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Storchentour mit Bahnanschluss

Rühstädt Storchentour mit Bahnanschluss

Auch Familien mit Kindern können die Radtour „Treffpunkt Adebar“ mit ihren 28 Kilometern Länge und fast ohne Steigungen gut bewältigen. Dafür bietet die Radtour einen Bahnanschluss in Bad Wilsnack und eine hohe Dichte an Sehenswertem.

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Nicht nur für Radler auf dem Elberadweg: Der große Bilderrahmen fürs Erinnerungsfoto in Rühstädt.

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Rühstädt. Schon fast eine Fahrradpräsentation ist an diesem Wochenende in Rühstädt zu sehen. Trekkingräder mit offensichtlich hohem Kilometerstand stehen neben hypermodernen Elektro-Bikes im Lifestyle-Design, sogar ein Liegerad wird vor dem Besucherzentrum der Nationalparkverwaltung abgestellt. Offenbar lockt die Radtour „Treffpunkt Adebar“ trotz brennender Hitze viele Radler auf die Strecke, sie gehört mit rund 28 Kilometern und kaum Steigungen zu den beschaulicheren Tagestouren in der Reiseregion Prignitz. Andererseits weist die Rundtour Rühstädt/Bad Wilsnack eine hohe Dichte an Sehenswertem auf – inklusive kühlen Schattenplätzen etwa in der Bad Wilsnacker Wunderblutkirche.

Storchenhorst auf dem Besucherzentrum in Rühstädt

Storchenhorst auf dem Besucherzentrum in Rühstädt.

Quelle: Claudia Bihler

Die Knotenpunktregelung erlaubt Radfahrern, an jedem beliebigen Ort der Tour einzusteigen. Also geht es von Rühstädt zunächst über den Elbedeich in Richtung Abbendorf. Doch zunächst werden Storchennester gezählt: 15 sind es auf den ersten Blick, allerdings sind wohl längst nicht alle erfasst. Immer wieder ist Klappern zu hören: Die Störche begrüßen sich bei der Landung auf dem Horst oder unterhalten sich schnabulierend über die besten Futterplätze am Elbeufer. Die Jungen sind schon ziemlich groß, bis zum Herbst werden sie auf den langen Weg nach Afrika vorbereitet.

Knotenpunktwegweiser in Bad Wilsnack

Knotenpunktwegweiser in Bad Wilsnack: Ein Stopp zur Besichtigung an der Wunderblutkirche lohnt sich.

Quelle: Claudia Bihler

3,5 Kilometer sind es nach Abbendorf, schweißtreibend an diesem Tag, was weniger an dem prima befahrbaren Weg auf dem Elbedeich liegt, als daran, dass eine gnadenlose Sonne ständiger Begleiter ist. In Abbendorf ist Stefan Keller aus Thüringen unterwegs. Er wollte eigentlich Rast im Dörpkrug am Diek machen, doch der ist leider geschlossen, und so muss Keller noch bis Rühstädt radeln, wo es gleich mehrere Gaststätten gibt: „Als ich das letzte Mal hier war, war noch geöffnet.“ Ja, das Besucherzentrum in Rühstädt ist geöffnet, wird dem Radler bestätigt, der sich noch an seinen letzten Besuch dort erinnert: „Die Informationsfülle ist beeindruckend. Ich wusste, dass die Störche so weit reisen. Oder dass sie ihre Horste nicht komplett selber bauen, sondern von den Menschen eine Art Rohbau bekommen.“

Eine Radtour mit hohem Erlebnisfaktor, meint Keller, der mitsamt Rad per Zug gekommen ist: „Die Ausstellung in der Wunderblutkirche ist sehr interessant, sie zeigt etwa, wie die Kirche sich aufs Geldverdienen verstanden hat.“

Beeindruckend farbenprächtiger Pfau auf der Plattenburg

Beeindruckend farbenprächtiger Pfau auf der Plattenburg.

Quelle: Claudia Bihler

Die Kurstadt Bad Wilsnack ist an diesem Sonntag fast menschenleer. Am Kircheneingang offerieren Mitarbeiter ein Kurzinfo über die Kirche und freuen sich über Spenden für ihren Erhalt. Die Ausstellung im Inneren gibt umfassend Auskunft über die Wilsnacker Wallfahrt, die heute als Langstreckenwanderung mit dem Pilgerweg ab Berlin nachvollzogen werden kann. Das hohe Kirchenschiff ist schön kühl und seine Dimensionen beeindrucken - selbst, wenn es nie fertig geworden ist, weil die Wilsnackwallfahrt mit der Reformation ein plötzliches Ende fand.

Der Radweg bei Abbendorf

Der Radweg bei Abbendorf.

Quelle: Claudia Bihler

Nachdem einige Wolken die Sonne etwas abschatten, steht doch noch ein Abstecher durch lichte Wälder zur Plattenburg auf dem Streckenplan. Unter einer berankten Pergola gibt es kühle Getränke und Essen, zwischen den rustikalen Gemäuern der größten Wasserburg Norddeutschlands lässt es sich gut entspannen. Ein Pfau mit metallisch-blauem Gefieder schreitet herum und versucht, seinen Federschmuck nicht zu häufig auf dem Erdboden entlang schleifen zu lassen.

Dann geht’s zurück nach Rühstädt. Die Storchenhorste in Rühstädt sind belebter, offenbar ist die Futtersuche für diesen Tag weitgehend abgeschlossen. Der große Bilderrahmen dient zwar eigentlich Radlern vom Elberadweg fürs Erinnerungsfoto mit Storch. Für die Radler auf der Tour „Treffpunkt Adebar“ ist fotografieren aber ebenso erlaubt.

Bekannte und weniger bekannte Radwege im Test

Die MAZ testet in diesem Sommer einige Radwege in der Region – darunter bekannte, weniger bekannte und neu ausgewiesene.

Für die Kerntour ab Bahnhof Bad ­Wilsnack nach Rühstädt folgen ­Tourenfahrer den Knotenpunkten 40, 41, 42, 43, 44, 48. Neben Radwegen werden für die Tour auch Straßen mit wenig Verkehrsaufkommen genutzt.

Bei der sommerlichen Radweg-Aktion unterstützt der Radreiseveranstalter Günter Lutz die MAZ

Von Claudia Bihler

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