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Prignitz Straßenbau in Pritzwalk ist Großprojekt
Lokales Prignitz Straßenbau in Pritzwalk ist Großprojekt
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02:15 06.03.2016
Die Havelberger Straße ist einer der neuralgischen Strecken durch Pritzwalk. Heiko Möbius (l.) vom Bereich Straßenwesen der Stadtverwaltung Pritz­walk, und Vizebürgermeister Ronald Thiel. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Das ist eine wahre Herkulesaufgabe: Was sich hinter dem sperrigen Begriff Verkehrsentwicklungsplanung für die Stadt Pritz­walk verbirgt, hat es aber in sich. Die Stadtverordneten wurden am Mittwoch über den Stand der Dinge, rechtliche Grundlagen und mögliche Konzepte umfassend informiert. „Das war wie eine Schulung“, sagte Jörg Zeiger (CDU). Sein Fraktionskollege und Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Hans-Peter Garlin begrüßte ausdrücklich, wie umfassend die Informationen waren.

Eines der größten Probleme ist der landwirtschaftliche Verkehr durch die Stadt. Doch den muss Pritzwalk weiter hinnehmen. Denn eine Mitnutzung der Umgehungsstraße durch Traktoren und andere landwirtschaftliche Fahrzeuge ist ausgeschlossen.

Pro Tag 160 Busbewegungen in Pritzwalk

Mindestens 60 Kilometer pro Stunde müssen Fahrzeuge erreichen, wenn sie die Umgehung nutzen wollen. Und das ist regulär bei Traktor und Co. nicht drin. Zwar könne man die landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht um die Stadt herumführen, wohl aber könne man unter Umständen den Lastverkehr reduzieren. „Interessant in diesem Zusammenhang war die Erkenntnis, dass der Lkw-Verkehr nur zu einem Drittel von auswärtigen Fahrern verursacht wird“, sagte Hans-Peter Garlin. Zwei Drittel hingegen mache der sogenannte Quellverkehr aus, also Fahrten von Pritzwalker Bürgern durch ihre Stadt. Nicht zu unterschätzen sei auch der Busverkehr. Laut Informationen der Stadtverwaltung gebe es in Pritz­walk pro Tag 160 Busbewegungen. „Und da ist die Stadtbuslinie noch nicht einmal mit eingerechnet“, ergänzte Jörg Zeiger.

Verkehr ist schon lange Thema

Ein Verkehrskonzept für die Stadt Pritzwalk beschäftigt die Verwaltung und die Stadtverordneten schon seit Jahren.

Laut Hans-Peter Garlin (CDU), dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung gab es bereits ein ausgearbeitetes Konzept. Doch dann hatte das Land die Prioritäten bei der Förderung kommunaler Vorhaben geändert. Stadt in Beton sollte in Bildung investiert werden.

Die Tuchfabrik wurde daher zum wichtigsten Vorhaben der Stadtentwicklung erklärt. Doch Straßen müssten auch saniert werden, sagte Garlin. akö

Den zahlreichen Probleme könne man nur mit einem abgestimmten Gesamtkonzept begegnen, lautete eine der Schlussfolgerungen. Um den Überlegungen eine Richtung zu geben, müssten die politischen Entscheidungsträger, also die Stadtverordneten, zunächst für sich beantworten, ob sie ein Einbahnstraßensystem bevorzugen oder den Begegnungsverkehr beibehalten wollen. Nach sorgfältiger Analyse kristallisieren sich nur zwei Argumente für die Einbahnstraßenlösung heraus. „Wir wollen in den Fraktionen beraten, wie wir zu dem Gehörten stehen“, kündigte Stadtverordnetenvorsteher Hans-Peter Garlin an.

In jedem Fall wird die Umsetzung des Konzepts viel Geld kosten. Woher das kommen könnte, ist zwar noch nicht klar, in jedem Fall werden die Anwohner über Anliegerbeiträge mit zur Kasse gebeten. „Wir wollen die Kosten dämpfen, indem wir die Ver- und Entsorgungsleitungen von den zuständigen Verbänden und Unternehmen in einem Zug erneuern lassen“, sagte Pritzwalks Vize-Bürgermeister Ronald Thiel. Für Hans-Peter Garlin ist das Vorhaben Verkehrskonzept „mindestens so groß wie das Projekt Tuchfabrik.“

Von Andreas König

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