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Studentisches Filmdrama ist fertig

Pritzwalk Studentisches Filmdrama ist fertig

Um das Leben und Sterben in Einsamkeit geht es in dem intensiven Kammerspiel „Ptok“ von Regisseur Ali Tamim und weiteren Studenten der Filmuni Babelsberg. Gedreht wurde der Streifen im einer Woche im April dieses Jahres in Pritzwalk. Am 27. Oktober begutachten die Professoren die Arbeit, ehe er auf möglichst vielen Festivals gezeigt werden soll.

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Der Film „Ptok“ mit Friedhelm Ptok in der Hauptrolle wurde innerhalb einer Woche in einer leerstehenden Plattenbauwohnung in Pritzwalk gedreht.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Einen arbeitsreichen Sommer haben die Studenten der Filmuniversität „Konrad Wolf“ Babelsberg nach ihren Dreharbeiten in Pritzwalk hinter sich. Doch jetzt ist der Film über einen alten Mann, der vereinsamt in einem Plattenbau um sein Leben kämpft fertig. Am 27. Oktober bekommen ihn erstmals die Professoren der Filmuni zu Gesicht, informiert Produzent Fridolin Lehmann.

Auch der endgültige Filmtitel steht nun fest. „Ptok“ wird der Streifen heißen, benannt nach dem Hauptdarsteller Friedhelm Ptok, der mit dem studentischen Filmteam um Regisseur Ali Tamim ohne Gage gearbeitet hat. „Diese Entscheidung hat Ali Tamim getroffen, weil die Dreharbeiten alle Beteiligten an ihre Grenzen brachten, allen voran jedoch den Hauptdarsteller Friedhelm Ptok“, sagt Fridolin Lehmann. Der Dreh sei für die gesamte Mannschaft eine besondere Erfahrung gewesen. „Dank der sehr guten Unterstützung der Pritzwalker konnten wir die Dreharbeiten in der vorgesehenen Zeit schaffen“, berichtet Fridolin Lehmann.

Besonderen Wert auf den Sound gelegt

Der Film wurde innerhalb einer Woche zumeist in einer Plattenbauwohnung der Pritzwalker Wohnungsbaugenossenschaft „Vereinte Kraft“ am Meyenburger Tor gedreht.

Umso länger dauerte dagegen die Nachbearbeitung. „Da der Film sehr auf die Bilder reduziert ist und es ganz wenig Sprache gibt, hat der Regisseur besonderen Wert auf den Sound gelegt“, sagt der Produzent. Fast anderthalb Monate lang wurde eine spezielle Klangwelt geschaffen. Die Verantwortung dafür lag bei Sounddesigner Berthold Budig. „Er hat regelrecht eine eigene Audiowelt für den Film erschaffen“, sagt Fridolin Lehmann. Auch die Bildbearbeitung sei sehr aufwendig gewesen.

Film soll auf Festivals laufen

Das Resultat kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen und hören lassen. „Ptok“ ist ein sehr intensiver, um nicht zu sagen harter Film geworden, der den Zuschauern einiges abverlangt. Mit 25 Minuten Dauer ist er allerdings schwierig zu vermarkten, da er nicht in das übliche Sendeschema passt. Da der Film allein von Studenten der Filmuni Babelsberg realisiert wurde, gab es auch keine Coproduktions-Vereinbarung mit einem Fernsehsender. „Wir sind also auf die Filmfestivals angewiesen, was die Verwertung betrifft“. erklärt Fridolin Lehmann. Einige namhafte Veranstaltungen dieser Art habe man bereits im Auge, das Max-Ophüls-Festival für Nachwuchsfilmer etwa oder die Internationalen Hofer Filmtage in der gleichnamigen fränkischen Stadt. Zunächst werden wir den Film am Freitag, 27. Oktober, unseren Professoren zur Begutachtung zeigen“, sagt Fridolin Lehmann. Bei dieser Gelegenheit werde auch mit der universitätseigenen Festivalabteilung beraten, für welche Festivals sich „Ptok“ besonders eignen würde. Denkbar sei auch eine Teilnahme an internationalen Festivals, da eine Sprachbarriere wegen der geringen Textlastigkeit kaum vorhanden sei.

Wenn der Film – aus Sicht der Macher hoffentlich erfolgreich – auf den wichtigsten Festivals gezeigt worden ist, sei es durchaus denkbar und wünschenswert, ihn auch in Pritzwalk aufzuführen. „Schließlich wäre der Film ’Ptok’ ohne die Hilfe der Pritzwalker so nicht möglich gewesen“, sagt Friedhelm Lehmann.

Von Andreas König

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