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Prignitz Sturm hielt Prignitzer Feuerwehren in Atem
Lokales Prignitz Sturm hielt Prignitzer Feuerwehren in Atem
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00:32 19.03.2018
Stürme hielten die Feuerwehren in der Prignitz im vergangenen Jahr in Atem – viele Einsätze absolvierten die Ehrenamtler. Quelle: Michael J. Pfeiffer
Perleberg

Weniger Brände, dafür mehr technische Hilfeleistungen verzeichneten die Feuerwehren der Prignitz im vergangenen Jahr. Von den 1218 Einsätzen waren nur 273 Brände. Technische Hilfeleistungen rücken immer weiter in den Vordergrund – Ölspuren, Türnotöffnungen, Verkehrsunfälle und Sturmeinsätze.

Etwa 945 solcher Einsätze gab es. „Wahrscheinlich sind es noch mehr als angegeben, doch man kann ja nicht jeden Baum einzeln zählen“, resümiert Kreisbrandmeister Holger Rohde.

71 mal mussten die Feuerwehrleute Türen notöffnen

Grund sind die vielen Stürme. „Eine besondere Situation“, so Rohde. Sie ließen die technischen Hilfeleistungen um 266 Einsätze steigen. Weiterhin unklar ist, wie man die Feuerwehren bei solchen Einsätzen entlasten kann. 71 Türnotöffnungen gab es 2017. Menschen brauchen meist dringend Hilfe.

„Nicht selten werden jedoch auch Scheingefahren beschrieben, um die Alarmierung eines privaten Schlüsseldienstes zu umgehen“, so der Kreisbrandmeister. Außerdem muss klargestellt sein, dass es sich tatsächlich um einen Not- oder Unglücksfall handelt. Auch andere Helfer können zum Beispiel bei Ölspuren zum Einsatz kommen.

3126 Feuerwehrleute gibt es in der Prignitz

Neben den Einsätzen müssen die Feuerwehrleute jährlich eine Vielzahl an Ausbildungen absolvieren: Schulungen der Führungskräfte, Ausbildungen an der Kreisfeuerwehrschule und Grundlehrgänge. Nachholebedarf gebe es bei den Belastungsläufen der Atemschutzträger. Dort wird die Tauglichkeit der Feuerwehrmänner geprüft. „Das müssen wir noch besser organisieren“, räumt Holger Rohde ein.

Gut aufgestellt sind die Feuerwehren des Landkreises in Sachen Mitgliederzahl. 3126 Feuerwehrleute zählt die Prignitz. Das entspricht vier Prozent der Gesamtbevölkerung. Laut Statistik ist das der höchste Anteil gemessen an allen Landkreisen in Brandenburg. Trotzdem sinken die Zahlen. „Oft sind die Feuerwehrangehörigen beruflich außerhalb ihres Wohnortes tätig“, so Rohde. Abhilfe könnte eine Doppelmitgliedschaft bringen. „Die Kameraden nehmen ihre Einsatzbekleidung mit zur Arbeit und rücken im Einsatzfall bei der dort ansässigen Feuerwehr mit aus.“ Auch das Anpassen der Altersgrenzen kann zu einer Besserung führen.

Veränderte Aufgaben für die Wehren

In der Regel sind die Prignitzer Einsatzkräfte siebeneinhalb Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort. Das liegt in der gesetzlich festgelegten Frist. „Ich hoffe, dass wir diese Werte in Zukunft halten können“, sagt der Kreisbrandmeister. „Bei den Sturmeinsätzen waren viele Feuerwehren schon vor Ort, als der Einsatz kam.“ Das kann die Statistik beeinflussen.

Doch auch ohne Sturm verändert sich Jahr für Jahr das Aufgabengebiet der Feuerwehren. Die elf Träger des Brandschutzes im Landkreis haben immer häufiger Hürden zu überwinden, meint Holger Rohde. So bleibt auch die Bereitschaft am Tage ein großes Thema. Fast die Hälfte der Mitglieder sind tagsüber nicht einsatzbereit.

Von Marcus J. Pfeiffer

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