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Prignitz Superintendentin mit Sinn für Humor
Lokales Prignitz Superintendentin mit Sinn für Humor
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00:17 13.10.2016
Eva-Maria Menard stellte sich als eine Frau mit Sinn für guten Humor vor. Links neben ihr: Generalsuperintendentin Heilgard Asmus Quelle: Kerstin Beck
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Perleberg

Zuerst gab es einen Gottesdienst mit einem sorgfältig ausgewählten Thema, aufgehängt an einer Geschichte, die vom Abbiegen auf der Autobahn und vom Einbiegen in die bis dato unbekannte Prignitz und „hin zu dem, was gut ist“, handelte. Denn diejenige, die die Andacht am vergangenen Sonntagnachmittag in der gut besuchten Perleberger Sankt-Jacobi-Kirche hielt, war ebenso sorgfältig ausgewählt worden: von der in der Frühjahrssynode aufgestellten Findungskommission, der es in diesem Jahr oblag, eine Kandidatin oder einen Kandidaten für das seit einem Jahr vakante Amt des Superintendenten zu finden.

Gestählt in zahlreichen Auseinandersetzungen

„Und da hat die Kommission zwölf Leute, die dazu infrage kommen würden, gefunden und gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, als Superintendent in der Prignitz zu arbeiten. Die eine Hälfte sagte nein. Die andere Hälfte: nicht in der Prignitz!“ informierte dazu Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, die die anschließende Vorstellung der nun doch noch gefundenen Kandidatin als Moderatorin leitete. Und wenn Eva-Maria Menard bereits durch die Messe mit Würde und Ernst geführt hatte, so waren sich die Gäste bei der anschließenden Vorstellung ebenso gewiss wie die Kommission: Das ist sie!

Die in der Berliner Gemeinde am Weinberg an der Zionskirche tätige und mit dem Pfarrer Peter Radziwill, der seinerseits in der Kirchengemeinde Lichtenberg wirkt, verheiratete Mutter von zwei Töchtern und seit vier Tagen Großmutter von zwei Enkelinnen ist in Sachsen-Anhalt geboren, 49 Jahre alt, lebt seit 22 Jahren in Berlin und hatte dort bereits für drei Jahre das Amt der stellvertretenden Superintendentin inne.

Schwierigkeiten auf dem Land

Das hört sich gut an. Dazu kommt noch, und das ließ die 49-Jährige, die in Berlin an der Humboldt-Universität Theologie studiert hat, immer wieder durchblicken, dass ihre Tätigkeit am Weinberg kein Zuckerschlecken war: „Ich bin konflikterfahren – das können Sie mir glauben!“ Dass sich die ungute Situation in ihrer Gemeinde weitgehend gebessert hat, schreibt die Geistliche auch ihrem Engagement zu. Ihr Erfolgsrezept heißt: „Glaubwürdig sein und sich mit Humor an die Zukunft wagen“.

In der Prignitz gibt es andere Probleme, die an Eva-Maria Menard herangetragen wurden. Etwa „der Frust, der hier herrscht, die „leeren Kirchen, wenn nur vor zwei bis drei Kirchgängern gepredigt werden soll“ oder das „weite Land des Kirchenkreises. Dazu kommt noch die Kreisgebietsreform. Wie wollen Sie das hier alles kennenlernen?“.

Entscheidende Wahl am 12. November

Auf nahezu alle Fragen hatte die Kandidatin eine wohlüberlegte Antwort, gepaart mit ansteckendem und mutmachendem Humor. Zur letzteren etwa entgegnete sie: „Indem ich überall hinfahre. Deswegen mache ich ja jetzt auch Fahrschule!“ Dazu konnte die Generalsuperintendentin nur vieldeutig beisteuern: „Wenn das in Berlin klappt, so klappt es auch in der Prignitz!“

Der wohl kritischste Zuhörer war ihr Vater, der extra aus Quedlinburg angereist war: Pfarrer im Ruhestand Eckhardt Sehnsdorf. Der 79-jährige schien eindeutig von der Eignung seiner Tochter überzeugt, denn er meinte zuletzt nicht ohne trockenen Humor: „Diese Frau dort ist meine Tochter und ich bin sehr stolz auf sie!“

Dann steht wohl nichts mehr im Wege dazu, dass es während der Herbstsynode am 12. November zu der Wahl einer neuen Superintendentin für den Kirchenkreis Prignitz kommt.

Von Kerstin Beck

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