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Prignitz Tag der offenen Tür in Baeker Montessori-Schule
Lokales Prignitz Tag der offenen Tür in Baeker Montessori-Schule
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14:54 07.10.2018
Katharina Roese ist glücklich darüber, dass ihre Tochter Marlene hier in den Kindergarten gehen darf. Quelle: Kerstin Beck
Baek

Um 14 Uhr sollte er beginnen, aber da war er bereits in vollem Gange – der „Tag der offenen Tür“ der Baeker Montessori-Schule samt Kindersachenbasar. Etwa 60 Stände waren, mit eigentlich allem, was Eltern und Kinder begeistern konnte, rund um die Schule bis hinein in die Turnhalle aufgebaut worden.

Angefangen von Schuhen über Kleidung aller Art bis hin zu Pudel und Mützen in allen Qualitäten und Farben gab es noch viel mehr zu entdecken: wie etwa Bücher, Spielzeug und sogar Kinderschreibtische, und sogar ein historisches Puppenhaus aus Sagast fand seinen Liebhaber.

Kreativität braucht auch Regeln

Eltern hatten eine schier unübersehbare Menge an Torten und Kuchen gebacken, „und das ist hier besonders lecker, weil vieles aus Dinkel, Vollkorn und mit Rohrzucker gemacht ist“, erzählte ein Elternpaar, welches nicht zum ersten Mal den Basar besuchte.

Die Schlange am Kuchenbasar wollte kein Ende nehmen – die Einnahmen kommen den Schülern zugute. Quelle: Kerstin Beck

In dem Treff-Raum, den die Schüler zum Basteln nutzen, war Letina Jastram aus Klein Gottschow anzutreffen. „Ich mache mein Fachabitur und hier mein Praktikum, denn ich möchte unbedingt Montessori-Lehrerin werden“, gab die 16-jährige an. Auf die Frage nach dem Warum hieß es: „Mich fasziniert, dass die Kinder sich hier kreativ ausleben können, aber auch feste Regeln gibt. So muss jedes Kind nach dem Spielen alles wieder aufräumen. Oder es darf keiner den anderen stören, wenn der irgend etwas Interessantes macht!“ Und Interessantes gibt es hier – allein die Murmeln in einer Schale, die anzeigen, wie viele Kinder da sind: In der Schule sind es 39 Murmeln und im Kindergarten 27. Mehr geht zur Zeit nicht.

Nach den Lehren von Maria Montessoris

Dazu weiß Daniel Reiche, der gerade die Anmeldung einer Wittenbergerin für ihren Sprössling in die Krabbelgruppe in Empfang nimmt, mehr zu sagen. „Wir sind ja eine freie Schule, aber das bedeutet lediglich, dass wir eine freie Trägerschaft haben. Das ist der Verein Landweg.“

Der Kindersachenbasar in Baek zog mit etwa 60 Ständen am Samstag Hunderte von Besuchern an. Quelle: Kerstin Beck

Ansonsten gebe es klar strukturierte Regeln, die das Wohl jedes einzelnen Kindes und zugleich das Wohl der Gemeinschaft im Auge haben. So dürfe zum Beispiel niemand mit Worten oder Taten verletzt werden. „Regeln sind eben mehr als Grenzen ... sie sagen, wie man miteinander umzugehen hat“ – so formulierte es einst die Schulgründerin Maria Montessori.

Überzeugt vom Konzept

Und wie attraktiv die Ganztagsschule für manche ist, erklärt der Sozialpädagoge und Leiter des Kindergartens: Da ist eine Mutter, für deren Kind kein Platz in der Gruppe war, da sie voll besetzt ist. Aber die Mutter ist vom Konzept überzeugt. Bereits als Studentin war sie bei jedem Basar mit dabei und half tatkräftig. „Da sagten wir dann, dass wir schon allein deswegen ihre Tochter aufnehmen müssen!“

Die Mutter, Katharina Roese, ist auch heute mit dabei. Die Juristin wäscht unentwegt ab und pendelt mit den Tellern stets zwischen Küche und Kuchenbuffet hin und her. Später erzählt die gebürtige Lenzenerin, „wie alles so kam“: „Ich entdeckte hier die Schule in Baek und war sofort vom Konzept überzeugt. Und als ich meine Tochter hierher brachte, fing sie sofort an, ganz entspannt zu spielen. Da wusste ich, dass ich sie mit einem guten Gewissen hierher geben kann!“

Spielen – das machte die vierjährige Marlene auch bei dem „Fototermin“ in der Turnhalle, in der es ja inmitten unzähliger Stände so viel Schönes und Interessantes zu entdecken gab. Alles andere ist nämlich gar nicht so wichtig.

Von Kerstin Beck

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