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Straße wird gesperrt

Protestaktion in Schweinrich Straße wird gesperrt

Die Schweinricher bereiten sich auf Protestaktionen vor. Die Einwohner fordern die Sanierung der Ortsdurchfahrt. Von der Aktion könnten auch viele Prignitzer betroffen sein, die zu dieser Zeit in Richtung Rheinsberg und Ruppiner Schweiz oder Mecklenburgische Seenplatte unterwegs sind.

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Für eine Stunde lassen die Schweinricher niemanden mehr durch.

Quelle: dpa

Schweinrich. Ein Dorf geht in die Offensive: In Schweinrich (Ostprignitz-Ruppin) soll am Freitag ab 16 Uhr ‒ voraussichtlich für eine Stunde ‒ die Straße am Ortseingang aus Richtung Babitz gesperrt werden. Davon betroffen sein könnten auch viele Prignitzer, die zu dieser Zeit in Richtung Rheinsberg und Ruppiner Schweiz oder Mecklenburgische Seenplatte unterwegs sind beziehungsweise von dort zurückkommen.

Am Dorfgemeinschaftshaus in Schweinrich ist während der Straßensperrung zudem eine Kundgebung geplant. Mit dieser Aktion will die Schweinricher Bürgerinitiative die Sanierung der Ortsdurchfahrt einfordern ‒ und gleichzeitig klarmachen, dass sich die Schweinricher nicht mehr länger hinhalten lassen werden. "Seit Jahren werden wir vertröstet. Nun sind wir mit unserer Geduld am Ende. Wir werden nicht nachlassen und fordern endlich konkrete Aussagen, wann die Straße saniert wird. Spätestens 2014 muss es passieren", sagte Christiane Nagel von der Bürgerinitiative.

Sie war gemeinsam mit anderen Helfern im Ort unterwegs, um beim Aufhängen der Protest-Plakate zu helfen. An den Ortseingängen, an der Kirche und an Zäunen prangen nun Schilder, die auch durchfahrende Kraftfahrer auf die Forderungen aufmerksam machen. Zudem sollen auch Handzettel im Nachbarort Babitz verteilt werden. "Kommt nach Schweinrich zur Demo. Helft uns, zeigt Solidarität, nur gemeinsam können wir es schaffen", heißt es da.

Ganz ohne Panne ging es aber nicht ab. Erst beim Anbringen der Plakate an den Ortseingängen fiel auf, dass das W in Schweinrich fehlt. Da es zu teuer und zu langwierig wäre, die Schilder von der beauftragten Fachfirma aus dem Raum Neuruppin deshalb noch einmal herstellen zu lassen, muss die Situation irgendwie anders gerettet werden ‒ wie genau, wird sich noch zeigen. Viola Terzijska aber könnte sich vorstellen, dass ein W etwas schräg über die Stelle gesetzt wird, wo es eigentlich hingehört. Soll heißen: Der ganze Ort ist in Bewegung.

Das gilt in zweierlei Hinsicht. Einerseits will die Bürgerinitiative Druck machen und möglichst viele Unterstützer ‒ auch aus anderen Orten ‒ mobilisieren, andererseits leiden die Schweinricher unter den starken Erschütterungen, die vor allem schwere Lkw verursachen. Am Donnerstagabend verlor ein Holztransporter sogar einen Baumstamm. Die Einwohner sorgen sich um die Sicherheit, vor allem, wenn es um die Kinder geht. "Es gibt keine Überwege. Zweimal wäre ein Kind beinahe angefahren worden", berichtete ein Helfer. Auch der Splitt, mit dem die Straße immer wieder ausgebessert wird, sei für Radfahrer gefährlich. "Laut Chronik ist die Straße mehr als hundert Jahre alt", hat Gundula Arndt herausgefunden. Die Fahrbahn mit ihrem schwachen Unterbau sei den heutigen Belastungen längst nicht mehr gewachsen.

Von Björn Wagener

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