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Standesamt auf dem Schmalspurgleis

Ab 2014 sind Trauungen im Hochzeitswagen vom Pollo möglich Standesamt auf dem Schmalspurgleis

Die Weichen für die Fahrt ins Eheglück stehen bei der Prignitzer Pollo-Schmalspurbahn schon bald auf Grün. Denn ab dem kommenden Jahr soll der Hochzeitswagen 970-855 die Kulisse für Trauungen auf der Schiene bilden. Bereits im Mai dieses Jahres ging dieser neu aufgebaute Wagen im Rahmen der Feiern zum 20-jährigen Bestehen des Prignitzer Kleinbahnvereins in Lindenberg (Gemeinde Groß Pankow) wieder in Betrieb

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Blaublütige Hoheiten reihten sich bei der Jungfernfahrt des Hochzeitswagens zum Gruppenbild auf.

Quelle: Ruch

Lindenberg. Über die Standesämter in Pritzwalk und Groß Pankow können zukünftig Trauungen im Pollo angemeldet werden. Denn Mesendorf als ein Haltepunkt der Kleinbahn gehört zur Stadt Pritzwalk und Lindenberg als weiterer Bahnhof zur Gemeinde Groß Pankow. "Wir bereiten gerade die entsprechenden Kooperationsverträge mit den Verwaltungen vor", so Vereinschef Sven Lieberenz auf Nachfrage der MAZ. Aller Voraussicht nach am 30. Oktober besichtigen Standesbeamte aus beiden Verwaltungen den Hochzeitswagen und nehmen ihn formal ab, teilt er weiter mit. "Dieser Personenwagen bietet auf Grund der teilweise hochklappbaren Sitze genügend Platz für die Hochzeitszeremonie", erklärt Vereinsmitglied Rainer Knurbien. 15bis 20 Gäste können bequem Platz nehmen und die Trauung verfolgen. Fördermittel für die Sanierung in Höhe von 70 000 Euro kamen aus den Töpfen Ile und Leader; die restlichen Mittel in Höhe von 80 000 Euro brachte der Verein als Eigenanteil auf, so Knurbien. Bis zur Streckenstilllegung im Jahre 1969 fuhr dieser Hochzeitswagen als Personenwagen regelmäßig durch die Prignitz; drei Jahre dauerte die Sanierung.

Doch die Mitglieder vom Kleinbahnverein suchen weitere Herausforderungen: Derzeit wird etwa der Personenwagen 970-851 neu aufgebaut. Damit erhöht sich für den Kleinbahnverein die Anzahl der original erhaltenen Prig-nitzer Wagen auf drei. Hinzu kommt jeweils ein Wagen aus Sachsen und von der Insel Rügen. "Der Personenwagen 970-851 ist der ehemalige Wagen Nummer 3 der Prignitzer Kleinbahnen und wurde 1897 vom Eisenbahnbedarf Düsseldorf gebaut", erklärt Sven Lieberenz. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Prignitz unterstützen mit Fördermitteln in Höhe von 70 000 Euro den Neuaufbau. Wie beim Hochzeitswagen schlagen die Eigenmittel für den Verein mit 80 000 Euro zu Buche, teilt Rainer Knurbien mit. Der Fahrzeugrahmen dieses Sanierungsobjektes steht derzeit bei der Preßnitztalbahn im erzgebirgischen Jöhstadt und wird fast vollständig neu gebaut. In den nächsten Wochen wird der sanierte Wagenkasten wieder aufgesetzt, so Lieberenz. "Von diesem alten Wagenkasten gab es keine Bauzeichnung mehr", erläutert er die eigentliche Herausforderung bei diesem Projekt. Und Rainer Knurbien ergänzt: "Wegen der Benutzung originaler Teile verzögerte sich die Sanierung im Zeitplan." Mitarbeiter der Sächsischen Dampfbahngesellschaft in Oberwiesenthal fertigen nun noch die Drehgestelle für diesen Wagen neu. "Geht alles nach Plan, soll der Wagen im Mai kommenden Jahres in Betrieb gehen", umreißt Sven Lieberenz das Ziel. "Unsere Vereinsmitglieder bringen sich beim Neuaufbau sehr stark ein", sagt Knurbien und hebt besonders Lokschlosser Torsten Albrecht aus Rostock hervor. Seit 20Jahren schraubt er jedes zweite Wochenende an den alten Schienenfahrzeugen in der Prignitz.

www Weitere Informationen zum Kleinbahnverein sind im Internet unter www.pollo.de zu finden.

Von Christamaria Ruch

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