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Stadt hofft auf Neustart der Prignitz-Galerie

Wittenberge Stadt hofft auf Neustart der Prignitz-Galerie

Nach fast zwei Jahren wachsenden Leerstandes in der Prignitz-Galerie in der Wittenberger Innenstadt hofft die Stadt auf eine Lösung. Bis Ende des Jahres erwartet Bürgermeister Oliver Hermann eine Entscheidung darüber, welches Handelsunternehmen die weitgehend leerstehenden Flächen mietet. Verhandelt wird mit zwei Anbietern

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In der Prignitz-Galerie sind nur noch zwei Geschäfte geöffnet.

Quelle: König

Wittenberge. Im Wahlkampf hatte der Bürgermeister von Wittenberge die Entwicklung des innerstädtischen Einzelhandels zur Chefsache erklärt. Doch fast ein halbes Jahr nach der Wahl hat sich vor allem am zentralen Standort der Wittenberger Einkaufsmeile Bahnstraße wenig getan. Die Prignitz-Galerie besteht gegenwärtig eigentlich nur noch aus dem Drogeriemarkt Rossmann und etwas abseits aus der Eisdiele „Janny’s Eis“. Die eigentliche Galerie ist geschlossen, der denkmalgeschützte Teil des früheren Kaufhauses Nessler, später Henwi, steht gleichfalls leer. „Hier entsteht ein neuer Shop. Bald mehr Auswahl. Freuen Sie sich“, verkündet eine Schaufensterdekoration schon seit fast zwei Jahren.

Stadt führt Gespräche mit der Besitzerin

Was ist los mit der Prignitz-Galerie? „Wir führen nach wie vor Gespräche mit der Besitzerin der Immobilie und sind über deren Stand informiert“, sagt Bürgermeister Oliver Hermann. Zwei Interessenten würden gegenwärtig mit der Besitzerin, respektive deren Bevollmächtigten, Verhandlungen führen, ergänzt Bauamtsleiter Martin Hahn. Wer konkret Interesse bekundet, darüber können und wollen die Vertreter der Stadtverwaltung im gegenwärtige Stadium der Verhandlungen nicht sagen. Lediglich soviel; „Bei einem Anbieter handelt es sich um einen Lebensmittel-Markt, bei dem anderen um einen etwas kleineren Anbieter“, sagt der Bauamtsleiter.

Nach Edeka-Rückzug sind nicht mehr viele Akteure im Rennen

Nach dem Rückzug von Edeka als Nahversorger und angesichts der Wittenberger Einzelhandelslandschaft bleiben allerdings nicht mehr viele Akteure, die in Städten vergleichbarer Größenordnung Geschäfte übernehmen. Dem Vernehmen nach interessiert sich die Rewe-gruppe aus Köln für den Standort in der Bahnstraße. Allerdings müssten nach den heutigen Anforderungen der Handelskonzerne an einen solchen Standort mehr Verkaufsfläche und vor allem Parkplätze zur Verfügung stehen. Letzterem Umstand hat die Stadtverordnetenversammlung bereits mit einer Beschlussvorlage für einen Bebauungsplan Rechnung getragen.

Bauliche Veränderungen am Standort sind erforderlich

„Unabhängig davon, wer sich letztlich an dem Standort niederlässt, wird es wohl bauliche Veränderungen geben müssen“, sagt Martin Hahn. Sollte ein Lebensmittel-Vollversorger in die Bahnstraße einziehen, müsste darüber nachgedacht werden, den Rossmann-Markt umzuverlegen. Der Bedarf an Verkaufsfläche dürfte rund 1600 Quadrat­meter betragen. Sollte der kleinere Anbieter das Rennen machen, wäre zwar das Erdgeschoss des einstigen Nessler- und späteren Henwi-Kaufhauses vergeben, aber für die Räume in den oberen Geschossen gebe es noch immer keine Lösung.

„Plan B“ bleibt noch in der Hinterhand

In jedem Fall behält die Stadt ihren „Plan B“ getauften Ersatzvorschlag in der Hinterhand. Sollten alle Bemühungen um die Prignitz-Galerie nichts fruchten, hätte die Stadt eine Ausweichfläche an einem anderen Standort in der Innenstadt parat. Denkbar wäre zum Beispiel der Stern. „Doch das ist für uns wirklich nur die zweitbeste Lösung, weil wir eben die Bahnstraße in ihrem Zentrum stärken wollen“, sagt Bürgermeister Oliver Hermann. „An erster Stelle steht für uns die Entwicklung der Prignitz-Galerie.“ Er hofft, dass die Suche nach einem Nachfolge-Betreiber der leerstehenden Gewerberäume noch in diesem Jahr zu einem Abschluss kommt.

Belebter Eindruck kann täuschen

Derweil wirkt die Bahnstraße trotz der Hängepartie recht belebt. Doch das kann täuschen. Wie wichtig ein „Ankergeschäft als Frequenzbringer“ ist, sieht man an der gegenüberliegenden Buchhandlung. Sie ist seit fast einem Jahr geschlossen, Nachmieter werden seitdem gesucht.

Von Andreas König

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