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Prignitz Stadtfest bot beste Unterhaltung
Lokales Prignitz Stadtfest bot beste Unterhaltung
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00:18 14.06.2017
Die Fünkchen des MCC durften beim Stadtfest zeigen, was sie dieses Jahr gelernt haben. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Die meisten Lacher erntete Bauer Korl beim Stadtfest am Samstag auf der Festbühne im Meyenburger Schlosspark, wenn er Witze mit DDR- oder Stasi-Bezug zum Besten gab: „Wenn ich Leute im Publikum sehe, die nicht lachen, dann denke ich, die kennste von früher.“ Oder: „Was blieb dem Ostdeutschen übrig, als hinter Büschen und Hecken dem Nachbarn hinterherzuspionieren?“ Und inzwischen haben auch die Amerikaner begriffen: „Wenn du einem Ostdeutschen nichts gibst, dann kann er dir immer noch was zurückgeben.“

Kurz und knackig – selbstredend mit einer ordentlichen Prise Schweinereien gewürzt – war das Programm des Mecklenburger Entertainers. Die Meyenburger amüsierten sich prächtig, wenn er tiefschürfende Lebensweisheiten zum Besten gab.

Kindergärten und Grundschule zeigten ihr Programm, bevor Ingsen van Knudsen mit gefährlichen Dschungeltieren auf die Bühne kam: Schlangen und Leguane, ja sogar eine Vogelspinne durften die vor allem kleinen Zuschauer bestaunen. Die Stimmung spiegelte das Wetter wider, das im Vergleich zu mach anderen Jahren ein Glücksfall war: freundlich und aufgelockert.

Feierlich gab Eckhard Britt, der Vorsitzende der Frehner-Meyenburger Schützengilde, die Gewinner des diesjährigen Bürgerschießens bekannt. Ausgeschossen wurde es bereits am 28. Mai. Jugendkönig ist demnach Elias Heuer mit 45 Ringen, 1. Prinz Christopfer Jarzebski (40), 2. Prinz Niklas Pingel (31). Stadtkönigin darf sich nun Ute heuer (35 Ringe) nennen, 1. Dame ist Carmen Domagalska (35), 2. Dame Ines Britt (34). Stadtkönig wurde 2017 Dieter Wedhorn (43), 1. Ritter Christian Heuer (42) und 2. Ritter Oliver Barthel (39).Auch die Gilde kürte ihren Schützenkönig. Herausragend schoss demnach im abgelaufenen Jahr Thomas Burmeister. Er bekam die Kette von seinem Vorgänger Udo Krull überreicht. 1. Ritter der Gilde wurde Eckhard Britt, 2. Ritter Martin Müller. Damit führt der geschäftsführende Vorstand der Gilde auch das Königshaus an. „Das ist aber alles ausgeschossen“, versicherte Eckhard Britt.

Rund um die Bühne waren neben dem beliebten Kuchenbuffet der Damen des Meyenburger Frauenchores auch allerlei andere Versorgungsstände aufgebaut. Wer mochte, konnte beim Anglerverein Zielübungen machen oder sich beim DRK und der Volks- und Raiffeisenbank rundum informieren. Beim Bullriding blieb der Sattel nachmittags meist leer: Die wilde Reiterei war wohl nicht jedermanns Sache. Dafür begeisterten umso mehr die Nachwuchstänzerinnen des Meyenburger Carneval Clubs: Elferratspräsidentin Christina Rätke kündigte die Darbietungen der Fünkchen, Minifunken, Funkengarde und Tanzgarde an. Die Kinder hatten dieses Jahr erstmals Trainingslager absolviert und konnten nun zeigen, was sie dort gelernt hatten.

Mit einiger Verspätung erreichte die Entertainerin Dagmar Frederic das Meyenburger Stadtfest. Das machte die 72-Jährige aber wieder wett, indem sie auf den Tischen tanzte. Dagmar Frederic stellte ihr neues Album vor: „Es ist noch lange nicht vorbei“. Bis spät in die Nacht spielte die Gruppe Test Rock, Pop und Oldies und sorgte für beste Stimmung im Schlosspark. Gefeiert wurde getreu dem Lebensmotto von Bauer Korl: „Wer lachen kann, der kann auch weinen.“

Von Beate Vogel

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