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Prignitz Suchthilfe leistet seit 25 Jahren Beistand
Lokales Prignitz Suchthilfe leistet seit 25 Jahren Beistand
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19:04 14.09.2017
Die Mitarbeiter der Suchthilfe Prignitz feierten das 25-jährige Bestehen des Vereins. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Sie wirken teils im Verborgenen, teils in der Öffentlichkeit, immer aber im Dienste der Gesundheit und des Lebens. Die Suchthilfe Prignitz feierte am Donnerstag das 25-jährige Bestehen. Im Park des „Café Clean“ trafen sich die Mitarbeiter des gemeinnützigen Vereins mit den langjährigen Partnern, um ein Vierteljahrhundert im Dienste der Gesundheit von Suchtkranken und suchtgefährdeten Menschen Revue passieren zu lassen. „Angefangen hat alles 1992 mit Gesprächen zwischen der Stadt Wittenberge und der Partnerstadt Elmshorn“, sagte Bettina Steinke-Schmidt, die Geschäftsführerin der Suchthilfe Prignitz. Dabei wurde der Kontakt zur Therapiehilfe Hamburg hergestellt, aus der dann die Suchthilfe Prignitz hervorging.

1996 war eines der härtesten Jahre

1994 wurde die anonyme Therapie-Beratungsstelle eröffnet und später wieder geschlossen. Überhaupt verlief das Wirken der Suchthilfe Prignitz schon immer in Höhen und Tiefen. „1996 war eines der härtesten Jahre in der Geschichte des Vereins“, sagte Bettina Steinke-Schmidt. Die Suchthilfe musste die damals noch von ihr betriebene Schuldnerberatung schließen, ebenso eine Übergangseinrichtung für Suchtkranke in der Rehabilitation und vieles mehr. Das zwang die Suchthilfe zu Entlassungen von erfahrenen Mitarbeitern, die dann später teilweise wieder eingestellt wurden. Solchen Rückschlägen folgten wieder Fortschritte, etwa die Eröffnung des Café Clean, das 2014 geschlossen werden muste und seit 2015 ehrenamtlich betrieben wird.

Flächendeckende Präventionsarbeit im Landkreis

1995 wurden die Nebenstellen in Perleberg und Pritz­walk eröffnet, so dass die Suchthilfe in den großen Städten der Prignitz vertreten ist. „Bis 2006 hatten wir zwei Präventionsfachkräfte, die nur in der Prignitz tätig waren, seit 2006 haben wir eine halbe Stelle für Prignitz und Ostprignitz-Ruppin“, sagte die Geschäftsführerin.

Suchtparcours stieß in Kasachstan auf Interesse

Dennoch hat die Suchthilfe Prignitz beachtliche Erfolge erreicht. An allen drei Standorten werden jährlich mindestens 300 Klienten betreut. Der Suchtpräventions-Parcours wurde nicht nur 2013 mit dem brandenburgischen Landespräventionspreis ausgezeichnet, sondern sogar ins Russische übersetzt, um in Kasachstan eingesetzt zu werden.

Großes Lob für Carmen Koynowski

Die geistige Mutter dieser wie vieler anderer Aktionen ist Carmen Koynowski. Die Wittenbergerin ist ebenfalls seit 25 Jahren dabei. Sie hat viel Präventionsarbeit in Schulen geleistet, Menschen begeistert und überzeugt und vor allem „ein riesengroßes Herz“, wie Bettina Steinke Schmidt sagte. „Man kann sagen, Suchthilfe Prignitz, das ist Carmen Koynowski“, lobte die Geschäftsführerin. Anerkennung zollten auch die brandenburgische Landesregierung, die von Staatssekretärin Hartwig-Tiedt vertreten wurde, der Landkreis Prignitz und die Stadt Wittenberge.

Von Andreas König

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