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Straße nach Baek wird 2019 gebaut

Strigleben Straße nach Baek wird 2019 gebaut

Strigleben hat 61 Einwohner, davon sind zehn unter 18 Jahren alt: Ortsvorsteher Harald Matthes führt den Zuzug ins Dorf unter anderem aufs schnelle Internet zurück. Er freut sich, dass nun endlich die Ortsverbindung nach Baek saniert werden soll. Die alte Piste ist kaum noch gefahrlos zu befahren.

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Ortsverbindung nach Baek. Die Straße ist nur noch für Offroader und Landmaschinen nutzbar.

Quelle: Claudia Bihler

Strigleben. Drei Kinder proben auf dem Dorfanger ihre Radfahrkünste, in einem Garten picken ein paar Hühner im Frühlingsgras, Rasenmähergeknatter ist irgendwo im Hintergrund zu hören. Es ist Freitagnachmittag in Strigleben und die Welt ist ganz offensichtlich in Ordnung. „Wir tun auch viel dafür“, sagt Ortsvorsteher Harald Matthes. „Zwei Mal im Jahr gibt es ein großes Lagerfeuer, und auch so wird zwei, drei Mal im Jahr gefeiert.“

61 Einwohner hat das Dorf, das nicht nur zur Gemeinde Groß Pankow, sondern auch zu Baek gehört. „Irgendwann hat eine demografische Studie einmal aufgezeigt, wie viele Orte aussterben werden“, erinnert sich Matthes. „Aber hier leben zehn Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.“ Dass es in Strigleben immer wieder auch Neuzuzügler gibt, führt er auf einen Grund zurück: „Wir haben den Vorteil, dass wir hier eine Hundert-Mbit-Leitung und damit ein sehr schnelles Internet haben“, meint er. „Das führt dazu, dass wir auch Zuzug verzeichnen können, wie kürzlich, als ein Hamburger EDV-Administrator hier ein Haus gekauft hat. Wegen der Internetanbindung kann er von Strigleben aus arbeiten und hier seinem Hobby nachgehen.“

Ältere Menschen sind aufs Handy angewiesen

Schon lange in Strigleben ansässig ist eine Familie, die dort Schafe züchtet und Käse herstellt. Weitere Zuzügler gibt es: „Schon allein wegen ihrer Kinder finden die bei uns im Dorf auch schnellen Anschluss“, sagt Matthes.

Harald Matthes ist Ortsvorsteher von Srtrigleben – sozusagen in zweiter Generation

Harald Matthes ist Ortsvorsteher von Srtrigleben – sozusagen in zweiter Generation.

Quelle: Claudia Bihler

Dass es um die Handyanbindung in der von Funklöchern durchzogenen Region weitaus weniger gut bestellt ist, weiß der Ortsvorsteher. Zufrieden ist er damit nicht, zumal kürzlich die Landesregierung gesagt habe, dass es auch dauerhaft weiße Flecken bei der LTE-Abdeckung geben werde: „Das Handy ist vor allem auch für ältere Menschen wichtig. Oft haben die einen mobilen Alarmgeber, den sie auslösen können, wenn sie in Not sind. Ohne Handynetz funktioniert das nicht, dabei wäre es gerade hier draußen wichtig.“ Irgendwann hatte es im Nachbardorf einen Funkmast gegeben. Warum der abgebaut wurde, weiß der Ortsvorsteher nicht.

2019 soll gebaut werden

Immerhin soll 2019 nun die Straße nach Baek gebaut werden. „Um die hat sich schon mein Vater bemüht. Zu seinem 80. Geburtstag hatte ihm der damalige Bürgermeister von Groß Pankow versprochen, dass sie zu seinem 90. Geburtstag fertig ist. Er wurde 90, 91, 92. inzwischen lebt er nicht mehr, aber die Straße gab es nicht.“ Dabei sei die 1,6 Kilometer lange Strecke nicht nur für das Zusammengehörigkeitsgefühl mit Baek wichtig. Denn in Strigleben gibt es keine Feuerwehr mehr, so dass diese aus Baek gerufen wird. „Weil die Ortsverbindung nur noch für Landmaschinen und Offroader zu nutzen ist, fahren die Einsatzwagen mitunter über den alten Bahndamm der früheren Kreisringbahn“, sagt Matthes. Mit dem Bau in 2019 ist der Ortsvorsteher zufrieden: „Das steht ja jetzt auch im Finanzplan und es soll Fördermittel geben. Und so wie mit meinem Vater läuft das mit mir sowieso nicht.“

Das größte Ärgernis für den Ortsvorsteher ist aber das ehemalige Gutshaus. Obwohl das Dorf bereits Pläne gemacht hatte, wurde es als denkmalgeschütztes Objekt von der Treuhandnachfolgerin versteigert. Inzwischen ist es in Privatbesitz, der Denkmalschutz ist aufgehoben. Getan hat sich dennoch nichts. Matthes: „In ein, zwei Jahren ist es wohl nicht mehr zu retten.“

Von Claudia Bihler

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