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Straßen und Keller in Wittenberge überflutet

Unwetter in der Prignitz Straßen und Keller in Wittenberge überflutet

Die Unwetterfront vom Donnerstagabend hielt die Feuerwehr Wittenberge (Prignitz) in Atem. Ganze Straßenzüge waren überflutet, ein Auto musste aus dem Wasser gezogen werden. Drei Keller liefen voll, in einem Haus kam das Wasser von der Decke und aus den Steckdosen gelaufen. Zudem knickten Bäume um und Äste ab.

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Strakregen ließ in Wittenberge ganze Straßenzüge vollaufen. Die Feuerwehr war am Donnerstagabend neunmal im Einsatz.

Quelle: Privat/Andreas König

Wittenberge. Die Unwetter der vergangenen Tage trafen auch die Prignitz. Allein die Feuerwehr Wittenberge musste am Donnerstag neunmal ausrücken und das innerhalb von zweieinhalb Stunden.

Wie Norman Rauth, Presseverantwortlicher bei der elbe­städtischen Wehr informierte, begann der erste Einsatz der Serie um 20.01 Uhr mit dem Stichwort „Keller unter Wasser“. Ein Wohnhaus in der Karlstraße war der erste Einsatzort. Das Wasser überschwemmte binnen kurzer Zeit mehrere Straßen. Im Horning stand ein Pkw derart tief im Wasser, dass an ein normales Starten nicht mehr zu denken war. Die Feuerwehrleute schleppten das feststeckende Fahrzeug auf eine trockene Stelle, wo sich der Fahrzeughalter dann um seinen Wagen kümmern konnte. Allerdings war das Fahrzeug „abgesoffen“ und demzufolge nicht mehr fahrtauglich.

Nummernschild lag im Schlamm

Die Kameraden haben anschließend die Straße abgepumpt“, berichtete Norman Rauth weiter. Das Wasser wurde auf eine Wiese am Straßenrand geleitet, deren Aufnahmekapazität trotz der hohen Niederschlagsmenge noch nicht erschöpft war. „Nach dem Abpumpen haben wir im Schlamm noch ein Nummernschild mit Wittstocker Kennzeichen gefunden“, sagte Norman Rauth. Der Besitzer könne es in der Wache Wittenberge abholen.

Sturzbach lief durchs Dach und durch Steckdosen

Drei Keller standen unter Wasser und wurden von der Feuerwehr wieder trockengelegt. In einem Fall hieß es hingegen: Wasser durch die Decke. „In der Rathausstraße war der Regen durch ein vermutlich defektes Dach in eine leerstehende Wohnung gelaufen“, sagte Norman Rauth. Doch nicht nur dass: Der sturzbachartige Niederschlag bahnte sich seinen Weg auch durch die Steckdosen des Hauses. Daher war es geboten, das Haus vom Netz zu trennen und auf Schäden zu überprüfen, ehe es wieder freigegeben werden kann. „Um die Schäden muss sich in dem Fall der Vermieter kümmern“, erklärt Norman Rauth. Wegen starker Verschmutzung musste bei einem vollgelaufenen Keller in der Parkstraße eine sogenannte Chiemsee-Pumpe eingesetzt werden. Mit diesem Spezialgerät ist es möglich, auch stark verunreinigtes Wasser abzupumpen, ohne das Pumpengehäuse oder andere Bestandteile zu beschädigen.

Heftige Sturmböen knickten Bäume um

Neben den bemerkenswert hohen und in kürzester Zeit gefallenen Niederschlagsmengen ging das Unwetter mit heftigen Sturmböen einher. Das führte dazu, dass mehrere Bäume und große Äste um- oder abgeknickt wurden.

In der Elbstraße war beispielsweise ein Baum auf eine Telefonleitung gestürzt. Die Feuerwehr beseitigte dieses wie auch die anderen Hindernisse, darunter einen umgestürzten Baum in der Wahrenberger Straße. Letztere musste mit Hilfe einer Seilwinde von der Straße geschleppt werden.

29 Feuerwehrleute waren m Einsatz

Im Einsatz waren 29 Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen. Einen Ast, der auf der Straße zwischen Garsedow und Wittenberge lag, räumte der Stadtwehrführer persönlich weg. Neben den drei vollgelaufenen Kellern und dem Wasserschaden in der Wohnung beseitigte die Feuerwehr drei umgestürzte Bäume von Straßen und einen aus der Telefonleitung. Hinzu kam der Pkw, der von der überfluteten Straße geborgen wurde.

Personen kamen nicht zu Schaden

Personen kamen infolge des Unwetters nicht zu Schaden. Auch die Wohnungen, in denen Keller ausgepumpt werden mussten, waren bewohnbar. Nach den heftigen Wetterunbilden der vergangene Tage soll nun laut Unwetterzentrale erst einmal wieder Entwarnung gelten – laut Vorhersage für die ganze Prignitz.

Von Andreas König

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