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Prignitz Stadt erwartet Resultate vom Messebesuch
Lokales Prignitz Stadt erwartet Resultate vom Messebesuch
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00:18 30.09.2016
Landrat und Bürgermeister sowie deren Stellvertreter werben für den Besuch der Messe Expo Real. Quelle: Landkreis/Foto-Elmenreich
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Pritzwalk

Bei dieser Veranstaltung treffen sich nur die wirklich wichtigen Entscheidungsträger. Die Münchner Immobilienmesse Expo-Real gilt als Drehscheibe und Kontaktanbahnungsgelegenheit für alle, die mit Immobilien Geschäfte machen wollen. Zum mittlerweile achten Mal ist auch die Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz in der bayerischen Landeshauptstadt vertreten. Deren Geschäftsführer Uwe Büttner stellte am Dienstag in Pritz­walk Ziele des Messebesuchs vor. „Wir wollen die verschiedenen Möglichkeiten vorstellen, die es für Investoren in der Prignitz gibt“, sagte der Geschäftsführer.

Fachpublikum in dieser Konzentration findet man nur in München

Interessiertes Fachpublikum finde man in dieser Konzentration und Zusammensetzung nur in München. „Da sind alle möglichen Interessenten verbunden, vom Sanierungsträger für Innenstädte über Projektfirmen für Industrieansiedlungen, Handel und Gewerbe, bis hin zu Tankstellenentwicklern“, berichtete der Geschäftsführer. Allerdings könne man nur am Gemeinschaftsstand Berlin-Brandenburg an der Messe teilnehmen. „Unter dem Begriff Prignitz können sich die wenigstens etwas vorstellen“, sagte Uwe Büttner. Ein Geschäftsmann, dem er im Vorjahr die Region feststellte habe gesagt „Prignitz, kenn ich, meine Frau kommt auch aus der Nähe von Nürnberg’. Er meinte die Autobahnabfahrt Pegnitz in Franken“, erzählte Uwe Büttner.

Broschüren im Gepäck

Als „beste Lage“ zwischen Hamburg und Berlin vermarktet die Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz den Landkreis bei der Immobilienmesse Expo Real in München.

In diesem Jahr sind 1736 Aussteller aus 64 Ländern in der bayerischen Landeshauptstadt vertreten. Schwerpunkt ist Europa.

Die Prignitz wirbt mit Broschüren für ihre Potenziale. Im Gepäck sind das Heft „Weites Land“, ein Ausbildungskatalog und der Flyer zum Gewerbepark Prignitz in Falkenhagen. akö

Investoren sehen die Prignitz als trimodalen Standort

In den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass die Region bei Investoren auf wachsendes Interesse stößt. „Wir werden als trimodaler Standort wahrgenommen, der Anschluss an Straße, Schiene und bestenfalls an die Wasserstraße bietet“, sagte der Wirtschaftsförderer. Besonders nachgefragt würden der Bahnhof und die Speicher in Wittenberger oder die kaiserlichen Kasernen in Perleberg.

In Falkenhagen tut sich schon seit Jahren zu wenig

„Das ist ja alles gut und schön“, erwiderte der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel. „Aber wir haben mit Falkenhagen ein voll erschlossenes, kreiseigenes Gewerbegebiet vor der Haustür. Und da tut sich schon seit Jahren zu wenig.“ Büttner verwies auf die verhältnismäßig große Fläche, die in Falkenhagen zur Verfügung stehe. „Das ist ein Vorteil, weil es so große zusammenhängende Flächen kaum noch gibt und in den westdeutschen Ballungsräumen mittlerweile gar kein so großes Interesse mehr an Industrieansiedlungen besteht“, sagte Büttner.

Lassen sich Investoren lenken?

„Umso stärker müsste doch Falkenhagen beworben werden, da ist ja alles vorhanden“, sagte Ronald Thiel. Als Gesellschafterin der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz erwarte die Stadt Pritzwalk, dass es bei den Ansiedlungen in Falkenhagen einen spürbaren Impuls gibt. „Da muss die Wirtschaftsfördergesellschaft jede Gelegenheit nutzen, um auf die Stärken des Gewerbeparks Prignitz hinzuweisen.“ Uwe Büttners Kommentar, dass sich Investoren nicht lenken ließen, mochte Ronald Thiel nicht zustimmen. „Wenn man sie richtig betreut, lassen sich natürlich auch Investoren lenken“, gab er sich überzeugt. Er erwarte, dass die Reisetätigkeit der Wirtschaftsförderer spätestens bis 2018, dem Jahr des zehnten Messebesuchs in München konkrete, abrechenbare Ergebnisse bringe.

Drei Tage Messe kosten 20 000 Euro

Die Prignitz ist auf der Expo Real vom 4. bis 6. Oktober vertreten. Der Messebesuch kostet laut Uwe Büttner rund 20 000 Euro. In den vergangenen Jahren hätten die Messebesuche unter anderem dazu gedient, Gespräche mit Investoren anzubahnen, die sich später tatsächlich in der Prignitz niedergelassen hätten, sagte Uwe Büttner. Allerdings hat bei den drei großen Investitionen der jüngeren Vergangenheit stets Wittenberge Glück gehabt. „Wir erwarten einfach, dass der Kreis sein Gewerbegebiet so offensiv vermarktet, dass wir auch dort nennenswerte Neuansiedlungen begrüßen können“, sagte Ronald Thiel. Im Gegensatz zur noch immer nicht vollständig durchgeplanten A 14 habe Falkenhagen einen komfortablen Anschluss an die Autobahn 24 und an das Schienennetz.

Von Andreas König

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