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Stürmisch in die österliche Zeit

Blüthen Stürmisch in die österliche Zeit

Beim Kunsthandwerkermarkt in Blüthen gab es altes Handwerk und Einstimmung auf den Frühling – auch wenn das Wetter sich eher herbstlich gerierte. Mit dabei war altes Handwerk, zum Beispiel eine Wollspinnerin aus Heiligengrabe und ein Korbmacher.

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Die Jagdhornbläser kamen auch zum Ostermarkt.

Quelle: Martina Matuschewski

Blüthen. Der Wetterbericht sprach von einem regnerischen, mitunter böigem Wochenende. Geregnet hatte es nicht, aber das Sturmtief „Eckhart“ sorgte für stürmischen Wind, so dass die Händler auf dem Blüthener Ostermarkt am Wochenende alle Hände voll zu tun hatten, ihre Stände gegen den Sturm zu sichern. Zum Glück spielte sich der größere Teil der Veranstaltung in der beheizten Reithalle ab.

„Blüthen ist das Kulturzentrum der Gemeinde Karstädt“, sagt Doreen Lüdemann, die Koordinatorin für Gemeindeveranstaltungen in Karstädt. Sie ist auch die Initiatorin und Verantwortliche des diesjährigen Frühjahrs- und Ostermarktes in Blüthen, der immer vier Wochen vor Ostern stattfindet. Das Kunsthandwerk präsentierte sich im österlichen Gewand und bot neben dem klassischen, bunten Osterei auch Strick- und Filzwaren, festlich dekorierte Blumengestecke, handgefertigten Schmuck und Keramikprodukte. Der Pritzwalker Korbmacher Herbert Aukthum, ein Urgestein des alten Handwerks in der Prignitz, stellte zusammen mit seiner Frau Brigitte seine Korb- und Flechtwaren aus. Er arbeitet seit 60 Jahren als Korbmacher und beschreibt seinen Beruf als sehr vielseitig. So muss ein Korbmacher die benötigten Weidenruten selbst anbauen und schneiden. Stecklinge der Korbweide werden angesetzt, und nur die einjährigen Ruten werden verwendet. Ein weiterer Hingucker war eine Frau, die an einem Spinnrad saß und Wolle spann. Andrea Janott aus Heiligengrabe bot Strick- und Filzwaren aus einheimischer Wolle an.

„Ich stelle alles selber her; vom Garn bis zum fertigen Strick- oder Filzprodukt. Und die Wolle stammt von meinen eigenen Gotlandschafen“, sagt Andrea Janott

Die Prignitzer Landfrauen hatten wieder leckeren Blechkuchen gebacken, und draußen vor der Reithalle boten Imbissbuden auch noch Deftiges an. Außerdem gab es zwei musikalische Darbietungen. Am Sonntag sang Peer Reppert Schlageroldies der 60er bis 90er Jahre.

Am Samstag traten die Westprignitzer Jagdhornbläser auf; sie stimmten mit einem Gedicht an, bliesen dann voller Inbrunst in ihre Jagdhörner und begrüßten den nahenden Frühlingsbeginn.

Von Martina Matuschewski

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