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Strohmiete in Neukrüssow in Flammen

Brandursache ist noch unklar Strohmiete in Neukrüssow in Flammen

Zwischen Sadenbeck und Neukrüssow konnte die Feuerwehr am Montag beim Brand einer Strohmiete nur dafür sorgen, dass sich die Flammen nicht ausbreiteten. 350 Strohballen und eine Scheune gingen in Flammen auf. Die Brandursache ist noch unklar.

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Einen Wasserwagen schickte die Agrargesellschaft Sadenbeck.

Neukrüssow. Kalt wurde den Männern von der Feuerwehr am Montag zwischen Neukrüssow und Sadenbeck nicht: Aus bislang ungeklärter Ursache stand dort eine große Strohmiete in Flammen und entwickelte eine enorme Hitze und fast ebenso viel Qualm: Das Schleppdach einer Scheune war schon bald ein Opfer der Flammen, genau 536 Strohballen hatten sich ebenfalls entzündet. Volker Lehmann, Stadtbrandmeister: „Das ist ungewöhnlich, denn Rundballen sind so fest gepresst, dass sie sich normalerweise nicht selbst entzünden können.“ Das Stroh stammte bereits aus der diesjährigen Ernte und hatte gerade mal vier Wochen dort gelagert. Tiere waren keine im benachbarten Stall.

Zwar konnte die Feuerwehr lediglich auf einen Unterflurhydranten zugreifen, sodass die Agrargesellschaft aus Sadenbeck noch einen Traktor mit einem 10 000 Liter fassenden Wasserwagen schickte. Doch viel mehr Wasser war auch nicht nötig: Bei Bränden von Strohmieten wird nicht regulär gelöscht. Stattdessen lassen die Feuerwehrleute die Miete unter Aufsicht kontrolliert abbrennen und achten nur darauf, dass sich die Flammen nicht über den Brandort hinaus ausbreiten.

Damit dies gewährleistet blieb, hatte die Leitstelle in Potsdam gleich fünf Feuerwehren alarmiert – am Montagvormittag haben viele der ehrenamtlichen Feuerwehrleute bereits wieder ihren Dienst außerhalb angetreten. Vor Ort waren die Wehren aus Wilmersdorf, Sadenbeck, Falkenhagen, Beveringen und Pritzwalk. Fast 40 Leute standen dem Stadtbrandmeister so zur Brandbekämpfung zur Verfügung, einige konnte er direkt vom Brandort entlassen.

Für die Feuerwehren war es zudem die zweite Gelegenheit, den Digitalfunk ganz offiziell einzusetzen. Das war zwar eigentlich vorfristig, doch waren die Katastrophenschützer mehr oder weniger dazu genötigt gewesen, ihre neuen Geräte einzusetzen.

Bei einem Brand in Boddin hatte es am Wochenende Probleme mit dem alten Analogfunk gegeben: Offensichtlich waren Probleme bei der Telekom die Ursache, der Analogfunk war komplett unterbrochen. „Deswegen mussten wir dort gleich die neuen Geräte einsetzen“, sagt Lehmann. Dafür ist der Landkreis Prignitz nun der erste Landkreis in ganz Brandenburg, der nun ganz offiziell auf die neue Technik setzt. In den vergangenen Monaten waren die Feuerwehrleute intensiv auf die neue Technik geschult worden. Das bedeutet nun, dass die Geräte nicht wie die alten analogen Handsprechgeräte am Brandort mit voller Lautstärke laufen müssen. Die Sprachqualität ist besser als zuvor, sodass der Funkverkehr bei geringerer Lautstärke besser zu hören ist.

Nach dem Regen am Sonntagabend wurde die Waldbrandwarnstufe wieder auf Stufe I zurückgesetzt, komplett vorbei ist die erhöhte Waldbrandgefahr jedoch noch nicht. „Alle sollten auch weiterhin ein wenig aufpassen“, meint Lehmann, „denn der Regen ist ja nicht überall gleichmäßig gefallen, vielleicht gibt es ja Stellen, die nach wie vor sehr trocken sind.“

Von Claudia Bihler

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