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Prignitz Straßenbau zwischen Neu Krüssow und Sadenbeck
Lokales Prignitz Straßenbau zwischen Neu Krüssow und Sadenbeck
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00:31 18.07.2015
Für die Kinder ist der Straßenbau eine Attraktion. Quelle: Claudia Bihler
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Sadenbeck/Neu Krüssow

Für die Kinder im Dorf ist die große Asphaltfräse eine Sensation, zu der es einen Ausflug lohnt: Seit wenigen Tagen wird an der Kreisstraße zwischen Sadenbeck und Neu Krüssow gearbeitet, der Asphalt ist bereits auf voller Straßenlänge abgefräst, auch der Unterbau wird aufgenommen und neu angelegt. Bereits bis Ende September soll die grundständige Sanierung der Straße wieder beendet sein, hieß es auf der Baustelle.

Schon seit langem hatten sich die Neu Krüssower über den Zustand der Verbindungsstraße ins Dorf geärgert: Tiefe Schlaglöcher im Straßenbelag, bröselnde Ränder der ohnehin nur einspurig verlaufenden Straße und riesige Wasserlachen, die sich nach Niederschlägen ausbereiteten, hatten immer wieder auch für Beschwerden der Leser bei der MAZ gesorgt. Im März hatte dann der Kreistag außerplanmäßig Geld für die Sanierung zur Verfügung stellen können. Das Land Brandenburg hatte dem Kreis zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse eine Zuwendung nach dem sogenannten Entflechtungsgesetz in Höhe von 50 Prozent der Baukosten zugesagt, das entspricht einer Summe von 380 000 Euro. Dafür muss die Baumaßnahme im Jahr 2015 umgesetzt und abgerechnet werden.

Die Auflagen konnte der Landkreis nur für die bereits geplante Straßenbaumaßnahme Kreisstraße K 7019 Neu Krüssow — Sadenbeck möglich: Für die Anlieger in Neu Krüssow in Anbetracht des Straßenzustandes eine gute Nachricht, war der Straßenbau doch bis dahin erst für das Jahr 2017 vorgesehen.

Die andere Hälfte der Bausumme werden zum einen über den für 2017 veranschlagten Eigenanteil des Kreises an den Arbeiten in Höhe von 300 000 Euro aufgebracht. 80 000 Euro werden aus dem geplanten Zuschuss im Finanzplan 2016 für den Bau der Ortsdurchfahrt von Bälow (Gemeinde Rühstädt) für die Arbeiten zwischen Sadenbeck und Neu Krüssow verwendet werden.

Für Bälow wird das Geld nicht mehr benötigt, da die dortige Maßnahme zu 100 Prozent über das Hilfsprogramm Hochwasser 2013 finanziert wird, also finanziell komplett abgesichert ist. Übernommen hat die Baumaßnahme zwischen Sadenbeck und Neu Krüssow die Firma Bunte.

Für Verwunderung unter Autofahrern sorgte allerdings ein anderer Umstand. Die Straßenbauarbeiten haben exakt zu dem Zeitpunkt begonnen, als auch die Bundesstraße B 189 zwischen Kemnitz und Heiligengrabe gesperrt wurde. Dort wird die Asphaltdecke erneuert. Die ohnehin schwierige Umfahrung der Bundesstraßen-Baustelle kann nun auch nicht über Sadenbeck erfolgen.

Diese Arbeiten sollen jedoch bis zum Wochenende abgeschlossen sein, so dass der weg zwischen Pritzwalk und Wittstock für Autofahrer wieder einfacher wird.

Von Claudia Bihler

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