (2.v.l.) die Pläne für die Schule vor: Oliver Hermann (l.), Thorsten Grabau und Waltraud Neumann. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Wer in das große Atrium der Elblangrundschule in Wittenberge steht, kann sich kaum vorstellen, dass hier mal ein Baum in den Himmel wuchs. Aus dem schmucklosen Innenhof der früheren Dr.-Salvador-Allende-Schule ist ein farbenfrohere Mehrzweckraum geworden, der neben vielen anderen Vorzügen eine sehr gute Akustik bietet.

Davon konnte sich gestern der brandenburgische Finanzminister Christian Görke (Linke) ein Bild machen. Sein Ressort hatte der Stadt Wittenberge die jüngsten Fördermittelantrag in Aussicht gestellt – rund 694 000 Euro. Mit dem Geld sollen vor allem die Klassenzimmer und Außenanlagen der Elblandgrundschule neu gestaltet werden.

Das sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem modernen Schulcampus, lobte der Minister. Seit 2009 sind knapp 5 Millionen Euro in die Schule geflossen. Zunächst mussten für 800 000 Euro Brandschutzauflagen umgesetzt werden. Die Fassade wurde in den Jahren 2012 und 2013 saniert. Bei dieser Gelegenheit entstand auch das lichtdurchflutete Atrium mit den fröhlichen Farben.

Im Jahr 2016 wurden die Klassenräume mit Schallschutzdecken ausgestattet. „Bis dahin hatten wir gar nicht gemerkt, wie schlecht die Akustik war“, sagte der Schulleiter Thorsten Grabau. Mittlerweile können sich niemand mehr vorstellen, in Räumen ohne den verbesserten Klang Unterricht zu haben.

Zwar ist die Fassade schon recht farbenfroh gestaltet, aber die Außenanlagen können mit dem runderneuerten Schulgebäude kaum noch mithalten.

Daher sollen von dem jetzt zur Verfügung gestellten Geld eine Außensportanlage für 60-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen gebaut werden, dazu ein Multifunktionsspielfeld auf dem unter anderem Fuß- und Volleyball gespielt werden können. Schon im Sommer soll alles fertig sein, Anfang September könnte der neue Außenbereich mit einem Familiensportfest eingeweiht werden. Die Arbeit soll bereits in der nächsten Woche beginnen, erklärt Denis Kathke vom Städtischen Bauamt dem Minister.

„Ein großes Lob an die Verantwortlichen“, sagte Christian Görke. „Wittenberge ist nicht gerade eine der reichsten Städte in Brandenburg. Fünf Millionen Euro in zehn Jahren einzusammeln und mit Eigenanteilen zu untersetzen, dass muss man erst einmal schaffen.“ Andernorts gebe es regelrechten Streit zwischen den Schulen, wo wie viel investiert werden soll. Seine Anerkennung gelte ausdrücklich auch den Stadtverordneten, die mit ihren Beschlüssen solche Entscheidungen erst möglich machen.

Im Übrigen „ist jeder Euro, der in Schulen und deren Infrastruktur investiert wird, eine Investition in Köpfe und damit in Brandenburgs Zukunft“, sagte Christian Görke.

Am erstaunlichsten sei die Entwicklung der Schule, wenn man sich die Zeit von vor zehn Jahren ins Gedächtnis rufe, sagte Bürgermeister Oliver Hermann. Seinerzeit war überhaupt nicht klar, ob man die damalige Allendeschule überhaupt halten könne. Die baugleiche Schule, die auf der heutigen Freifläche stand, musste wegen sinkender Schülerzahlen sogar abgerissen werden.

„Inzwischen steigt die Zahl der Anmeldungen, und wir müssen uns Gedanken machen, wo wir die weiteren Schüler unterbringen können“, sagte der Bürgermeister. Gegenwärtig besuchen 283 Mädchen und Jungen die Elblangrundschule, darunter 45 Flüchtlingskinder, berichtete der Schulleiter Thorsten Grabau. „Sicher ist die positive Entwicklung der Schülerzahlen zu einem Teil darauf zurückzuführen, dass ausländische Schüler unterrichtet werden. Aber auch ohne dieses Faktor würden sich die Schülerzahlen positiv entwickeln.

„Das ist ja doch ein erheblicher Anteil“, sagte der Finanzminister, um gleich für eines der neuesten Projekte der Landesregierung zu werben: „Es gibt mit der Migrationssozialberatung die Möglichkeit, Kinder mit ausländischen Wurzeln an den Schulen zu betreuen“, sagte Christian Görke. Allerdings müsse der Landkreis die Mittel dafür beantragen. „Ein finanzieller Eigenanteil muss von den Kommunen nicht geleistet werden“, ergänzte der Minister.

Der Bürgermeister und die Hauptamtsleiterin Waltraud Neumann versicherten, sich über das Programm zu informieren. Letztere verwies darauf, dass sich die Stadt Wittenberge an ihren beiden Grundschulen je eine Schulsozialarbeiterin leiste, um die Kinder dort betreuen zu können.

Mit einem Abstecher in die ebenfalls für rund 1,5 Millionen Euro komplett erneuerten Sporthalle der Schule endetet der Besuch des Ministers. Bis auf Zuschauerplätze verfügt die Halle über alle modernen Ausstattungsmerkmale. Daher wird sei neben dem Schulsport auch von Vereinen genutzt.

Dem früheren Lehrer Christian Görke war anzusehen, dass ihn die Entwicklung an den Wittenberger Schulen freut.Beim nächsten Besuch wolle er sehen, wie das Geld angelegt worden ist.

Von Andreas König

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