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Suren-Hansen-Markt lockte viele Gäste an

Perleberg Suren-Hansen-Markt lockte viele Gäste an

Zum traditionellen Suren-Hansen-Markt kamen am Sonnabend viele Gäste nach Perleberg auf den Großen Markt. Dort drehte sich alles um das Nationalgericht der Prignitz, den Knieperkohl.

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Knieperkohl gb es auf dem Suren-Hansen-Markt zur genüge.

Quelle: Jens Wegner

Perleberg. Zum traditionellen Suren-Hansen-Markt kamen am Sonnabend viele Gäste nach Perleberg auf den Großen Markt. Dort drehte sich alles um das Nationalgericht der Prignitz, den Knieperkohl, der nach dem Perleberger Karl Hansen in der Kreisstadt auch Suren Hansen genannt wird. An rund 20 Ständen fanden die Besucher allerlei Kulinarisches vom Käse über frischen Fisch bis zu Backwaren und erlesene Teesorten. Der Sure Hansen wurde gerade an zwei Ständen verkauft. „Jedes Jahr setzten wir etwa 15 50-Liter-Fässer Knieperkohl an. Je nach dem, was die Ernte hergibt. Das reicht für die Knieperkohl-Saison von Mitte Dezember bis Ende März”, berichtete Thomas Dahlke von der Gaststätte „Lübzower Schweiz” im Perleberger Ortsteil Lübzow. Rund 300 Portionen hatte er mitgebracht, die warm verkauft wurden. Noch bevor das Essen auf den Herd kam, bildete sich eine Schlange von Wartenden. Nebenbei gab es bei ihm Lose Wurst und Mettwurst im Glas. Neben den kulinarischen Angeboten gab es auch Sonnenbrillen und Handwerksartikel wie Körbe aus geflochtenen Weidenruten. Bunt bemalte Figuren aus Holz und Keramik mit österlichen Motiven gab es am Stand der Prignitzer Kunstmacher aus Perleberg. Cornelia Jahnke von den Prignitzer Kunstmachern bemalte zudem Kindern das Gesicht.

Insassen der Justizvollzugsanstalt Cottbus hatten Figuren und lustige Kohlköpfe als Dekoration angefertigt

Insassen der Justizvollzugsanstalt Cottbus hatten Figuren und lustige Kohlköpfe als Dekoration angefertigt.

Quelle: Jens Wegner

Den zweieinhalbjährigen Anton verwandelte sie in einen kleinen Sternenprinzen. Der strahlte und freute sich über seinen Schmuck. Für die Kurzweil der Kinder gab es ein Karussell und viele bunte Süßigkeiten. Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura ließ es sich nicht nehmen, die Gäste an dem Morgen zu begrüßen. „Ich finde es super, dass so viele gekommen sind”, freute sie sich und dankte dem Veranstalter Bernd Gellesch für die Organisation des Festes. „Ich finde es wunderbar, dass Sie so viele Händler zusammenbekommen haben, denn der Suren-Hansen-Markt ist ein Traditionsmarkt”, sagte sie und wünschte allen Gästen einen wunderschönen Tag. Seit mehr als 20 Jahren gibt es den Suren-Hansen-Markt in Perleberg bereits. „Ich bin froh, dass so viele Händler gekommen sind. 25 Euro Standgebühr ist auch nicht viel”, meinte Gellesch. „Ich denke, dass der Suren-Hansen-Markt ein Auslaufmodell ist. Er dient eher der Imagepflege. Der Schwerpunkt wurde auf Essen und Trinken gelegt”, sagte er weiter. Im Rahmen ihres Resozialisierungsprogramms fertigten Insassen der Justizvollzugsanstalt Cottbus Figuren und lustige Kohlköpfe als Dekoration an, die die kleine Bühne umsäumten. Für den erkrankten Jens Seidlitz sprang Ronny Krause alias DJ Oscar in die Bresche. Er sorgt mit Musik aus der Konserve für gute Unterhaltung und stellte die einzelnen Stände kurz vor. „Der schöne Grünkohl und das Wetter ist wieder schön”, gaben Anke Spietz aus Perleberg und Monique Oestreicher aus Düpow als Grund ihres Kommens an. „Außerdem ist es Tradition, dass man jedes Jahr herkommt und Grünkohl isst”, ergänzte Anke Spietz.

Von Jens Wegner

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