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Superintendent in der Prignitz verabschiedet

Pfarrer Oliver Günther Superintendent in der Prignitz verabschiedet

Der Prignitzer Superintendent Oliver Günther verlässt nach nur eineinhalb Jahren die Region wieder. Er wurde am Sonntagnachmittag in der Bad Wilsnacker Wunderblutkirche von seinen Pflichten entbunden.

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Generalsuperintendentin Heilgard Asmus entbindet Oliver Günther von seinen Pflichten.

Quelle: Kerstin Beck

Bad Wilsnack. Er hatte es sich gewünscht, in der Bad Wilsnacker Wunderblutkirche Sankt Nikolai von seinen Pflichten entbunden zu werden – und so geschah es dann auch am Sonntagnachmittag: Der Superintendent des Kirchenkreises Prignitz, Oliver Günther, wurde dort in einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet. Er wird zum 1. September eine Pfarrstelle in seiner Heimat, im westfälischen Siegen übernehmen. „Ich habe mich auf diesen Weg in die Prignitz gemacht, was für mich auch ein Wagnis war, aber ich bin an den persönlichen Lebensumständen gescheitert. Das Leben ist hier so anders, als ich gedacht und erwartet habe, vieles war und wurde mir vertraut, aber manches ist mir auch fremdartig geblieben“, sagte Oliver Günther.

Die Prignitz verlässt er auch, um nicht mehr von seiner Familie getrennt zu sein. Ehefrau Kathrin, mit der Günther seit 13 Jahren verheiratet ist, arbeitet in Siegen als Lehrerin. Die beiden Töchter sind vier und sieben Jahre alt. Allein die mehrstündige Fahrt von Westfalen in die Prignitz mit der Familie schilderte der Pfarrer als große Belastung. „Wenn die Kinder ständig fragen, wie lange es denn doch noch dauert, durstig sind oder mal auf die Toilette müssen, merkt man erst, wie lang die Strecke ist.“

Zur Verabschiedung war Heilgard Asmus gekommen. Wie der Zufall es so wollte, hatte die Generalsuperintendentin für den Sprengel Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz den Pfarrer am 2. März vergangenen Jahres in sein Amt in der Prignitz eingeführt. „Mit Bedauern und Dank blicken wir zurück“, sagte die Theologin, die Oliver Günther daraufhin mit einem Segensspruch von seinen Pflichten entband.

Der Pfarrer kehrt zurück in seine Heimat

Für seine künftige Tätigkeit bringt Oliver Günther die besten Vor­aussetzungen mit: Von 2003 bis 2007 fungierte er bereits als Pfarrer im Entsendungsdienst in der Evangelischen Christuskirchengemeinde Siegen als Vakanzvertretung und Pfarrstellenverwalter. Die anderthalbjährige Erfahrung als Superintendent im Kirchenkreis Prignitz möchte der 41-Jährige nicht missen. Vielleicht bleibt ihm künftig neben der Familie noch ein bisschen Zeit für sein Hobby: dem Laufen und dem Kommunikationstraining für Mensch und Hund.

Die vakante Stelle des Superintendenten wird ab sofort von seinem Stellvertreter Daniel Feldmann, der Pfarrer in Bad Wilsnack ist, ausgeübt. „Wie es weitergeht, wird dann in der November-Synode des Kirchenkreises entschieden“, sagte Heilgard Asmus. Das Amt solle wieder besetzt werden.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von einigen Bläsern und der Sopranistin Elisabeth Feldmann.

Von Kerstin Beck

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