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Stille Post kündigte überall die Tour-Radler an

Selbst das Wetter war auf der 4. Etappe kein Stimmungskiller Stille Post kündigte überall die Tour-Radler an

Sie wurden überall heiß erwartet, die 682 Radler, die am Donnerstag in Bad Wilsnack auf die 4. Etappe der diesjährigen Tour de Prignitz gegangen waren, ob in Glöwen, Bendelin, Damelack, Breddin, Stüdenitz, Zernitz oder Neustadt. Und die Nachricht über ihre nahende Ankunft eilte ihnen ständig voraus.

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Ortsdurchfahrt durch Stüdenitz.

Quelle: Atzenroth

Bad Wilsnack. Die Kunde von der herannahenden Tour de Prignitz verbreitete sich auf der Etappe zwischen Bad Wilsnack und Wusterhausen per stiller Post. „Wir wissen schon, dass Sie kommen“, meinte eine Dame, die in Stüdenitz auf die Radler wartete, „wir haben einen Anruf aus Damelack bekommen, als die Radler dort vorbeikamen.“ Und so wusste man in Stüdenitz sofort, wann man für die Radler die Kirchenglocken läuten musste. Die wiederum waren noch in Zernitz zu hören, weil der Wind gut stand. Und so wusste man auch dort sofort, wann man mit dem Tross zu rechnen hatte. Vielleicht hat ja der Wind auch schon den Lärm aus dem noch weiter entfernten Breddin hinübergetragen, denn dort ging die Post ab, als das Feld an jubelnden Schülern vorbeifuhr. Aber auch die Jüngsten, die am Ortsende von Zernitz standen, waren kaum zu bremsen, als sie die Polizeimotorräder sahen.

Überquerung der Bahnlinie kurz vor Damelack

Überquerung der Bahnlinie kurz vor Damelack

Quelle: Atzenroth

Man merkt: Das war eine Etappe, die gespickt war mit herzlichen Empfängen. Und mit viel Musik, nicht nur bei den beiden Wahnsinnsstopps in Glöwen und Kampehl, sondern auch zwischendurch, etwa am Neustädter Haupt- und Landgestüt, wo man die Radler mit Fanfarenklängen grüßte. Für die 682 Teilnehmer, die am Morgen von Bad Wilsnack aus losgefahren waren, war es eine lange, aber sehr schöne und ruhige Fahrt mit vielen Höhepunkten. Es war ja auch wieder eine tolle Route, gleich vorbei an der Plattenburg über den malerischen Weg am Storbeckshof zunächst bis zur Mittagspause. Auch danach gab es viel am Wegesrand zu sehen, auch wenn im Nieselregen wohl niemand den Gedenkstein für die Dreharbeiten zu dem Film „Das weiße Band“ in Netzow beachten mochte. Bendelin wartete mit schön geschmückten Gärten und einem originellen Hinweisschild in Richtung Wusterhausen auf. Und zwischen all den tollen Empfängen unterwegs, die dann noch folgten, hätte man sich in Zernitz auf den „Highway to hell“ begeben können, wie ein Anlieger seine Hauszufahrt genannt hat.

Durch ein lautstarkes Saplier fuhren die Radler in Breddin

Durch ein lautstarkes Saplier fuhren die Radler in Breddin

Quelle: Atzenroth

Dabei hatte es der Wettergott nicht wirklich gut mit den Radlern gemeint: Am Morgen war die Prignitz von einer Nebelschicht überzogen, und aus der diesigen Grundstimmung kam der Tag in Sachen Wetter auch nicht heraus. Zu allem Überfluss begann es um den Mittag herum auch noch zu nieseln. Und trotzdem ließ sich niemand davon verdrießen, weder im Feld noch am Rande des Weges – das ist die wahre Tour de Prignitz.

In Zernitz wurde den Radlern eine gute Fahrt gewünscht

In Zernitz wurde den Radlern eine gute Fahrt gewünscht.

Quelle: Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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