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Sturm deckte Schule ab und knickte Bäume um

Pritzwalk/Perleberg Sturm deckte Schule ab und knickte Bäume um

Diesen Nachmittag wird man in der Prignitz wohl so schnell nicht vergessen: Das Tief Xavier wütete über der Region – manche Orte waren zeitweise nicht zu erreichen, der Bahnverkehr war unterbrochen und die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. In Pritzwalk wurde die Jahnschule zum Teile abgedeckt. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

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Das Dach der Pritzwalker Jahnschule liegt jetzt auf dem Schulhof.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk/Perleberg. Ein Bild der Verwüstung bot sich am späten Donnerstagnachmittag in der ganzen Prignitz: Sturm Xavier sorgte für große Schäden, Bäume knickten gleich reihenweise um. Der Zugverkehr kam mehr oder weniger zum Erliegen und auch viele Straßen waren zeitweise nicht befahrbar.

Schwerpunkt des Unwetters scheint in der Prignitz der westliche Teil gewesen zu sein. In Wittenberge und Perleberg waren die Wehren im Dauereinsatz. Doch auch in Pritz-walk hinterließ der Orkan tiefe Spuren: Das Dach der Jahnschule war zum Teil abgedeckt, nachdem die stärksten Orkanböen durchgezogen waren. Wer die B103 Richtung Buchholz fuhr, sah am Straßenrand kaum einen Baum, der ohne Schäden davongekommen war. In Buchholz selbst waren mehrere Bäume umgeknickt. Im Pritzwalker Stadtgebiet waren die Straßen überall von abgeknickten Ästen gesäumt, so rund um die Nikolaikirche. Die Absperrwand zu einem Baugrundstück in der Grünstraße war vom Wind eingedrückt worden.

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Abgeknickte Bäume, blockierte Straßen und Bahntrassen, beschädigte Häuser und Autos – all dies waren Folgen des Sturmtiefs Xavier das am Donnerstagnachmittag auch über die Prignitz zog und eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Bis zum Abend gab es etwa 100 Einsätze landkreisweit, ein Feuerwehrmann wurde verletzt.

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Nach Angaben des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Volker Lehmann ist ein Feuerwehrmann bei den Einsätzen verletzt worden. Lehmann zufolge geht es diesem aber den Umständen entsprechend gut. Wie oft die Katastrophenschützer kreisweit insgesamt ausrücken mussten, ließ sich am frühen Abend noch nicht beziffern – die Zahl dürfte bei etwa 100 liegen. Es gab auch einige Stromausfälle, am frühen Abend waren die Energieversorger noch damit beschäftigt, die Schäden zu beheben.

Nachdem der lange angekündigte Sturm zunächst Verspätung hatte, brach er sich nach 15 Uhr mit aller Macht Bahn. Die Meldungen überschlugen sich in kürzester Zeit. Bis zum Abend gab es allein in Wittenberge 35 Einsätze der Feuerwehr, wie deren Sprecher Norman Rauth erklärte. Auch nach dem Abflauen des Unwetters waren Parkanlagen gesperrt, weil zu befürchten war, dass Äste herunterfallen – „es besteht Lebensgefahr“, erklärte Rauth. Die Feuerwehren waren im gesamten Stadtgebiet im Einsatz.

Windböen mit über 100 Stundenkilometern Stärke

Nicht minder prekär war die Lage in Perleberg, wo es zwischen 15.31 Uhr und 18 Uhr auch 33 Einsätze gab. Dort tobte das Unwetter mit über 100 Stundenkilometern. Die Feuerwehr war im Ausnahmezustand. Die Bergstraße war zeitweise gesperrt – mehrere Bäume waren in Höhe des ehemaligen Kreiskrankenhauses auf die Straße gestürzt. In der Ritterstraße stürzten Bäume auf zwei Pkw und ein Krad; auch wurden Häuser beschädigt. Ob es Verletzte gab, war bis zum Redaktionsschluss nicht bekannt, Rettungswagen sind im Einsatz. In der Lindenstraße blockierte ebenfalls ein Baum die Straße. Weil eigentlich die Abfuhr der gelben Säcke anstand, verteilte sich deren Inhalt auf manche Straßenzüge.

Teilweise waren Orte, etwa die Stadt Bad Wilsnack, von der Außenwelt abgeschnitten. Bäume blockierten sämtliche Zufahrten. Etliche Bäume lagen auf den Gleisen zwischen Perleberg und Weisen. Der öffentliche Personennahverkehr war nahezu ausgesetzt, die alte und die neue B189, die in diesem Bereich parallel verlaufen, waren unpassierbar. In Netzow soll ein Baum auf ein Haus gefallen sein.

Von Bernd Atzenroth und Marcus J. Pfeiffer

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