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Prignitz Stadt lud zum weihnachtlichen Essen ein
Lokales Prignitz Stadt lud zum weihnachtlichen Essen ein
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00:19 25.12.2017
Das Essen für Alleinstehende der Stadt Pritzwalk bietet Gelegenheit für Gespräche mit Bürgermeister Wolfgang Brockmann. Für ihn ist es die letzte Amtshandlung. Quelle: Beate Vogel
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Pritzwalk

38 Jahre lang arbeitete Pritzwalks Bürgermeister Wolfgang Brockmann für die Stadt. 27 Jahre davon war er Bürgermeister. Und solange er sich erinnern kann, lädt die Stadt Pritzwalk zu Weihnachten Alleinstehende, meist ältere Bürger zu einem festlichen Essen ein. „Es war uns immer ein Anliegen, im vorweihnachtlichen Trubel ein bisschen Nächstenliebe und Wärme zu verbreiten“, so Brockmann. Für ihn ist das Essen, das in diesem Jahr wieder im Gasthaus „Zum Torwächter“ stattfindet, die letzte Amtshandlung. Im Januar übernimmt sein Nachfolger Ronald Thiel das Amt des Bürgermeisters.

Elfriede Eilmes ist seit bald zehn Jahren zu Gast bei der Veranstaltung. „Ich finde es sehr nett, dass die Stadt das macht“, lobt die 89-Jährige. „Das muss man anerkennen.“ Elfriede Eilmes kam als Flüchtling nach 1945 in die Dömnitzstadt, hat also die meiste Zeit ihres Lebens hier verbracht. Sie ist gern dabei – nicht nur, weil es gemütlich ist und das Essen schmeckt. Zu Weihnachten wird die 89-Jährige nicht allein sein, erzählt sie: „Ich habe Verwandtschaft, mit der ich mich treffe.“ Überhaupt ist sie sehr aktiv: „Wir treffen uns jeden Montag zum Klöppeln und dreimal in der Woche besuche ich den Seniorentreff.“ Das bringe Abwechslung und sie sitze nicht allein zu Hause. „Man muss ja mit jemandem reden, das ist wichtig“, ist Elfriede Eilmes überzeugt.

Einziger Mann das zweite Mal da

Waltraud Wehling ist das 6. Mal beim Essen für Alleinstehende dabei. Die 78-jährige stammt aus Putlitz, lebt aber seit 1972 in Pritzwalk. Am gestrigen Freitag war sie bereits zu einem festlichen Frühstück im Christophorus Seniorenzentrum eingeladen. „Ich habe bis zum 73. Lebensjahr stundenweise dort im Büro gearbeitet und habe dorthin eine starke Bindung und gute Kontakte“, erzählt sie. Den Heiligabend wird Waltraud Wehling aber allein verbringen, am 1. Feiertag ist sie aber eingeladen.

Einziger Mann in der kleinen Runde ist Günter Plaß. „Ich bin Ureinwohner“, sagt der 81-Jährige aus der Pritzwalker Bergstraße. Bürgermeister Brockmann habe ihn im vergangenen Jahr ein bisschen „überreden“ müssen, damit er an dem gemeinsamen Essen teilnimmt. „Das hat mir gut gefallen.“ Nun ist er das zweite Mal dabei. Die Mitarbeiterinnen der Stadt holen die, die wie Günter Plaß nicht so gut zu Fuß sind, auch von Zuhause ab.

Aus der Stadtverwaltung sitzen Carolin Lehmann und Jutta Schröder mit am Tisch und kümmern sich liebevoll um die Gäste. Carolin Lehmann liest für Lisa Neumann geduldig die Speisekarte vor. Die zierliche alte Dame, die im Mai 90 Jahre alt wird, kann nicht mehr gut sehen. Später schneidet die Jüngere der Älteren das Fleisch klein.

Reden über die alten Zeiten

Brockmann nimmt in den Gesprächen gern an den Lebenserfahrungen der alten Pritzwalkerinnen teil. „Wir reden viel über die alten Zeiten. Das ist eine Generation, die für die Nachfolgenden viel Aufbauarbeit geleistet hat.“ Da sei es nur eine kleine Würdigung, wenn die Pritz­walker zu einem reichhaltigen Essen eingeladen werden.

Für ihn war das diesjährige Essen Gelegenheit, persönlich zurückzuschauen: „Man fragt sich, wo die Jahre geblieben sind.“ Im Ruhestand will sich Brockmann seinem Hobby widmen. Er sammelt seit Jahren Daten, Fotos und Anekdoten zur Stadtgeschichte. „Ich verfüge über eine große Stoffsammlung, die sollte aufgearbeitet werden.“ Seine Nachfolge im Amt sei kompetent aufgestellt, die Führung gut besetzt.

Von Beate Vogel

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