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Prignitz Mit Tempo 30 durch die Innenstädte
Lokales Prignitz Mit Tempo 30 durch die Innenstädte
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19:55 21.02.2018
Gleich mehrere Geschwindigkeitsbegrenzungen bremsen die Autofahrer in der Perleberger Straße in Pritzwalk aus. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Pritzwalk

Die Städte und Kommunen müssen handeln: Vor Kindertagesstätten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen, Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern dürfen Fahrzeuge nicht mehr schneller als 30 Stundenkilometer unterwegs sein, das gibt eine Verordnung der Kreisverwaltung vor, die wiederum folgt der aktualisierten Straßenverkehrsordnung.

Mithilfe der Verkehrsbehörde hat die Stadt Pritzwalk schon etwa 70 Prozent aller Vorgaben umgesetzt, sagt Heiko Möbius vom Fachgebiet Straßenwesen in Pritzwalk. „Das betrifft derzeit die Einrichtungen in der Perleberger Straße und die Anpassung der Tempo 30-Strecke im Hainholzweg. Alle anderen Einrichtungen befanden sich bereits in geschwindigkeitsreduzierten Bereichen“, so Möbius. Für Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sei man nicht zuständig.

Hauptverkehrsstraßen fehlen noch

Bereits bis zum Ende des vergangenen Jahres war Pritzwalk hier gut vorangekommen. „Unser Ziel ist es das Konzept bis auf 90 Prozent auszubauen“, so Möbius. Derzeit fehlen noch die Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt. „Diese müssten zuvor angepasst und umgebaut werden, so dass für Kraftfahrer gleich ersichtlich wird, dort nicht so schnell zu fahren.“

Ein anderer Aspekt ist die Kontrolle, ob sich auch alle Fahrzeugführer an diese Regelung halten. Entsprechend beobachten der Landkreis und die Polizei den Verkehr. Die Stadt Pritzwalk hat Messgeräte nur für die statistische Kontrolle.

Schilderwald durch Neuregelung

„Unstrittig bleibt, dass diese Tempo 30-Bereiche für mehr Sicherheit im öffentlichen Verkehr vor den Einrichtungen sorgen“, sagt Heiko Möbius. Für eine spürbare Lärmminderung sei diese gesetzliche Regelung allerdings nicht geeignet, da hier Durchschnittsgeschwindigkeiten betrachtet werden müssen. „Somit reden wir über eine Lärmminderung im Schnitt von etwa 0,5 bis zwei Dezibel, was für Anwohner keine Erhöhung der Lebensqualität erzielt“, so Möbius.

„Die Neuregelung sorgt teilweise auch dafür, dass der Schilderwald wieder dichter wird, obwohl wir ihn eigentlich lichten wollten.“ Doch im Fall der Perleberger Straße sei es nicht möglich gewesen, eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung hinzubekommen. Positiv sei aber auch, dass der Leitfaden für die Verkehrsentwicklung in der Stadt Pritzwalk und den Ortsteilen mit den Zielen der Gesetzgebung über die neue Temporegelung übereinstimmt und deren Streben nach Verkehrsberuhigung auch vom Gesetzgeber aktiv unterstützt wird.

Perleberg stellt Schilder demnächst auf

In der kommenden Wochen wird auch Perleberg die verkehrsrechtliche Anordnung umsetzen. Demnach soll eine Tempo 30-Beschilderung dort in der Wilsnacker, Pritz­walker und in der Berliner Straße vor Kindergärten vorgenommen werden. Von den Geschwindigkeitsbegrenzungen vor Schulen sind die Wilsnacker und Dergenthiner Straße betroffen. An der Dergenthiner Straße wird lediglich eine Anpassung der schon vorhandenen Beschilderung vorgenommen.

Alle anderen Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen der Stadt befinden sich bereits an einer geschwindigkeitsbegrenzten Straße oder haben keinen unmittelbaren Zugang zu Hauptverkehrsstraßen. Auch weitere Kommunen in der Prignitz sind in der Planung oder Durchführung der Anordnung. Zu Verzögerungen kann es entweder aus Kostengründen oder Einzelfallprüfungen kommen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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